Gustav Meyrink

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Gustav Meyrink ca. 1886

Gustav Meyrink (eigentlich Gustav Meyer, manchmal fälschlich auch als G. Meyrinck aufgeführt, * 19. Januar 1868 in Wien; † 4. Dezember 1932 in Starnberg), war ein österreichischer Schriftsteller und Übersetzer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1868 in Wien als unehelicher Sohn des württembergischen Staatsministers Karl von Varnbüler und der Hofschauspielerin Marie Meyer geboren, besuchte Gustav Meyrink zunächst bis 1880 das Wilhelmsgymnasium in München, dann das Johanneum in Hamburg, bevor er schließlich im Jahre 1883 in Prag sein Abitur machte. Nach dem Besuch der Handelsakademie in Prag (1885-88) wurde Meyrink 1889–1902 Mitinhaber, dann Alleininhaber des Prager Bank- und Wechslergeschäfts Meyer & Morgenstern.[1] Im Jahre 1891 wurde Meyrink Mitbegründer und Vorsitzender der Loge "Zum blauen Stern", einer Prager Ortsvereinigung der 1875 von Helena Petrovna Blavatsky ins Leben gerufenen Theosophischen Gesellschaft. 1893 heiratete er Hedwig Aloysia Certl und unternahm mystische Studien bei Alois Mailänder. Seit 1895 verkehrte Meyrink im Verein deutscher bildender Künstler in Böhmen, in dem u.a. er Rainer Maria Rilke, Emil Orlik, Oskar Wiener und Hugo Steiner begegnete. 1896 machte er Bekanntschaft mit Philomena Bernt, seiner späteren zweiten Frau. Im Jahre 1900 brach eine Rückenmarkserkrankung bei ihm aus. 1901 gelang ihm unter dem Künstlernamen "Meyrink" die erste Publikation ("Der heisse Soldat") im Münchner Simplicissimus. Wegen des Bankrotts seines Bankgeschäfts im Jahre 1902 kam er in Untersuchungshaft. Das anschließende Betrugsverfahren endete mit einem Freispruch, seine anschließenden Versuchen der Rehabilitierung blieben jedoch vergeblich. 1903 zog er nach Wien um, wo die Redaktion der Wiener Satirezeitschrift Lieber Augustin übernahm. Im gleichen Jahr erschien die Sammlung Orchideen. Sonderbare Geschichten. 1904 verstärkte sich das Rückenmarksleiden; die Ärzte erklärten Meyrinks Fall für unheilbar. Dennoch gesundete er binnen Jahresfrist und führte die Heilung auf seine Yoga-Übungen zurück.

1905 erfolgte die Scheidung seiner Ehe mit Hedwig Aloysa, noch im gleichen Jahr heiratete er Philomena Bernt. Aus dieser Ehe ging 1906 die Geburt seiner Tochter Sibylle Felizitas hervor. 1906 folgte ein Umzug nach München. Im Jahre 1907 erhielt Meyrink die bayerische Staatsangehörigkeit. Bis 1908 arbeitete Meyrink für die literarische Monatsschrift "März". 1908 wurde sein Sohn Harro Fortunat geboren, der sich nach einer unfallsbedingten Querschnittslähmung im Juli 1932 das Leben nahm. Meyrink unternahm Reisen an den Gardasee, nach Prag, Berlin und in die Schweiz. Von 1909 bis 1914 übersetzte er ausgewählte Werke Charles Dickens' aus dem Englischen und im Jahre 1909 erschien die erste Auflage Des deutschen Spießers Wunderhorn. Aus der folgenden Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Roda Roda gingen mehrere Komödien hervor: Im Jahre 1912 wurden Bubi und Die Sklavin von Rhodus uraufgeführt. Außerdem entstand das Lustspiel Der Sanitätsrat. 1911 erfolgte die Übersiedlung nach Starnberg, wo er bis zu seinem Tode wohnte. 1915 erschien sein erfolgreichster Roman Der Golem, mit dessen Vorarbeiten er bereits 1907 in München begonnen hatte. 1916 erschienen Fledermäuse und Das grüne Gesicht bei Kurt Wolff, im folgenden Jahr kam sein Roman Walpurgisnacht heraus. 1921 veröffentlichte er Der weiße Dominikaner. Aus dem Tagebuch eines Unsichtbaren, außerdem gab er bis 1924 die Reihe Romane und Bücher der Magie heraus. 1922 gab er die Hexengeschichten von Ludwig Bechstein heraus, ein Jahr später publizierte er den Aufsatz An der Grenze des Jenseits. 1925 beschäftigte er sich ausführlich mit Thomas von Aquin, dessen Abhandlung über den Stein des Weisen er übersetzte, einleitete und herausgab. Im folgenden Jahr erschien sein Roman Der Engel vom westlichen Fenster, der sich mit dem englischen Magier John Dee beschäftigt. Außerdem übersetzte er Rudyard Kiplings Dunkles Indien und Meine ersten 2000 Jahre. Autobiographie des ewigen Juden von George Sylvester Viereck und Paul Eldrige. 1927 konvertierte Gustav Meyrink vom Protestantismus zum Mahayana-Buddhismus. 1928 kam es zum Verkauf des Hauses in Starnberg, wo Meyrink seit 1920 gewohnt hatte. 1929 wurde seine Übersetzung von Ludwig Lewisohns Roman Das Erbe im Blut veröffentlicht.

Am 4. Dezember 1932 starb Meyrink in Starnberg und wurde drei Tage später auf dem Friedhof des Ortes beerdigt.[2]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sammelband Der heiße Soldat (1903)

Die Zentren seines literarischen Schaffens waren Prag und München. Zu beiden pflegte er zeitlebens eine innige Hassliebe.

Als einer der Ersten im deutschen Sprachraum (nach Paul Scheerbart und E. T. A. Hoffmann) verfasste Meyrink phantastische Romane. Während sein Frühwerk mit dem Spießbürgertum seiner Zeit abrechnet (Des deutschen Spießers Wunderhorn), befassen sich seine späteren, häufig im alten Prag spielenden Werke hauptsächlich mit übersinnlichen Phänomenen und dem metaphysischen Sinn der Existenz (Der Golem, Das grüne Gesicht, Der weiße Dominikaner, Der Engel vom westlichen Fenster). In diesen Romanen sowie in verschiedenen Artikeln äußerte Meyrink, selbst schon früh Mitglied der Theosophischen Societät Germania, esoterisch-mystische Ansichten, die unter anderem religiös-messianische Ideen und Elemente des Buddhismus, aus jüdischer und christlicher Mystik sowie aus Theosophie und Alchemie enthielten. Im Rosenkreuzertum und der Theosophie des 20. Jahrhunderts sowie allgemein unter esoterisch interessierten Menschen stoßen seine Werke auf besonderes Interesse. Meyrink nahm – wie auch Thomas Mann – an Sitzungen mit dem österreichischen Medium Willi Schneider teil, die vom Freiherrn Albert von Schrenck-Notzing in München durchgeführt wurden, und publizierte auch über Parapsychologie (An der Grenze des Jenseits).

Meyrink übersetzte unter anderem die Werke von Charles Dickens und Rudyard Kipling. Für den Leipziger List-Verlag besorgte er außerdem die 1928 veröffentlichte Übertragung von George Sylvester Vierecks und Paul Eldridges Meine ersten 2000 Jahre: Autobiographie des Ewigen Juden.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gershom Scholem, einer der bedeutendsten Erforscher der jüdischen Mystik, besuchte Meyrink 1921 in Starnberg, vor allem, um mit ihm über Details seines Romans Der Golem zu diskutieren. Sechzig Jahre später charakterisierte er Meyrink als einen „damals berühmten Schriftsteller, der eine außerordentliche Begabung für antibürgerliche Satire mit einer nicht weniger ausgeprägten für mystische Marktschreierei verband, die sich vor allem in haarsträubenden, teilweise sehr eindrucksvollen, aber nicht ganz ernsten Kurzgeschichten niederschlug, deren literarische Qualität erst in unserer Zeit von Jorge Luis Borges übertroffen worden ist.“[3]

Beziehungen zu (esoterischen) Gruppen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meyrink war Mitglied mehrerer Geheimbünde und behauptete, in telepathischem Kontakt mit Ramana Maharshi, dem Guru Paul Bruntons zu stehen.[4]

  • In Prag war Meyrink 1891 Mitbegründer der theosophischen Okkultistenloge „Zum blauen Stern“,[5] in der er den Schriftsteller Karl Weinfurter kennenlernte. Die Loge tagte entweder in seiner Wohnung oder in einem Prager Cafe.
  • Meyrink war eines der ersten Mitglieder der deutschen Theosophischen Gesellschaft, deren innerer Abteilung, der „Esoterischen Schule“ er sich später anschloss.
  • Unter dem Ordensnamen „Bruder Dagobert“ war er Mitglied im Weltbund der Illuminaten.
  • Unter dem Logennamen „Kama, Censor of the R.O.O.o.S.B.“ war er Mitglied im Kerning-Orden.
  • Angehöriger in der „Bruderschaft der alten Riten vom heiligen Gral im großen Orient von Patmos“.[6]
  • Mitglied der mystischen Gesellschaft christlich-rosenkreuzerischer Ausrichtung von Alois Mailänder.[7]
  • Mitglied des Schachclubs Starnberg 1920 e.V.,[8] wo er dreimal Clubmeister wurde.[9]

Henri Clemens Birven erwähnt in seinem Buch „Lebenskunst in Yoga und Magie“ (Origo Verlag, Zürich 1953), dass er zusammen mit Meyrink und Ernst Peithman, einem prominenten Vertreter der Gnostisch-Katholischen Kirche, Forschungen über die mysteriöse Identität der Begründerin des Golden Dawn betrieben haben soll.[10]

Freimaurerei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Ersten Weltkriegs kam Meyrink mit der Freimaurerei in Berührung, und dies auf einem äußerst pikanten und kuriosen Weg. Er wurde 1917 vom Auswärtigen Amt in Berlin aufgefordert einen propagandistischen okkulten Roman zu schreiben, in dem der Öffentlichkeit suggeriert werden sollte, dass die Freimaurerei insgesamt, insbesondere jedoch die französische und italienische Freimaurerei die Schuld am Krieg trage. Hierzu wurde Meyrink eine Vielzahl freimaurerischer Literatur des Auswärtigen Amtes überlassen. Der Roman sollte auch ins Englische und Schwedische übersetzt werden und in einer Auflage von einer halben Million Exemplaren weltweit verteilt werden. Der Theologe Carl Vogl schreibt hierzu[11]: „Als ich Meyrink im dritten Kriegsjahre (Juli 1917) besuchte, sah ich bei ihm einen Tisch voll aufgehäuft mit alten und neuen Büchern freimaurerischen Inhalts. Bezüglich ihrer gab mir M. die Auskunft, er habe sie aus dem Auswärtigen Amt in Berlin,(...)“ Meyrink sagte diesbezüglich zu Vogl: „Ich wurde telegraphisch nach Berlin ins Auswärtige Amt gebeten. Dort traf ich einen Legationsrat nebst zwei Vertrauensmännern, darunter den Beichtvater der Königin von Bayern. Man stellte mir sofort folgenden Antrag: schreiben Sie uns einen Roman, in dem Sie den Nachweis führen, daß die Freimaurer am Weltkrieg schuld sind. (...) Ich war nicht wenig erstaunt und erwiderte, man solle doch lieber Frenssen oder Ganghofer mit dieser Aufgabe betrauen. Doch die Herren meinten, die seien viel zu national und militärfreundlich, man brauche einen prominenten Schriftsteller, von dem das Publikum weiß, daß er kritisch ist, ja mehr als kritisch diesen Dingen gegenüberstände (...).“ Meyrink nahm den Auftrag zwar an, wohl in der Absicht das Projekt scheitern zu lassen oder zumindest insoweit Einfluss darauf nehmen zu können, um dessen Resultat abzumildern. Er wurde aber vor Abschluss der Arbeiten wohl gerade deswegen von dem Auftrag entbunden und aufgefordert, die erhaltenen Unterlagen wieder nach Berlin an das auswärtige Amt zurückzuschicken. Der Auftrag wurde dann dem deutsch-nationalen österreichischen Politiker Friedrich Wichtl übertragen, der in Folge mehrere Pamphlete über die freimaurerisch-jüdische Weltverschwörung verfasste[12] und damit zu einem der Wegbereiter der anti-freimaurerischen Hetzschriften des Generals Erich Ludendorff und des Antisemitismus der Nationalsozialisten sowie der Legende der freimaurerisch-jüdischen Weltverschwörung wurde.[13]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1958 wurde die Meyrinkgasse in Wien-Liesing nach ihm benannt. In München ist die Gustav-Meyrink-Straße nach ihm benannt.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der heisse Soldat, Originalausgabe, Albert Langen, München 1903
Der Golem, Originalausgabe, Kurt Wolff Verlag, Leipzig 1915/16
Das grüne Gesicht, Originalausgabe, Kurt Wolff Verlag, Leipzig 1917

Erstausgaben (chronologisch)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der heisse Soldat und andere Geschichten. Albert Langen Verlag, München 1903. 147 S.
  • Orchideen. Sonderbare Geschichten. Albert Langen Verlag, München o.J. (um 1905).
  • Gustav Meyrinks Wachsfigurenkabinett. Sonderbare Geschichten. Mit Buchschmuck von Andre Lambert. Albert Langen Verlag, München 1908. 233 S. mit 25 Abbildungen.
  • Gemeinsam mit Alexander Roda Roda: Komödien. Schuster & Loeffler, Berlin 1912. Darin:
    • Bubi. Lustspiel in drei Akten
    • Die Sklavin aus Rhodus (nach dem Eunuchus des Publius Terentius Afer, mit einem Vorwort von Wilhelm Klein)
    • Der Sanitätsrat
  • Des deutschen Spießers Wunderhorn. Gesammelte Novellen. Albert Langen Verlag, München 1913. 3 Bände. 143, 140, 145 S.
  • Der violette Tod und andere Novellen. 1913
  • Die Uhr. Ein Spiel in zwei Akten (zus. mit Roda Roda), Schuster & Loeffler, Berlin 1914
  • Der Golem.
Erstdruck in: Die Weissen Blätter ab 1. Jgg., Heft 4 (Dezember 1913)
Erstausgabe: Kurt Wolff, Leipzig 1915. Ab 141. Tsd. (1915) mit 8 Lithographien von Hugo Steiner-Prag. 343 Seiten.
Gustav Meyrink: Der Golem. Vitalis, Prag Neuauflage 2008, ISBN 978-3-89919-053-3
  • Der Kardinal Napellus. Erzählung. Bachmair, München 1915
  • Fledermäuse. Ein Geschichtenbuch. Carl Schünemann, Bremen o.J. (1916).
  • Das grüne Gesicht. Ein Roman. Kurt Wolff, Leipzig 1917. 387 S. Mit der Figur des Chidher Grün.
  • Walpurgisnacht. Phantastischer Roman. Einbandzeichnung von Emil Preetorius. Kurt Wolff, Leipzig 1917. 277 S.
  • Der Löwe Alois und andere Geschichten. Mit Zeichnungen von Carl Olaf Petersen. Einhorn Verlag, Dachau o. J. (1917). 77 S.
  • Der weiße Dominikaner. Aus dem Tagebuch eines Unsichtbaren. Roman. Rikola Verlag, Wien 1921. 291 S.
  • Der violette Tod und andere Novellen. Reclam (RUB 6311), Leipzig o. J. (1922)
  • An der Grenze des Jenseits. Essay. Zellenbücherei Nr. 65. Dürr & Weber, Leipzig 1923. 86 S.
  • Meister Leonhard. Hyperion (Minibuch), München 1925
  • Goldmachergeschichten. August Scherl Verlag, Berlin 1925. 260 S, in Zusammenarbeit mit Friedrich Alfred Schmid Noerr;[14] (siehe auch Michał Sędziwój)
  • Der Engel vom westlichen Fenster. Roman. Ein Kupferstich von John Dee. Grethlein & Co., Leipzig 1927. 440 S. + Schünemann, Bremen 1927. 441 S. In Zusammenarbeit mit Friedrich Alfred Schmid Noerr.
  • Das Haus zur letzten Latern. Nachgelassenes und Verstreutes. Herausgegeben von Eduard Frank. Albert Langen - Georg Müller Verlag, München 1973. 470 S. Darin erster vollständiger Abdruck des nachgelassenen Romanfragments Das Haus des Alchimisten. ISBN 3-7844-1524-5.
  • Fledermäuse. Erzählungen, Fragmente, Aufsätze. Herausgegeben von Eduard Frank. Albert Langen - Georg Müller, München - Wien 1981. 444 S. ISBN 3-7844-1832-5.

Herausgabe und Beiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werkausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gesammelte Werke. Kurt Wolff, Leipzig 1913–1917. 6 Bände.
  1. Der Golem. 349 S.
  2. Das grüne Gesicht.. 335 S.
  3. Walpurgisnacht. 277 S.
  4. Des deutschen Spießers Wunderhorn. Erster Teil. 255 S.
  5. Des deutschen Spießers Wunderhorn. Zweiter Teil. 276 S.
  6. Fledermäuse. Ein Geschichtenbuch. 381 S.
  • Gesammelte Werke. Albert Langen Verlag, Leipzig-Zürich-München (1917). 6 Bände.
Entspricht der Ausgabe bei Kurt Wolff, enthält zusätzlich die Erzählungen:
Die Erstürmung von Serajewo
Der Saturnring
Schöpsoglobin
Das verdunstete Gehirn
Petroleum

Neuausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Des deutschen Spießers Wunderhorn. Novellen. Rudolf Wolff, Bad Schwartau 2009 (Erscheinungsjahr), Juli 2010 (Erscheinungstermin). ISBN 978-3-86672-303-0 (ca. 472 S. in 1 Bd.)
  • Der Golem. Ein Roman. Hamburg : Hoffmann und Campe 2015. - Der Text folgt der ersten Buchausgabe, erschienen im Kurt Wolff Verlag, Leipzig 1915. Nachwort und Zeittafel von Dr. Ulrike Ehmann, nach der Ausgabe München : dtv 2012. ISBN
  • Der Golem. Mit Nachwort und Zeittafel von Ulrike Ehmann, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2009, ISBN 978-3-423-13737-9.
  • Das grüne Gesicht. Ein Roman. Ullstein, Berlin 1998, ISBN 3-548-24439-4.
  • Walpurgisnacht. Phantastischer Roman. Mit Nachwort und Zeittafel von Ulrike Ehmann, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2008, ISBN 978-3-423-13651-8.
  • Der weiße Dominikaner. Aus dem Tagebuch eines Unsichtbaren. Mit Nachwort und Zeittafel von Ulrike Ehmann, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2007, ISBN 978-3-423-13584-9.
  • An der Grenze des Jenseits. Meister Leonhard. Roller, Langen 2004, ISBN 3-923620-17-9.
  • An der Grenze des Jenseits - Die Verwandlung des Blutes. Zwei Essays zu den Themen Okkultismus und Yoga. Pandora-Verlag Schneider, Berlin 2006. ISBN 3-938878-04-5.
  • Die Pflanzen des Doktor Cinderella jmb, Hannover 2011, ISBN 978-3-940970-65-7.
  • Die Erstürmung von Serajewo. Satiren, Fabeln und Grotesken. Elsinor Verlag, Coesfeld 2007, ISBN 978-3-939483-03-8.

Nachlass[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bayerische Staatsbibliothek: Briefe an Meyrink, Manuskripte, Sonderdrucke von kleinen dichterischen Arbeiten, Pressestimmen über Meyrink [1]
  • Monacensia München: 14 Manuskripte, darunter Walpurgisnacht, Briefe, hauptsächlich an Albert Langen [2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Evelin Aster: Personalbibliographie von Gustav Meyrink. Peter Lang Verlag, Bern 1980. ISBN 3-261-04779-8.
  • Hartmut Binder: Gustav Meyrink. Ein Leben im Bann der Magie. Vitalis Verlag, Prag 2009, ISBN 978-3-89919-078-6.
  • William R. van Buskirk: The Bases of Satire in Gustav Meyrink's Work. Dissertation. Michigan 1957.
  • Yvonne Caroutch (Hrsg.): Gustav Meyrink. Edition l'Herne, Paris 1976.
  • Misia Sophia Doms: Das Phänomen der kollektiven Besessenheit in Alfred Kubins „Die andere Seite“ und Gustav Meyrinks „Der Golem“. In: Hermes Andreas Kick u. a. (Hrsg.): Besessenheit, Trance, Exorzismus. Affekte und Emotionen als Grundlagen ethischer Wertebildung und Gefährdung in Wissenschaften und Künsten. Affekt – Emotion – Ethik Bd. 2. Münster 2004. S. 25–48
  • Peter Cersowsky: Phantastische Literatur im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts. Untersuchungen zum Strukturwandel des Genres, seinen geistesgeschichtlichen Voraussetzungen und zur Tradition der „schwarzen Romantik“ insbesondere bei Gustav Meyrink, Alfred Kubin und Franz Kafka. Fink, München 1989, ISBN 3-7705-2133-1.
  • Eduard Frank: Gustav Meyrink. Werk und Wirkung. Avalun-Verlag, Büdingen Gettenbach (1957)
  • Theodor Harmsen: Der magische Schriftsteller Gustav Meyrink, seine Freunde und sein Werk, beleuchtet anhand eines Rundgangs durch die Meyrink-Sammlung der Bibliotheca Philosophica Hermetica, Amsterdam, unter Verwendung weiterer Sammlungen. In de Pelikaan Amsterdam, 2009, ISBN 978-90-71608-25-4. In deutscher Sprache, 320 Seiten, reich illustriert.
  • Arnold Keyserling: Die Metaphysik des Uhrmachers von Gustav Meyrinck. Interpretation und Text. Verlag Bruno Martin, Südergellersen 1988, ISBN 3-921786-57-6, online
  • Egon Erwin Kisch: Mann ist Mann oder die Verwandlung des Bankiers Meyer. In: Prager Pitaval - Späte Reportagen Gesammelte Werke in Einzelausgaben II/2 hrsg. von Bodo Uhse und Gisela Kisch. Aufbau, Berlin u. Weimar/DDR 1969. S. 286–288.
  • Manfred Lube: Gustav Meyrink. Beiträge zur Biographie und Studien zu seiner Kunsttheorie. Dissertationen der Universität Graz Nr. 51. dbv-Verlag d. Univ. Graz, Graz 1980. ISBN 3-7041-9011-X.
  • Luis Montiel. (2013). Aweysha. Spiritual Epidemics and Psychic Contagion in the Works of Gustav Meyrink. In:RÜTTEN, Th.; KING, M. Eds. (2013) Contagionism and Contagious diseases. Medicine and Literature 1880–1933. Berlin, De Gruyter, 167-183. ISBN 978-3-11-030572-2.
  • Luis Montiel: El rizoma oculto de la psicología profunda. Gustav Meyrink y Carl Gustav Jung, Frenia, 2012, ISBN 978-84-695-3540-0.
  • Detlef Münch: Zeit–Egel, Schwarze Löcher, Künstliche Organe & Weltuntergang. Die Science Fiction des Grauens von Gustav Meyrink 1901–1916. Synergen, Dortmund 2005, ISBN 3-935634-48-X.
  • Jan Christoph Meister: Hypostasierung - die Logik mythischen Denkens im Werk Gustav Meyrinks nach 1907. Frankfurt/Bern/New York (Lang), 1987 (= Bd. 3 der Reihe ‘Hamburger Beiträge zur Germanistik’), ISBN 3-8204-9389-1.
  • Mohammad Qasim: Gustav Meyrink. Eine monographische Untersuchung. Dissertation (München, Philosophische Fakultät für Sprach- u. Literaturwiss. II). Heinz, Stuttgart 1981. ISBN 3-88099-099-9.
  • Mohammad Qasim: Gustav Meyrink. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 17, Duncker & Humblot, Berlin 1994, ISBN 3-428-00198-2, S. 404–406 (Digitalisat).
  • Angela Reinthal: Alchemie des Poeten – John Dee (1527–1608) in Gustav Meyrinks Roman „Der Engel vom westlichen Fenster“ (1927). In: Iliaster. Literatur und Naturkunde in der frühen Neuzeit. Festgabe für Joachim Telle zum 60. Geburtstag. Herausgegeben von Wilhelm Kühlmann und Wolf-Dieter Müller-Jahncke, Manutius Verlag, Heidelberg 1999, S. 221–239, ISBN 3-925678-87-5. Auch in: Faszination des Okkulten. Diskurse zum Übersinnlichen. Herausgegeben von Wolfgang Müller-Funk und Christa A. Tuczay. A. Francke-Verlag, Tübingen 2008, ISBN 978-3-7720-8259-7.
  • Frans Smit: Gustav Meyrink: het leven van een esoterisch auteur en geestelijk zoeker. Ankh-Hermes, Deventer 1986.
    • Übersetzung: Gustav Meyrink. Auf der Suche nach dem Übersinnlichen. Deutsch von Konrad Dietzfelbinger. Langen-Müller, München 1988. ISBN 3-7844-2162-8.
  • Thomas Wörtche: Phantastik und Unschlüssigkeit. Zum strukturellen Kriterium eines Genres. Untersuchungen an Texten von Hanns Heinz Ewers und Gustav Meyrink. Corian, Meitingen 1987, ISBN 3-89048-113-2.
  • Verna Schuetz: The bizarre literature of Hanns Heinz Ewers, Alfred Kubin, Gustav Meyrink, and Karl Hans Strobl. Madison WI, Univ. Diss. 1974
  • Dr. Carl Vogl: Bekenntnisse eines Pfarrers; Aegis-Verlag; Wien, Berlin 1930

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hartmut Binder: Gustav Meyrink. Ein Leben im Bann der Magie. Vitalis, Prag 2009. ISBN 978-3-89919-078-6. S. 83: „In der Meyrink-Literatur findet sich fast regelmäßig der Hinweis, Johann David Morgenstern sei ein Vetter oder naher Verwandter des Schriftstellers Christian Morgenstern gewesen […]. Es handelt sich um eine der zahlreichen Legenden, die sich um Meyrink ranken. Denn während Christian Morgenstern einer evangelischen Familie entstammte, geht aus einem Dokument des Teplitzer Rabbinats hervor, das sich in den Akten des Prager Handelsgerichts erhalten hat, daß der am 11. Mai 1862 in Teplitz geborene Kompagnon Meyrinks, ein Sohn des 1832 in Jirschitz, Bezirk Karolinenthal (Karlín) geborenen Destillateurs und Solicitators Leopold Morgenstern, jüdischer Herkunft war.“
  2. Angaben nach Gustav Meyrink: Der Golem. Ein Roman. Hamburg : Hoffmann und Campe 2015. "Zeittafel", S.381-383.
  3. Roland Reuß: Was man in Gespensterkreisen gerade so trägt, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. September 2010, Seite 32 (Rezension zweier Bücher über Meyrink)
  4. Marc Roberts: Das neue Lexikon der Esoterik. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2005. ISBN 3-89602-537-6. S. 183. und S. 459.
  5. Helmut Zander: Anthroposophie in Deutschland. Theosophische Weltanschauung und gesellschaftliche Praxis 1884–1945. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2007, ISBN 978-3-525-55452-4. Band I S. 699.
  6. Horst E. Miers: Lexikon des Geheimwissens. Goldmann, München 1993. ISBN 3-442-12179-5. S. 423 und S. 652
  7. Helmut Zander: Anthroposophie in Deutschland. Theosophische Weltanschauung und gesellschaftliche Praxis 1884–1945. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2007, ISBN 978-3-525-55452-4. Band I S. 840.
  8. Mitglied im Schachclub Starnberg 1920 e.V.
  9. Dreimaliger Clubmeister beim Schachclub Starnberg 1920 e.V. (1920/21, 1921/22, 1930/31)
  10. Horst E. Miers: Lexikon des Geheimwissens. Goldmann Verlag, München 1993, ISBN 3-442-12179-5. Seite 423 und S.652
  11. vgl. auch im Folgenden Carl Vogl: Bekenntnisse eines Pfarrers. Aegis-Verlag; Wien & Berlin 1930
  12. U.a. Friedrich Wichtl: Dr. Karl Krámář, der Anstifter des Weltkrieges. München 1918; (ders.): Freimaurermorde. Wien 1920 sowie Weltfreimaurerei - Weltrevolution - Weltrepublik. 11. Auflage, München 1928.
  13. vgl. Lennhoff, Posner, Binder: Internationales Freimaurerlexikon. Stand Februar 2000, S. 565 & S. 902.
  14. Theodor Harmsen: „Meine merkwürdigste Vision“: Okkultismus und Moderne in Gustav Meyrinks sonderbaren Geschichten

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Gustav Meyrink – Quellen und Volltexte
 Commons: Gustav Meyrink – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien