Zum Inhalt springen

Gustav Lindau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Gustav Lindau (* 2. Mai 1866 in Dessau; † 10. Oktober 1923 in Berlin) war ein deutscher Mykologe und Botaniker. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Lindau“.

Leben und Wirken

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lindau begann seine naturgeschichtlichen Studien in Heidelberg und später Berlin, wo er Schüler von Simon Schwendener wurde. 1888 wurde er mit einer These zu Apothecien von Flechten promoviert. 1890 wurde er Direktor des Botanischen Gartens in Münster und Assistent von Julius Oscar Brefeld. Seit 1892 war er in Berlin als Assistent im botanischen Garten tätig. 1894 habilitierte er und wurde Privatdozent für Philosophie. Schließlich erhielt er 1902 den Ruf zum Professor.

Lindau ist Erstbeschreiber der Gattung Eidamia Lindau 1904 aus der Abteilung der Schlauchpilze, die er 1904 zu Ehren des Botanikers und Mykologen Eduard Eidam benannte.[1]

Lindau zu Ehren wurde die Gattung Lindauea Rendle der Pflanzenfamilie der Akanthusgewächse (Acanthaceae) benannt.[1]

Schriften (Auswahl)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Thesaurus litteraturae mycologicae et lichenologicae. 5 Bände, 1908–1917 – mit Paul Sydow.
  • Kryptogamenflora für Anfänger. 6 Bände, 1911–1914.

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. a b Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018. [1]
Wikisource: Gustav Lindau – Quellen und Volltexte