Guyancourt

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Guyancourt
Wappen von Guyancourt
Guyancourt (Frankreich)
Guyancourt
Region Île-de-France
Département Yvelines
Arrondissement Versailles
Kanton Montigny-le-Bretonneux
Gemeindeverband Communauté d’agglomération Saint-Quentin-en-Yvelines
Koordinaten 48° 46′ N, 2° 4′ OKoordinaten: 48° 46′ N, 2° 4′ O
Höhe 110–167 m
Fläche 13,00 km²
Einwohner 27.546 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 2.119 Einw./km²
Postleitzahl 78280
INSEE-Code
Website www.ville-guyancourt.fr

Kirche Saint-Victor in Guyancourt

Guyancourt ist eine französische Gemeinde mit 27.546 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Yvelines in der Region Île-de-France.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flugplatz Guyancourt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen Guyancourt und Voisins-le-Bretonneux existierte früher ein Flugplatz. Das Aérodrome de Guyancourt wurde im Oktober 1930 eröffnet. Initiator war die Firma Caudron, die in Folge auf Grund von wirtschaftlichen Schwierigkeiten 1933 von Renault übernommen wurde. Der Flugplatz diente fortan als Werksflugplatz von Caudron-Renault. Louis Renault rüstete die Flugzeuge mit den eigenen Motoren aus.

Charles Fauvel führte 1933 hier Flugversuche mit einem Nurrflügler durch und im November 1934 kam Hélène Boucher hier bei einem Flugunfall ums Leben.

Während der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg diente der Flugplatz der Deutschen Luftwaffe. Hier lagen bis auf den Juli/August 1944, als hier unter anderem mit der 4. Staffel der Aufklärungsgruppe 123 (4.(F)/123) auch Einsatzverbände lagen, meist nur Jagflugzeug-Schulverbände. Zwischen Anfang Juni 1941 und November 1942 handelte es sich dabei um die 2. Staffel der Jagdfliegerschule 5 (2./JFS 5). Von April bis Ende August 1943 lag hier dann die 2. Staffel des Jagdgeschwaders 105 (2./JG 105) und anschließend noch bis Dezember 1943 die Jagdlehrerüberprüfungsgruppe.

Nach dem Krieg wurde der Flugplatz wieder zivil genutzt und diente fortan dem Luftsport. Der Flugplatz wurde zum 1. Oktober 1989 wegen Sicherheitsbedenken geschlossen und die hiesigen Luftsportvereine mussten nach Étampes-Mondésir ausweichen. Heute befinden sich an Stelle des früheren Flugplatzes die Stadtviertel Villaroy und Europe.

Szenen für eine Reihe von Spielflilmen wurden hier gedreht, unter anderem für "Lindbergh – Mein Flug über den Ozean".

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guyancourt liegt im Osten von Yvelines, etwa 30 Kilometer südwestlich von Paris. In dem Dorf Bouvier, das in Guyancourt eingemeindet wurde, befindet sich die Festung Batterie de Bouviers.

Die angrenzenden Gemeinden sind Versailles im Nordosten, Buc im Osten, Châteaufort im Südosten, Magny-les-Hameaux im Süden, Voisins-le-Bretonneux im Südwesten, Montigny-le-Bretonneux im Westen und Saint-Cyr-l’École im Nordwesten.

Das Stadtzentrum erstreckt sich um die Kirche Saint-Victor, ebenso wie die Bauernhöfe Bel-Ebat und Châteauneuf.

Guyancourt besteht aus elf Stadtteilen mit den Namen:

  • Quartier du Centre Ville
  • Quartier de Bouviers
  • Quartier des Garennes
  • Quartier de l’Europe
  • Quartier du Pont du Routoir
  • Quartier des Saules
  • Quartier du Parc
  • Quartier des Chênes
  • Quartier des Sangliers
  • Quartier de La Minière
  • Quartier de Villaroy

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[1]
Jahr 1793 1856 1901 1946 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008
Einwohner 548 577 614 856 1.244 1.493 3.450 10.983 18.305 25.079 28.600

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerstädte von Guyancourt sind Pegnitz in Bayern, Linlithgow in Schottland und Comé in Benin.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Guyancourt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. bis 1962: Cassini, ab 1968: INSEE