Gyékényes

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Gyékényes
Wappen von Gyékényes
Gyékényes (Ungarn)
Gyékényes
Gyékényes
Basisdaten
Staat: Ungarn
Region: Südtransdanubien
Komitat: Somogy
Kleingebiet bis 31.12.2012: Csurgó
Koordinaten: 46° 14′ N, 17° 0′ OKoordinaten: 46° 14′ 8″ N, 17° 0′ 2″ O
Fläche: 33,76 km²
Einwohner: 949 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte: 28 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+36) 82
Postleitzahl: 8851
KSH kódja: 30960
Struktur und Verwaltung (Stand: 2014)
Gemeindeart: Gemeinde
Bürgermeister: István Kisiván (parteilos)
Postanschrift: Szabadság tér 7
8851 Gyékényes
Website:
(Quelle: A Magyar Köztársaság helységnévkönyve 2011. január 1. bei Központi statisztikai hivatal)

Gyékényes ist eine Gemeinde im Komitat Somogy im Südwesten Ungarns, etwa einen Kilometer von der Grenze zu Kroatien entfernt. Die nächste größere Stadt ist Nagykanizsa, etwa eine halbe Autostunde von Gyékényes entfernt. Im Ort befindet sich mit dem Kotró ein überregional bekannter Baggersee, der zu einem Naturschutzgebiet gehört.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gyékényes wurde um 1380 erstmals urkundlich erwähnt. Nach dem Fall von Nagykanizsa 1600 in einem der Türkenkriege, wurde das Dorf von den Türken erobert.[2] Erst gegen Ende der Zweiten Wiener Türkenbelagerung kam das Gebiet Ende des 17. Jahrhunderts wieder in christlichen Besitz. 1859 brannte ein bedeutender Teil des Dorfes ab. Die bis dann selbständigen Siedlungen Alsógyékényes und Felsőgyékényes vereinigten sich unter dem Namen Gyékényes, wodurch die heutige Gemeinde entstand. 1870 wurde die Bahnstrecke von Gyékényes in Richtung Kroatien eröffnet, der erste Zug von Gyékényes nach Zagreb verkehrte am 5. Jänner des gleichen Jahres. Seit 1932 wird am Rande der Siedlung Kiestagebau betrieben[2], der einen wichtigen Arbeitgeber für die Einwohner des Orts und den Grund für die Errichtung des Baggersees darstellt.

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gyékényes ist von waldreichem Gebiet geprägt. Seit 1996 ist der Ort Teil des Duna-Dráva-Nationalparks. Es finden sich Riedwald und Schachblumen, außerdem nistet der Waldstorch im Gemeindegebiet.[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftbild der katholischen Kirche von Gyékényes

Eine wichtige Sehenswürdigkeit ist die römisch-katholische Kirche Szent József im Stil des Klassizismus. Das Altarbild wurde 1886 vom ungarischen Künstler Károly Jakobey gestaltet. Die evangelische Kirche wurde 1887 im neugotischen Stil nach den Plänen von Valentin Morandini errichtet.[1]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gyékényes ist ein Bahnknoten und einer der ungarischen Grenzbahnhöfe von und nach Kroatien. Im Bahnhof sind die Bahnstrecken (Budapest–)Székesfehérvár–Gyékényes, Dombóvár–Gyékényes, Gyékényes–Pécs und Gyékényes–Dugo Selo(–Zagreb) miteinander verknüpft.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gyékényes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Gyékényes in zungarn.de (abgerufen am 30. Juni 2012)
  2. a b Gyékényes auf gyekenyes-szallasajanlo.hu (abgerufen am 30. Juni 2012)