Gustavo Petro

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gustavo Francisco Petro Urrego (2013)

Gustavo Francisco Petro Urrego (* 19. April 1960 in Ciénaga de Oro, Departamento de Córdoba) ist ein kolumbianischer Ökonom, Politiker und ehemaliges Mitglied der Guerilla-Organisation Movimiento 19 de Abril (M-19). Er war Oberbürgermeister von Bogotá von 2012 bis 2015.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Petros Eltern waren Bauern und er besuchte die Schule in Zipaquirá.[1]

Im Alter von 22 Jahren wurde er von 1984 bis 1986 als Gemeinderat in das Kommunalparlament von Zipaquirá gewählt. Er studierte an der Universidad Externado de Colombia Volkswirtschaft und Öffentliche Verwaltung, mit einer Spezialisierung in Verwaltung von der „Escuela Superior de Administración Pública“ (ESAP). Danach ging er nach Belgien und arbeitete dort in der Botschaft seines Landes. Er hält ein Diplom eines Spezialstudiums „Bevölkerungsentwicklung and Umwelt“ der Katholischen Universität Löwen und startete ein Doktoratsprogramm „Neue Trends in der Betriebswirtschaft“ an der Universität Salamanca, welches noch unvollständig ist.[2]

Er behauptete mehrmals, dass er ein Doktorstudium an der Universidad Salamanca absolviert habe.[3][4][5][6] Laut mehreren kolumbianischen Medien hat er seine Dissertation niemals fertiggestellt.[7][8]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der der Jugendzeit schließt er sich mit 17 Jahren der Rebellengruppe Movimiento 19 de Abril an. Dadurch kam er zwei Jahre ins Gefängnis und ging danach in den Untergrund. Schließlich trat er der Polo Democrático Alternativo (PDA) bei.[1]

Im Jahr 1991 und 1995 wurde er als Abgeordneter ins Unterhaus des Kongresses gewählt. 2006 kam er in den Senat. Dort spezialisierte er sich auf das Aufdecken von Verbindungen zwischen dem damaligen Präsidenten Álvaro Uribe und den Paramilitärs.[1]

Im Wahlkampf um den Posten des Bürgermeisters trennte er sich von der PDA und löste Samuel Moreno Rojas ab, der schon im März 2011 wegen schlechter Amtsführung und Korruption zurücktreten musste. Am 30. Oktober 2011 wählten ihn die Bürger mit 32 Prozent zum zukünftigen Oberbürgermeister von Bogotá. Er hatte das Amt vom 1. Januar 2012 bis 6. Juni 2015 inne.

2017 startete er eine Kampagne zu den Präsidentschaftswahlen in Kolumbien 2018 für das Movimiento Progresista, deren politischer Führer er seit 2001 ist.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Jürgen Vogt: Von der Guerilla bis ins Rathaus. In: die tageszeitung. 1. November 2011, abgerufen am 3. November 2011.
  2. Gustavo Francisco Petro Urrego lasillavacia.com, abgerufen am 24. Januar 2018 (spanisch)
  3. Gustavo Petro, el 'progresista'
  4. Perfil del nuevo alcalde de Bogotá
  5. Mi doctorado", Petro, en entrevista de 2011
  6. El doctorado de Petro
  7. Los tres títulos falsos de Gustavo Petro
  8. Petro, otro que presume de doctorado, sin tenerl
  9. Website der Wahlkampagne (spanisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]