Guttau

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Dieser Artikel behandelt Guttau in der Lausitz. Für Guttau, Ortsteil von Grömitz in Holstein, siehe Guttau (Grömitz).

51.25888888888914.560277777778146Koordinaten: 51° 15′ 32″ N, 14° 33′ 37″ O

Guttau
HućinaVorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/Alternativname
Gemeinde Malschwitz
Wappen der ehemaligen Gemeinde Guttau
Höhe: 146 m
Einwohner: 371 (31. Dez. 2008)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 2013
Postleitzahl: 02694
Vorwahl: 035932
Guttau (Sachsen)
Guttau

Lage von Guttau in Sachsen

Guttau, sorbisch Hućina, ist ein Ortsteil von Malschwitz im ostsächsischen Landkreis Bautzen. Es zählt zur Oberlausitz, gehört zum offiziellen Siedlungsgebiet der Sorben und hat 371 Einwohner.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten]

Guttau liegt im Osten des oben genannten Landkreises am Südrand der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. So befinden sich in der Umgebung mehrere große Teiche. Der Ort befindet sich etwa 11 km nordöstlich der Kreisstadt Bautzen in der Nähe der Talsperre Bautzen und liegt nördlich der A 4. Diese ist über den Anschluss Bautzen-Ost (ca. 10 km) zu erreichen. Nordwestlich von Guttau fließt die Spree.

Geschichte[Bearbeiten]

Guttau wurde am 25. Februar 1222 erstmals urkundlich erwähnt.

Für seine Statistik über die sorbische Bevölkerung in der Oberlausitz ermittelte Arnošt Muka um 1885 eine Bevölkerungszahl von 340 Einwohnern; davon waren 318 Sorben (94 %) und 22 Deutsche.[2]

Am 1. Januar 2013 wurde die Gemeinde Guttau nach Malschwitz eingegliedert. Zuvor verband beide Gemeinden seit 1996 die Verwaltungsgemeinschaft Malschwitz. Die Gemeinde Guttau bestand vor ihrer Auflösung aus den folgenden neun Ortsteilen:

Zu Guttau gehörte auch der 1938 eingemeindete Ortsteil Neudörfel, ein Häuslerabbau in den Fluren Guttau und Kleinsaubernitz, geteilt durch das Alte Fließ (auch Dubrauker Fließ genannt)[4]. Die Gemeinde hatte am 31. Dezember 2011 1581 Einwohner und eine Fläche von 41,66 km².

Politik[Bearbeiten]

Für Guttau und Brösa gilt die Ortschaftsverfassung.

Der Gemeinderat von Guttau bestand zuletzt aus zwölf Mitgliedern, darunter drei Frauen. Er setzte sich wie folgt zusammen:

Parteien und Wählergemeinschaften 2009 2004
 % Sitze  % Sitze
Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) 46,7 6 52,5 7
Freie Demokratische Partei (FDP) 34,8 5 31,8 4
Die Linke (2004: PDS) 10,3 1 15,7 1
Bündnis Arbeit, Familie, Vaterland - Liste Henry Nitzsche e.V. 5,8 0 - 0
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 2,3 0 - 0
gesamt 100,0 12 100,0 12
Wahlbeteiligung 58,4 % 59,2 %

Letzter Bürgermeister der Gemeinde Guttau war Andreas Skomudek (FDP).

Partnerorte[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Naturlehrpfad in der Teichgruppe Guttau zwischen Guttau und dem Ortsteil Wartha
  • Naturschutzgebiete Auewald Guttau (Eichelgarten) und Eisenberg (im Volksmund "Kliensberg" genannt)
  • Fischereimuseum in Guttau

Bildung[Bearbeiten]

In Guttau gibt es eine Grundschule. Die nächstgelegene Mittelschule befindet sich in Malschwitz.

Literatur[Bearbeiten]

  • Cornelius Gurlitt: Guttau. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 31. Heft: Amtshauptmannschaft Bautzen (I. Teil). C. C. Meinhold, Dresden 1908, S. 94.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Guttau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. Angabe der Gemeindeverwaltung Guttau
  2.  Ernst Tschernik: Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung. Akademie-Verlag, Berlin 1954, S. 53.
  3. Stand: 31. Dezember 2008; Angaben der Gemeindeverwaltung Guttau
  4. Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft (= Werte der deutschen Heimat. Band 67). 1. Auflage. Böhlau, Köln/ Weimar/ Wien 2005, ISBN 3-412-08903-6, S. 295.