Gutweiler

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Gutweiler
Gutweiler
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Gutweiler hervorgehoben
Koordinaten: 49° 43′ N, 6° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Ruwer
Höhe: 305 m ü. NHN
Fläche: 2,51 km2
Einwohner: 642 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 256 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54317
Vorwahl: 06588
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 038
Adresse der Verbandsverwaltung: Untere Kirchstraße 1
54320 Waldrach
Webpräsenz: www.ruwer.de
Ortsbürgermeister: N.N.
Lage der Ortsgemeinde Gutweiler im Landkreis Trier-Saarburg
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Über dieses Bild
Gutweiler von Westen gesehen

Gutweiler an der Ruwer ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Ruwer an, die ihren Verwaltungssitz in Waldrach hat. Der Ort liegt im moselfränkischen Sprachraum.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der älteste gesicherte urkundliche Nachweis über den Ort Gutweiler stammt aus dem Jahr 1098, als Kaiser Heinrich IV. dem Trierer Erzbischof Engelbert seine Rechte an 57 verschiedenen Ortschaften, darunter auch Gudewilre, bestätigt. Bei einer älteren Urkunde aus dem Jahr 980, in welcher ein Ort Wilre genannt wird, ist der Bezug zu Gutweiler noch nicht hinreichend gesichert.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsgemeinderat in Gutweiler besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Ortsgemeinderat:[2]

Wahl SPD CDU WG Meyer Gesamt
2014 1 4 7 12 Sitze
2009 4 8 12 Sitze
2004 3 9 12 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1986 stand Günter Jakobs der Gemeinde als Ortsbürgermeister vor.[3] Mit Ablauf des 30. April 2018 legte Jakobs das Amt nieder. Sein Vorgänger Franz Meier (* 10. April 1922, † 4. Dezember 2004) hatte dieses Amt 33 Jahre lang ausgeübt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Von Silber vor Rot gespalten, vorn das durchgehende, rote kurtrierische Kreuz, hinten ein silberner Schlangenstab.

Wappenbegründung: Bis zum Ende der Feudalzeit, um 1800, gehörte Gutweiler zum Kurfürstentum Trier. Als Hinweis auf diese jahrhundertelange Landeszugehörigkeit steht im ersten Feld des Gemeindewappens das kurtrierische Kreuz. Seit alters her sind Patrone der Kirche und Gemeinde Gutweiler die Heiligen Cosmas und Damianus. Sie führen als Attribut einen Schlangenstab. Im zweiten Feld ist dieses Attribut der Ortspatrone aufgenommen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholisches Pfarrhaus, mit Kirche

Ortsbildprägend sind vor allem die denkmalgeschützte katholische Kirche sowie das angegliederte Pfarrhaus.

Katholische Kirche St. Cosmas und Damian[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche St. Cosmas und Damian wurde 1895 im neugotischen Stil erbaut. Architekt war Eberhard Lamberty aus Trier, der ausführende Baumeister Peter Ambré aus Waldrach. Der Grundstein vom 10. Juni 1895 ist in der Außenmauer eingelassen. 1898 wurde die Kirche eingeweiht. Der schlichte Saalbau mit drei Fensterachsen ersetzte die baufällig gewordene alte Kapelle. 1953 wurde nach Plänen des Architekten Gerold Dietrich aus Trier ein 22 m hoher Kirchturm als Querbau zum Kirchenschiff errichtet, der auch als Eingangshalle dient, nachdem der ursprüngliche achteckige Turmaufsatz 1949 abgerissen werden musste. Das neugotische Säulenportal blieb erhalten. Der Turm ist das Wahrzeichen des Ortes Gutweiler.[4]

In der Kirche befindet sich ein Votivaltar aus Stein, der 1634 von Dekan Dr. Johannes Binsfelt gestiftet wurde, und zwei in den Seitennischen stehende Steinfiguren der Heiligen Cosmas und Damian aus grauem Sandstein aus dem 17. Jahrhundert. Von der reichen Innenausstattung der Bauzeit existieren heute nur noch die Kanzel mit den geschnitzten Reliefs der Evangelisten, die 1902 angeschaffte Orgel mit dem neugotischen Orgelgehäuse und die Kirchenbänke.

Vereine/Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehr Gutweiler, gegründet 1928, mit der Jugendfeuerwehr Gutweiler/Korlingen, gegründet 1999
  • Sportverein Gutweiler, gegründet 1969, bestehend aus den Abteilungen Fußball, Tennis, Volleyball, 2. Weg und Gymnastik
  • Altenberghalle

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilweise auf dem Gebiet der Ortsgemeinde Gutweiler befindet sich das Gewerbegebiet Gusterath-Tal. Gutweiler liegt an den Kreisstraßen 57 und 64. Der Ort verfügt über eine kommunale Kindertagesstätte für Kinder aus Gutweiler, Korlingen und Sommerau.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande wurden geehrt:

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gutweiler – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  3. Trierischer Volksfreund
  4. http://www.katholische-kirche-ruwertal.de/index.php/gutweiler