Gustav Vogel (Lehrer)

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Gustav Vogel als Student in Göttingen im Jahr 1866

Gustav Vogel (* 13. Februar 1843 in Derental; † 7. Januar 1901 in Chur[1], Schweiz) war ein deutscher Gymnasiallehrer.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vogel wurde 1843 in Derental im Solling als Sohn des dortigen Dorflehrers geboren. Von ihm erhielt er auch den ersten Unterricht, bevor er auf das Gymnasium in Holzminden wechselte. Nach bestandenem Abitur ging er 1863 zum Studium der Theologie nach Göttingen an die Georg-August-Universität[2], wo er am 10. November 1863 in die Verbindung Holzminda eintrat, im Wintersemester 1865/66 deren Vorsitz übernahm und im selben Semester das Amt des Wildenhäuptlings im Göttinger Blasenconvent bekleidete. Am 3. Januar 1867 bestand er die erste theologische Prüfung und nahm eine Stelle als Hauslehrer in Hankensbüttel an. Seinen Militärdienst leistete er beim Braunschweigischen Infanterie-Regiment Nr. 92 ab. 1869 wurde er erster Lehrer an einer höheren Privatschule in Harzburg[3] und im Oktober desselben Jahres aufgrund seiner pädagogischen Fähigkeiten vom Konsistorialrat und Abt Wilhelm Hille an das Herzogliche Realgymnasium in Braunschweig, der heutigen Neuen Oberschule, versetzt. Seine zweite theologische Prüfung hatte er zwar am 13. Mai 1871 bestanden, er widmete sich jedoch beruflich ausschließlich dem Lehramt. Am Realgymnasium in Braunschweig blieb er bis zu seinem Tod 1901. Er wurde zweimal beerdigt: Nachdem er zuerst an seinem Todesort Chur in der Schweiz bestattet worden war, organisierten seine Schüler die Exhumierung und Überführung, sodass er am Palmsonntag 1901 auf dem Hauptfriedhof Braunschweig[4] seine letzte Ruhe finden konnte.

Er war Mitglied im Deutschen Sprachverein, in dem er sich bis zu seinem Tod als Schriftführer betätigte.[5]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erlebtes und Geschautes. Ländliche Bilder und Geschichten. Verlag Benno Goeritz, Braunschweig 1904.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Braunschweigisches Magazin. Braunschweig 1902, S. 10.
  2. Wilhelm Ebel: Die Matrikel der Georg-August-Universität zu Göttingen 1837–1900. Hildesheim 1974. (Nr. 49381, immatrikuliert am 17. Oktober 1863)
  3. Eberhard Völker: Geschichte des Werner-von-Siemens-Gymnasiums Bad Harzburg. Bad Harzburg 2004, S. 5.
  4. https://billiongraves.de/grave/Gustav-Vogel/12163191
  5. Muttersprache. Zeitschrift zur Pflege und Erforschung der deutschen Sprache. 1900, S. 84.