Gustav Schwalbe

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Gustav Schwalbe

Gustav Albert Schwalbe (* 1. August 1844 in Quedlinburg; † 23. April 1916 in Straßburg) war ein deutscher Anatom und Anthropologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwalbe lebte in seiner Kindheit in seiner Geburtsstadt an der Adresse Schmale Straße 393.[1] Er studierte an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin, der Universität Zürich und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Nach seiner Promotion zum Dr. med. (1866) wurde er 1870 Privatdozent an der Friedrichs-Universität Halle. 1871 wurde er Privatdozent an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und 1872 Assistenzprofessor an der Universität Leipzig.

1873 wurde Schwalbe Professor für Anatomie an der Universität Jena, 1881 an der Albertus-Universität Königsberg und ab 1883 an der Kaiser-Wilhelms-Universität Straßburg. 1893/94 war er ihr Rektor.[2] Am 14. Januar 1879 (Matrikel-Nr. 2213) wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.[3]

Gustav Schwalbe trat Rudolf Virchow, der den Neandertaler als Typus ablehnte, entgegen, und zeigte 1901 mit exakten Untersuchungsmethoden auf, dass man den Neandertaler vom heutigen Menschen unterscheiden kann.

Nach ihm sind die Corpuscula Schwalbe, der Schwalbesche Raum, das Schwalbesche Gesetz der Nervenverzweigung im Muskel und der Schwalbesche Kern benannt.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Theodor Mollison: Gustav Albert Schwalbe, in: Mitteldeutsche Lebensbilder, 1. Band Lebensbilder des 19. Jahrhunderts, Magdeburg 1926, S. 397–411

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohnerverzeichnis der Stadt Quedlinburg von 1849
  2. Rektoratsrede (HKM)
  3. Mitgliedseintrag von Gustav Schwalbe bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 11. August 2017.