Gustav Jahn (Schriftsteller)

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Gustav Wilhelm Jahn (* 23. Februar 1818 in Sandersleben; † 29. März 1888 in Züllchow bei Stettin) war ein deutscher Volksschriftsteller, Dichter, Bürgermeister und Mitarbeiter/Vorsteher der Züllchower Anstalten. Unter seinen Söhnen gab es den Märchensammler Ulrich Jahn und Fritz Jahn, der sein Nachfolger als Leiter der Züllchower Anstalten wurde.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Hause aus Ackerbürger und Weißgerbermeister wie sein Vater, wurde Jahn 1852 Bürgermeister seiner Vaterstadt. Schon seit 1842 hatte er sich als christlicher Volksschriftsteller (unter dem Pseudonym Gustav Frisch) einen Namen gemacht und zahlreiche Beiträge im Volksblatt für Stadt und Land herausgebracht, darunter im Stile von Matthias Claudius geschriebene fiktive Briefe des „Schulzen Gottlieb“. Sein erfolgreichstes Werk war eine Nachdichtung des Hohenliedes.

1858 wurde er zur Leitung der Züllchower Anstalten berufen. Von vornherein war es Jahns Bestreben, den Anstalten neue Erwerbsquellen zu erschließen. Er initiierte und förderte die Vieh- und Feldwirtschaft, die Kunst- und Handelsgärtnerei sowie das Weihnachtshandwerk mit ihren evangelischen Krippenfiguren und den alten deutschen Familienspielen. Seine Aktivitäten gaben den Anstalten, die sich infolge des Zwangserziehungsgesetzes vom 13. März 1878 wesentlich vergrößert hatten, neue Impulse. Nachdem Jahn nach 30-jähriger Tätigkeit verstorben war, übernahm sein Sohn Fritz Jahn die Leitung der Anstalten.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Hohelied; In Liedern, 1845–1847
  • Gesammelte Schriften. 3 Bände. 1847–1849
  • Erzählungen fürs Volk, 1850
  • Die Deutschen Freiheitskriege 1813-1815, 1850
  • Kamerad Hechel. Ein Lebensbild aus den Befreiungskriegen, 1854
  • Der deutsche Krieg und Preußens Sieg im Jahre 1866, 1867
  • Der Krieg von 1870 und 1871. Dem deutschen Volk erzählt, 1871/1871

Sekundärliteratur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]