Gymnasial-Posaunenchor Gütersloh

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Der Zirkel (Logo) des Posaunenchors
Evangelisch Stiftisches Gymnasium

Der 1871 gegründete Gymnasial-Posaunenchor Gütersloh ist ein Posaunenchor in der ostwestfälischen Stadt Gütersloh. Er besteht aus Schülern des Evangelisch-Stiftischen Gymnasiums in Gütersloh und ist von der Schule und den Lehrern unabhängig.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gymnasial-Posaunenchor besteht ausschließlich aus Schülern und ist selbstständig.[1] Der Chor wird von einem Schüler als Präside geleitet. Sein Wahlspruch lautet „Vivat crescat floreat ad multos annos“ was soviel heißt wie "Es lebe, wachse und gedeihe viele Jahre lang". Jedes Jahr werden neue Mitglieder angeworben, die zunächst im sogenannten Bottenchor aufgenommen werden und Unterricht im Spiel eines Blasinstruments erhalten, um später nach dem Bestehen einer Aufnahmeprüfung im eigentlichen Posaunenchor Aufnahme zu finden. Mit dem Abitur verlassen die Schüler den Posaunenchor. Der Präside verlässt den Posaunenchor allerdings meistens nach der 11. Klasse um sich voll und ganz auf das Abitur vorbereiten zu können.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Johannes Kuhlo

Der Posaunenchor wurde im Jahr 1871 von Johannes Kuhlo, der später als „Posaunengeneral“ bekannt wurde, mit sieben Mitschülern gegründet.

Ursprünglich wurden nur männliche Mitglieder aufgenommen, seit 1992 ist der Posaunenchor auch für Mädchen geöffnet. 2016 wurde Anne Frevert als erstes Mädchen in der Geschichte des Posaunenchores Präsidin.

Präsiden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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1 1871-1873 Tillmanns
2 1873-1875 Johannes Kuhlo
3 1875-1876 Karl Kuhlo
4 1876-1877 Meyer-Hermann
5 1877 Gotthilf Balke
6 1877-1878 Paul Althaus
7 1878-1880 G. Lindemann
8 Friedrich Andrae
9 1886 Eduard Kuhlo
10 1886-1887 Hugo Brinkmann
11 1887-1888 Fritz Haltern
12 1888-1889 Christian Schütz
13 1889-1890 Rudolf Rolf
14 1890-1891 Hinrich Johannsen
15 1891-1893 Martin Möller
16 1893-1894 Gerhard Köhne
17 1894-1895 Hans Greeven
18 1895-1896 Rudolf Keller
19 1896-1897 Willy Jüngerich
20 1897-1898 Fritz Schütz
21 1898-1899 Andreas Siveke
22 1899-1900 Willy Vogt
23 1900-1901 Theodor Korff
24 1901-1902 Hans Kuhlmann
25 1902-1904 Hans Diehl
26 1904-1906 Otto Ebel
27 1906-1907 August Muth
28 1907-1908 P. Winkler
29 1908-1909 Joh. Korff
30 1909-1911 Martin Orgemann
31 1911-1913 Rudolf Niemöller
32 1913 Rudolf Stüssel
33 1913-1914 Hans Johannsen
34 1914-1915 Georg Schaaf
35 1915 Hilmar Schreiber
36 1915 Georg Hanstein
37 1915 Erwin Flöttmann
38 1915-1917 Ernst Klessmann
39 1917-1918 Herbert Niemöller
40 1918-1919 Hans Schlüpmann
41 1919-1920 Wilhelm Lörpapel
42 1920 Heinz Hoffmark
43 1921 Werner Wißmann
44 1921-1923 Walter Berg
45 1923-1924 Reinhard Höhne
46 1924-1925 Fritz Wüter
47 1925-1927 Otto Noll
48 1927-1928 Reinhold Fuchs
49 1928-1929 Gisbert Köhne
50 1929-1930 Arnold Möller
51 1930-1931 Hans-Heinrich Mohn
52 1931-1933 Otto Thummes
53 1933-1935 S. Schulze-Geißler
54 1935-1936 Horst Langensiepen
55 1936-1937 Otto Frey
56 1937 Reinhard Kühn
57 1937-1939 Reinhard Schäkel
58 1939-1941 Friedrich-W. Niemöller
59 1941-1942 Hans Reitze
60 1942-1943 Martin Gilijohann
61 1943-1947 Wilhelm Eickholz
62 1947-1949 Herbert Fritzenkötter
63 1949-1950 Otto Künther Riemen
64 1951-1954 Bernhard Wiebel
65 1954-1955 Klaus Lieneweg
66 1955-1956 Eric Grünburg
67 1956-1957 Alfred Warthorst
68 1957-1958 Hans-J. Schulze-Geißler
69 1958-1961 Wolfgang Heyer
70 1961-1962 Peter Michael
71 1962-1963 Jürgen Schulte
72 1963-1964 Hans-Hermann Molter
73 1964-1965 Volker Wilmking
74 1965-1967 Dirk Schulze-Geißler
75 1967-1968 August Wilhelm Schwedler
76 1968-1971 Joachim Thalmann
77 1971-1973 Andreas Reckmann
78 1973-1974 Matthias Reckmann
79 1974-1977 Horst Reinkemeier
80 1977-1980 Martin Gentejohann
81 1981-1984 Malte Steinsiek
82 1984-1985 Karl-Friedrich Rutz
83 1986-1988 Tillmann Illg
84 1989-1992 Henning Lustermann
85 1992-1994 Stefan Tischler
86 1994-1996 Jan Wilmking
87 1996-1999 Helge Tischler
88 1999-2002 Kai Nicolas Theißen
89 2002-2005 Robert Kriszun
90 2005-2007 Tilman Richter
91 2007-2009 Martin Gerbaulet
92 2009-2012 Adrian Büttemeier
93 2012-2014 Patrick Roick
94 2014-2016 Karl-Julius v. Keudell
95 seit 2016 Anne Frevert

Uniform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Posaunenchor mit Uniform Pfingsten 2006

Bei öffentlichen Auftritten wird immer noch die traditionelle Pennälerkleidung getragen, wie sie schon 1871 getragen wurde. Sie besteht aus Mütze (Auch Pennälermütze genannt), weißem Hemd und schwarzer Fliege, weißer Hose und schwarzem Jackett mit Schwalbennester.

Uniform beim Weihnachtskonzert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Weihnachtskonzert spielt der Posaunenchor nicht in seinen klassischen Uniformen, sondern komplett in schwarz mit weißem Hemd und ohne Mütze und Schwalbenschwänze.

Aufnahmeprüfung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Man muss alle Stücke beherrschen, die während des Pfingstkonzertes gespielt werden, einen Witz erzählen, ein selbst ausgewähltes Aufnahmestück vorspielen und den Petersburger Marsch, die Erkennungsmusik des Posaunenchors, auswendig spielen können. Zudem muss man den Zirkel auswendig "zeichnen" können und über die Geschichte inklusive der ersten und letzten fünf Präsiden Bescheid wissen.

Konzerte und Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfingstkonzert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Posaunenchor im Stadtpark

Das Pfingstkonzert findet traditionell am Pfingstsonntag um 15:00 Uhr am Schwanenteich im Stadtpark statt. Das Programm dieses Konzertes ist in der Regel eine bunte Mischung aus modernen Stücken, die unter Repertoire genauer aufgeführt sind, beginnend jedoch immer stehend mit dem Petersburger Marsch (siehe Bild).

Weihnachtskonzert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Weihnachtskonzert findet in der Regel an einem Freitagabend um 20:00 Uhr vor dem 2. oder 3. Advent in der Martin-Luther-Kirche statt. Neben dem Gymnasial Posaunenchor nahm in den letzten Jahren auch die Kantorei des Evangelisch Stiftischen Gymnasium unter Leitung von Thomas Rimpel, sowie ein Solist (Blechbläser) begleitet von der Orgel teil. Horst Reinkemeier, der bis 2014 die Weihnachtskonzerte an der Orgel begleitet hat, war es auch, der als Präside, dieses Konzert zum ersten Mal in der Martin-Luther-Kirche stattfinden ließ.

Adventsblasen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor allem in der Vorweihnachtszeit ist der Posaunenchor sehr aktiv. So werden die Adventssonntage bereits um halb 4 Uhr morgens vom Adventsblasen geprägt. Hier spielt der Posaunenchor aufgeteilt in 3 Gruppen, die, nach einer sinnvollen Aufteilung von Gütersloh in "Nord", "Mitte" und "Süd" benannt sind, bei aktiven, ehemaligen Mitgliedern, und Präsiden, Spendern und Freunden des Posaunenchors. Zudem nimmt der Posaunenchor jedes Jahr mehrere Stationen extra auf sich um vor den Krankenhäusern, Altenheimen und anderen sozialen Einrichtungen in Gütersloh zu spielen. Folgende Stücke werden an den Sonntagen gespielt:

  • 1. Advent: Wie soll ich Dich empfangen
  • 2. Advent: Gottes Sohn ist kommen
  • 3. Advent: Tochter Zion
  • 4. Advent: Lobt Gott ihr Christen allegleich

Turmblasen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den feierlichen Ausklang eines „Posaunenchor-Jahres“ gibt es dann am heiligen Abend um 24:00 Uhr, wenn vom Balkon und Türmchen des Evangelisch Stiftischen Gymnasiums das Turmblasen erklingt. An dieser Stelle spielt der Posaunenchor noch einmal oben aufgeführte vier Advente und "Oh du fröhliche" und stimmt damit die mehreren Tausend Zuhörer auf die kommenden weihnachtlichen Tage ein und beendet damit den Vorweihnachtsstress vergangener Tage. Traditionell wird nach dem 12. Glockenschlag der Turmglocke noch ein 13. Mal auf die Glocke geschlagen. Die aktiven auf dem Balkon und die ehemaligen auf dem Türmchen spielen abwechselnd insgesamt drei Strophen.

Gottesdienste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Posaunenchor spielt zudem noch, meistens im Abstand von 2 Wochen, in den Gottesdiensten des ESG mit. Hierbei werden bekannte Choräle eingeprobt und meistens in Kombination mit der Orgel in der Aula oder der Martin Luther Kirche Gütersloh zum besten gegeben. Auch weitere Anlässe der Schule werden meistens mit dem Posaunenchor musikalisch begleitet.

Stabübergabe (Konzert)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle zwei bis drei Jahre wechselt der Präside des Posaunenchors. An dieser Stelle steht er am Ende der Jahrgangsstufe 11 und steht damit kurz vor den wichtigen Prüfungen für das Abitur, aus diesem Grund wird er von einem, durch alle Posaunenchörler, gewählten Nachfolger aus der Jahrgangsstufe 8 oder 9 abgelöst. Dieses Konzert findet in der Regel kurz vor den Sommerferien statt und erfreut sich auch bei ehemaligen Mitglieder großer Beliebtheit, da sie, nachdem sie den Posaunenchor nach dem Abitur verlassen haben, zusammen mit dem Präsiden „offiziell“ verabschiedet werden.

Berlin-Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Posaunenchor vor dem Berliner Dom

Eine besondere Ehre wurde dem Posaunenchor im Jahre 2002 zuteil, als der Posaunenchor, damals unter Leitung von Kai-Nicolas Theißen, auf seiner Berlinfreizeit in einem Gottesdienst im Berliner Dom mitwirken durfte. Diese Freizeit fand 2002 zum zweiten Mal statt und wurde wiederum vom ehemaligen Generalsuperintendenten Rolf Wischnath (ebenfalls ehemaliges Mitglied) organisiert.

Probenfreizeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um sich intensiv auf das jährliche Pfingstkonzert vorzubereiten, treten alle Posaunenchörler über das Himmelfahrt-Wochenende eine Probenfreizeit an. Der Präside organisiert zu diesem Anlass jedes Jahr eine Jugendherberge in Deutschland. Auf dieser Freizeit gibt es die Aufnahmeprüfung und das traditionelle Geländespiel, bei dem meistens eine in Militärbekleidung durchgeführte, abgewandelte Version von "Capture the Flag" gespielt wird.

Weiteres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außerdem ist der Posaunenchor auf stetig wechselnden Veranstaltungen in und um Gütersloh anzutreffen, neben verschiedensten Volksfesten auch auf Weihnachtsmärkten. Bei diesen "kleineren" Auftritten kommt allerdings meistens nur die kleine Besetzung, bestehend aus jeweils den besten Mitgliedern jedes Registers.

Repertoire[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Repertoire des Posaunenchors wechselt ständig. So steht im ersten Teil des Jahres das Pfingstkonzert auf dem Programm und im zweiten Teil das Weihnachtskonzert mit jährlich wechselndem Programm.

Auf dem Pfingstkonzert werden meistens Märsche, moderne Stücke und Filmmusik gespielt. Während des Weihnachtskonzertes hört man die klassisch-geprägte Seite des Posaunenchores mit Werken von J.S.Bach und anderen Zeitgenossen. Zudem werden noch die Stücke, die auch während des Türmchenblasen gespielt werden, und Choräle aus dem EG gespielt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aussage über Autonomie auf der Website, abgerufen am 8. Februar 2014

Koordinaten: 51° 54′ 20″ N, 8° 22′ 24″ O