Gustl Datz

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Gustl Datz (* 5. Dezember 1904 in Steinheim; † nach 1984[1]) war ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datz war vor allem als Theaterschauspieler tätig. Er spielte unter anderem am Jägerndorfer Stadttheater[2], an der Lore-Bronner-Bühne in München[3] sowie an Bayerischen VolkstheaternKomödienstadl[4] 1971 wirkte er neben Hannelore Schroth in der deutschen Erstaufführungen von Eli Sagas Meine Mutter, die Generalin am Münchner Theater an der Leopoldstraße mit und trat mit den Ensemble auch bei einem Gastspiel in Tel Aviv auf.[5]

Daneben arbeitete Datz seit den 1950er Jahren umfangreich bei Film und Fernsehen. Er spielte neben Rudolf Lenz in der Ganghofer-Verfilmung Das Schweigen im Walde, neben Heinz Rühmann in Der Pauker und neben Gerhard Polt in dessen Satire Kehraus. Außerdem arbeitete er mit zahlreichen namhaften Regisseuren zusammen: Mit Rainer Werner Fassbinder in Der amerikanische Soldat, mit Bernhard Sinkel in Lina Braake oder Die Interessen der Bank können nicht die Interessen sein, die Lina Braake hat, mit Thomas Fantl in Die Zeit der Schuldlosen und mit Hans W. Geissendörfer in Der Fall Lena Christ. Darüber hinaus übernahm Datz Gastrollen in zahlreichen Fernsehserien wie Derrick, Das Kriminalmuseum, Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger und Graf Yoster gibt sich die Ehre.

Überdies arbeitete er als Sprecher für Hörspielproduktionen und Synchronisation. Dabei lieh er seine Stimme Martin Brandt in Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiß, Delos V. Smith jr. In Einer flog über das Kuckucksnest, Harry Davenport in Ritt zum Ox-Bow und Paul Hagen in der westdeutschen Fassung der Olsenbande.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1955: Das Schweigen im Walde
  • 1957: Die Eintagsfliege
  • 1957: Jean
  • 1958: Der Pauker
  • 1960: Ein Weihnachtslied in Prosa
  • 1961: Der Mann von drüben
  • 1961: Treibjagd
  • 1962: Die Glocken von London
  • 1964: Katharina Knie – Ein Seiltänzerstück
  • 1965: Der müde Theodor
  • 1965: Damen und Husaren
  • 1964: Die Zeit der Schuldlosen
  • 1966: Pflicht ist Pflicht
  • 1966: Oberst Chabert
  • 1966: Standgericht
  • 1967: Neapolitanische Hochzeit
  • 1968: Herr Kannt gibt sich die Ehre
  • 1969: Katzenzungen
  • 1969: Eine Frau ohne Bedeutung
  • 1969: Die Kleinbürger
  • 1970: Der Kirschgarten
  • 1971: Iwanow
  • 1972: 8051 Grinning
  • 1973: Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen
  • 1973: Liebe leidet mit Lust
  • 1970: Der Fall Lena Christ
  • 1970: Der amerikanische Soldat
  • 1970: Wie kurz ist die Zeit zu lieben
  • 1974: Output
  • 1975: Lina Braake oder Die Interessen der Bank können nicht die Interessen sein, die Lina Braake hat
  • 1979: Lucky Star
  • 1982: Der starke Stamm
  • 1983: Kehraus
  • 1984: Tapetenwechsel

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Über ein Todesdatum ließen sich keine Hinweise finden
  2. Der legendäre Geiger Gerhard Taschner: vom ersten Bogenstrich gefangen, Walter Gerstberger (Hrsg.), Verlag B. Wissner, 1998, S. 22.
  3. http://www.ibsen.net/index.gan?id=11136755&subid=0
  4. Archivlink (Memento des Originals vom 15. November 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.volkstheater-fan.de
  5. Ephraim Lhav: Mutter Generalin uns Sohn, in: Hamburger Abendblatt vom 20. August 1971