György Dragomán

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Anna T. Szabó: György Dragomán (2007)

György Dragomán (* 10. September 1973 in Târgu Mureș, Rumänien) ist ein ungarischer Schriftsteller und Übersetzer. Sein Roman „Der weiße König“ (2005) ist in 30 Sprachen übersetzt worden. Im Juli 2008 brachte es der Roman auf Platz 1 der ORF-Bestenliste.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten fünfzehn Jahre seines Lebens verbrachte Dragomán in Târgu Mureș verbracht, als Angehöriger der in Siebenbürgen lebenden ungarischen Minderheit in Rumänien. 1988 emigrierten seine Eltern, Zahnarzt und Lehrerin, mit ihm und einem jüngeren Bruder nach Szombathely in Ungarn. Er studierte Sprachen an der Loránd-Eötvös-Universität in Budapest.

Seinen ersten Roman veröffentlichte Dragomán 2002: Unerledigte Genesis ist eine dunkle und brutale Geschichte über drei Tage im Leben eines jungen Architekten beim Militär, der zum Zeugen eines Genozids wird. Dragomán wurde für dieses Buch 2003 mit dem ungarischen Bródy-Preis für das beste Debüt des Jahres ausgezeichnet. Dragomán hat in einer zehnjährigen Arbeit Samuel Becketts Novelle Watt ins Ungarische übersetzt. Er übersetzte außerdem Prosa von Irvine Welsh, James Joyce und Ian McEwan. Für Der weiße König erhielt Dragomán hervorragende Kritiken in der New York Times und anderen internationalen Zeitungen.

Der Autor lebt mit seiner Frau, der Lyrikerin Anna T. Szabó,[1] und zwei Kindern bei Budapest in Budaörs.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • A pusztítás könyve. Balassi Kiadó, Budapest 2002, ISBN 963-506-473-X, (Das Buch der Vernichtung)
  • A fehér király. Magvető Kiadó, Budapest 2005, ISBN 963-14-2437-5
    • Der weiße König. Aus dem Ungar. von Laszlo Kornitzer. Frankfurt, M. : Suhrkamp, 2008
  • Máglya. Magvető Kiadó, Budapest 2014, ISBN 978-963-14-2997-8
    • Der Scheiterhaufen. Aus dem Ungarischen von Lacy Kornitzer. Berlin : Suhrkamp, 2015

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: György Dragomán – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Szabó T., Anna bei WorldCat sowie Anna T. Szabó in der ungarischen Wikipedia