Gut Schnellenberg

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Das Gut Schnellenberg ist ein Rittergut am westlichen Stadtrand von Lüneburg. Es befindet sich seit dem 14. Jahrhundert im Besitz des Adelsgeschlechts von Meding.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hof ist im Jahr 1360 erstmals belegt, da zu diesem Zeitpunkt das Geschlecht von Meding mit dem Gut belehnt wurde. Innerhalb des verzweigten Geschlechts entstand später das Haus Schnellenberg.

Ab dem 16. Jahrhundert entstand die Gutsanlage ähnlich der heutigen Form. Eine heute denkmalgeschützte Kapelle im Fachwerkbau wurde vermutlich um 1674 erneuert. Um 1800 entstand das heutige Arbeiterwohnhaus mit Halbwalmdach. 1802 wurde das klassizistische Herrenhaus, ebenfalls mit Halbwalmdach, fertiggestellt[1]; der Entwurf kam vermutlich von Christian Ludwig Ziegler.

Gut Schnellenberg war bis ins 18. Jahrhundert Sitz eines Patrimonialgerichts. Im April 1945 war es Gefechtsstand des letzten deutschen Stadtkommandanten von Lüneburg, Oberst Hellmuth von Bülow, der Lüneburg durch geschicktes Taktieren als offene Stadt vor der Zerstörung bewahren konnte. 1974 wurde die südlich des Guts angrenzende Gemeinde Oedeme nach Lüneburg eingemeindet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eintrag von Stefan Eismann zu Gut Schnellenberg in der wissenschaftlichen Datenbank „EBIDAT“ des Europäischen Burgeninstituts

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Informationsseite des Freundeskreises des Denkmalschutzes in Lüneburg und das Ortskuratorium, auf denkmalschutz-lueneburg.de, abgerufen am 20. Dezember 2015.

Koordinaten: 53° 14′ 13″ N, 10° 22′ 25,2″ O