Gustavo Petro

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Gustavo Francisco Petro Urrego (2013)

Gustavo Francisco Petro Urrego (* 19. April 1960 in Ciénaga de Oro, Departamento de Córdoba) ist ein kolumbianischer Ökonom, Politiker und ehemaliges Mitglied der Guerilla-Gruppe „M-19“. Von 2012 bis 2015 war er Oberbürgermeister der Hauptstadt Bogotá.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gustavo Petros Eltern waren Bauern. Die Schule besuchte er in Zipaquirá.[1]

Nach dem Schulabschluss studierte Gustavo Petro Wirtschaftswissenschaft an der Privatuniversität Universidad Externado de Colombia in Bogotá Volkswirtschaft und Öffentliche Verwaltung, mit einer Spezialisierung in Verwaltung von der „Escuela Superior de Administración Pública“ (ESAP). Danach ging er 1994 nach Belgien und arbeitete dort in der Botschaft seines Landes. Gleichzeitig begann er ein Spezialstudium „Bevölkerungsentwicklung and Umwelt“ an der Katholischen Universität Löwen.[2] Nach seiner Rückkehr 1996 nach Kolumbien begann er ein von der Universität Jorge Tadeo Lozano in Bogotá vermitteltes Doktorratsprogramm „Neue Trends in der Betriebswirtschaft“ der Universität Salamanca (Spanien). Dies verursachte öffentliche Spekulationen wegen eines angeblichen Diploms.[3]

Kontroversen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er behauptete und so wurde es auch in Teilen der kolumbianischen Presse dargestellt dass er ein Doktorstudium an der Universität Salamanca absolviert habe[4][5] und laut mehreren kolumbianischen Medienberichten, vor allem im El Espectador, er seine Dissertation niemals fertiggestellt habe.[6][7] Zur Studienforschung wollte Petro nach Spanien reisen, brach aber nie dazu auf weil er von politischen Verpflichtungen daran gehindert wurde, wie er sagte.[8]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der der Jugendzeit schloss er sich mit 17 Jahren der Guerillagruppe „M-19“ an. Wegen unerlaubtem Waffenbesitz verbrachte er zwei Jahre im Gefängnis und ging danach in den Untergrund.[9] Schließlich trat er dem Polo Democrático Alternativo (PDA) bei.[1]

Im Jahr 1991 und 1995 wurde er als Abgeordneter ins Unterhaus des Kongresses gewählt. 2006 kam er in den Senat. Dort spezialisierte er sich auf das Aufdecken von Verbindungen zwischen dem damaligen Präsidenten Álvaro Uribe und den Paramilitärs.[1]

Im Wahlkampf um den Posten des Bürgermeisters trennte er sich von der PDA und löste Samuel Moreno Rojas ab, der schon im März 2011 wegen schlechter Amtsführung und Korruption zurücktreten musste. Am 30. Oktober 2011 wählten ihn die Bürger mit 32 Prozent zum zukünftigen Oberbürgermeister von Bogotá. Er hatte das Amt vom 1. Januar 2012 bis 6. Juni 2015 inne.

2017 startete er eine Kampagne zu den Präsidentschaftswahlen in Kolumbien 2018 für das Movimiento Progresista, deren politischer Führer er seit 2001 ist.[10] Er schaffte es als erster Kandidat der Linken in die Stichwahl am 17. Juni 2018 gegen Iván Duque.[11]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Jürgen Vogt: Von der Guerilla bis ins Rathaus. In: die tageszeitung. 1. November 2011, abgerufen am 3. November 2011.
  2. Gustavo Francisco Petro Urrego lasillavacia.com, abgerufen am 24. Januar 2018 (spanisch)
  3. Gustavo Petro contesta a reparos sobre sus títulos universitarios elespectador.com, abgerufen am 6. Juni 2018 (spanisch)
  4. Mi doctorado", Petro, en entrevista de 2011
  5. El doctorado de Petro
  6. Los tres títulos falsos de Gustavo Petro
  7. Petro, otro que presume de doctorado, sin tenerl
  8. Gustavo Petro contesta a reparos sobre sus títulos universitarios elespectador.com, abgerufen am 6. Juni 2018 (spanisch)
  9. Colombia: Can leftist Gustavo Petro become president? Al Jazeera, 27. Mai 2018, abgerufen am 27. Mai 2018.
  10. Website der Wahlkampagne (spanisch)
  11. Hintergrundnachrichten «Heute Morgen» von Radio SRF, srf.ch vom 29. Mai 2018, ab Minute 5:15

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]