Gyeongjong (Joseon)

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Gyeongjong
20. König der Joseon-Dynastie

Namensschreibweisen
Hangeul 경종
Hanja 景宗
Revidierte Romanisierung Gyeongjong
McCune-Reischauer Kyŏngjong
Regierungszeit
Regierungszeit von 12. Juli 1720
Regierungszeit bis 11. Oktober 1724
Vorgänger König Sukjong
Nachfolger König Yeongjo
Lebensdaten
Geboren am 20. November 1688
Geburtsort Changdeokgung-Palast, Hanseong
Geburtsname 이윤
Hanja 李昀
Revidierte Romanisierung Yi Yun
McCune-Reischauer Yi Yun
Vater König Sukjong
Mutter Gemahlin Hui des Jang Klans
Todesdaten
Gestorben am 11. Oktober 1724
Grabstätte Grabmal Donggureung, Stadt Guri, Provinz Gyeonggi-do
Ehepartner, Mätressen, Nachkommen
Frau(en) Königin Danui
Königin Seonui

Gyeongjong (koreanisch: 경종) (* 20. November 1668 in Joseon; † 11. Oktober 1724 ebenda) war während seiner Regierungszeit von 1720 bis 1724 der 20. König der Joseon-Dynastie (조선 왕조) (1392–1910) in Korea.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

König Gyeongjong wurde unter dem Namen Yun () geboren und war erstgeborener Sohn des Königs Sukjong (숙종) und Sohn des Königs Konkubine Hui-bin (희빈). Da König Sukjongs zweite Frau, Königin Inhyeon (인현), unfruchtbar gewesen war und seiner erste Frau Königin Ingyeong (잉영) drei Todgeburten hatte und früh verstarb[2], sollte Yun König werden, was zu Konflikten am Hofe führte. Nachdem öffentlich wurde, dass Hui-bin einen Schamanen konsultiert hat, um ihrem Sohn zum Thron verhelfen zu können, wurde sie zum Tode verurteilt und hingerichtet. Gyeongjong wurde König und war damit zu der Zeit der siebte König der Joseon-Dynastie, der von einer Konkubine des Königs stammte.[3]

Gyeongjong war nur vier Jahre im Amt und wurde während seiner Amtszeit von der Noron-Fraktion (Anhänger der alten Doktrin) dazu gedrängt, seinen jüngeren Bruder Yeoning (여닝) zum Kronprinz zu ernennen, der nach Gyeongjongs Tod im Jahr 1724 schließlich unter dem Namen Yeongjo (영조) zum König gekrönt wurde, was später zu Spannungen und zu einem Massaker am Hofe führte.[4]

König Gyeongjong starb im Alter von 37 Jahren in Folge einer Blutvergiftung und einer gastrointestinalen Infektion. Zeit seines Leben litt er unter dem Stress politischer Verhältnisse am Hofe, was Auswirkung auf seinen mentalen Zustand hatte und in dessen Folge sein Gesundheitszustand nicht der Beste war. Er litt unter anderem an herzbasierte Hitzewallungen und an Abszessen und starb einen Monat nach einem erneuten Ausbruch seiner Symptome. Es wird vermutet, dass er vergiftet wurde.[5]

Grabmal des Königs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gyeongjong wurde auf dem königlichen Friedhof Donggureung (동구릉) in Guri (구리), im Osten von Seoul beerdigt. Das Gelände beherbergt insgesamt 40 Gräber und wurde zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt.[6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Han Young Woo: Joseon Era. In: A Review of Korean History. Volume 2. Kyongsaewon Publishing Company, Pajubookcity, Gyeonggi-do 2010, ISBN 978-89-8341-092-4 (englisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Han: Joseon Era. In: A Review of Korean History. 2010, S. 308.
  2. Uireung - A Story of King Sukjong and King Gyeongjong. In: Lifejournal. 2. Februar 2010, abgerufen am 6. November 2018 (englisch).
  3. Park Soo-mee: For concubines, this was home. In: Korea Joongang Daily. 6. Dezember 2001, abgerufen am 6. November 2018 (englisch).
  4. Jong-Yeob JO: King Yeongjo’s secret letters discovered. In: The Dong-A Ilbo. 16. Oktober 2017, abgerufen am 6. November 2018 (englisch).
  5. Hai-Woong Lee, Hoon Kim: About the Diseases and Medical Treatments of King Hyeonjong, Sukjong, Gyeongjong, Yeongjo in the Joseon Dynasty. In: Journal of Korean Medical classics. 2006, abgerufen am 6. November 2018 (englisch).
  6. Guri – Donggureung Royal Tomb. In: Medical Korea. Abgerufen am 6. November 2018 (englisch).