Gutmannshöhle

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Gutmannshöhle
Пещера "Gutmaņa ala" - Vadik 01 - Panoramio.jpg
Lage: Lettland
Höhe: 34 m
Geographische
Lage:
57° 10′ 35″ N, 24° 50′ 37,5″ OKoordinaten: 57° 10′ 35″ N, 24° 50′ 37,5″ O
Gutmannshöhle (Lettland)
Gutmannshöhle
Geologie: Buntsandstein
Typ: Kluft- und Spaltenhöhle
Gesamtlänge: 18,8 m
Besonderheiten: Nationale Bekanntheit durch eine Sage

Die Gutmannshöhle (lettisch: Gūtmaņa ala) ist eine Höhle im Gebiet der lettischen Stadt Sigulda am Rande des 1974 gegründeten Gauja-Nationalparks.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gutmannshöhle befindet sich unweit der Burg Turaida am Ufer der Gauja.[1]

Das Tal der Gauja entstand zum Ende der letzten Eiszeit. Der Fluss formte in dem hügeligen, von rotgelbem Buntsandstein geprägten Gelände ein im Baltikum einzigartiges Erosionstal mit kleinen Höhlen, Grotten und überhängenden Felspartien. Mit bis zu 85 Meter hohen Felswänden und lichten Wäldern ist der Bereich der Gutmannshöhle und der unmittelbar südlich folgenden Victorhöhle von beeindruckender landschaftlicher Schönheit.

Die mit einem etwa 10 Meter hohen „Mundloch“ im Gelände stets auffällige Höhle ist seit Jahrhunderten Ziel von Besuchern, sie diente als Notquartier und Jagdlager, inzwischen wird sie als eine Touristenattraktion im Nationalpark angepriesen.

Am Eingang und im Inneren der Höhle, zum Teil an unzugänglichen Stellen, sind zahllose Zirkel und Wappen von Studentenverbindungen eingekratzt. Sie stammen aus den 100 Jahren von 1840 bis 1940; viele Zahlen sind trotz der Verwitterung noch gut lesbar.

Siehe auch: Präsidenkonvent

Legenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Rose von Turaida, eine Sage aus dem 17. Jahrhundert, verhalf der Gutmannshöhle in Lettland zu landesweiter Berühmtheit. In dieser Höhle wählte Maija – die tragische Hauptfigur dieser Sage – den Tod als einzigen Ausweg, um ihre Ehre zu retten. Schon vor über zweihundert Jahren begannen Liebespaare zu dieser Stätte zu „wallfahren “ und hinterließen in den Sandsteinwänden der Höhle unzählige Merkzeichen und Initialen.
  • In der Höhle entspringt eine Quelle, der Heilkräfte zugesprochen werden: man trinkt von dem Wasser, damit die Liebe und die Treue in der Ehe ewig dauert, junge Mädchen waschen damit das Gesicht, um für immer jung und schön zu bleiben.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen und Zirkel
  • Jochen Könnecke, Vladislav Rubzov: Lettland. In: DuMont Kunstreiseführer. DuMont Reiseverlag, Ostfildern 2005, ISBN 3-7701-6386-9, Küstenregion nördlich von Riga, der Gauja-Nationalpark, S. 185–193.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gutmannshöhle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Museumsreservat Turaida (Memento vom 28. Juli 2007 im Internet Archive)