Gymnasium Hohenbaden Baden-Baden

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Gymnasium Hohenbaden Baden-Baden
Gymnasium Hohenbaden
Schulform Gymnasium
Gründung 1876
Ort Baden-Baden
Land Baden-Württemberg
Staat Deutschland
Koordinaten 48° 45′ 46,9″ N, 8° 14′ 44,8″ OKoordinaten: 48° 45′ 46,9″ N, 8° 14′ 44,8″ O
Schüler ca. 340 (Stand: 2017)
Leitung Timon Binder
Website www.gymnasium-hohenbaden.de

Das staatliche Gymnasium Hohenbaden ist ein humanistisches Gymnasium und liegt im Bäderviertel Baden-Badens in Baden-Württemberg. An der Schule unterrichten etwa 40 Lehrkräfte ungefähr 350 SchülerInnen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1870 ließ die Stadtgemeinde das Schulgebäude errichten, 1876 wurde das Gymnasium in der heutigen Form als Schule mit Abiturprüfung gegründet.

Doch die Wurzeln der Schule reichen viel weiter zurück. Als erste Schule Baden-Badens mit dem Unterrichtsfach Latein kann das Gymnasium Hohenbaden seinen Ursprung bis ins Jahr 1453 zurückverfolgen, als ein Collegiatstift mit Seminaren gegründet wurde. Diese Lateinschule bestand etwa 200 Jahre lang. Anfang des 19. Jahrhunderts eröffnete man in Baden ein Lyzeum, welches allerdings 1808 nach Rastatt verlegt wurde. Von 1836 bis 1870 gab es in Baden nur eine höhere Bürgerschule. Diese wurde von 1870 bis 1876 zum neunjährigen Vollgymnasium ausgebaut.

Einer der bedeutendsten Schulleiter war der spätere badische Staatspräsident Leo Wohleb, der das Gymnasium während der Zeit des Nationalsozialismus von 1934 bis 1945 leitete.

Das Schulgebäude steht inzwischen unter Denkmalschutz. Hier findet heute nach wie vor der größte Teil des Unterrichts statt. Im September 2011 wurde die durch Spenden finanzierte Pausenterrasse gebaut.

Seit März 2015 trägt das Gymnasium den Titel Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage.

Bildungsangebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gymnasium Hohenbaden ist ein humanistisches Gymnasium mit einem altsprachlichen und neusprachlichen Profil und seit dem Schuljahr 2003/2004 mit einem naturwissenschaftlichen Profil. Als erste Schule in Baden führte das Hohenbaden im Schuljahr 1999/2000 das Biberacher Modell ein. Seither werden bereits in den fünften Klassen zwei Fremdsprachen, Latein und Englisch, unterrichtet.

Das Gymnasium Hohenbaden ist als Europäisches Gymnasium anerkannt und verleiht SchülerInnen, die die Voraussetzungen dazu erfüllt haben, mit dem Abiturzeugnis ein entsprechendes Zertifikat.

Seit 2013 verfügt das Gymnasium als einzige Schule Baden-Badens über ein sogenanntes Selbstlernzentrum" (SLZ), das von Schüler der Schule genutzt werden kann und von ihnen als SLZ-Mentoren mitgeleitet wird.

Im Fach Musik zeichnet sich die Schule durch das Hohenbadener Klassenorchestermodell und eine besondere Umsetzung des Musikmentoren-Programms aus. 2007[1] und 2014[2] wurden diese Modelle bundesweit prämiert.

Internationale Kontakte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gymnasium pflegt einen Schüleraustausch mit Schulen in Frankreich und Israel. Die Schulgemeinde unterstützt klassenübergreifend ein Bildungsprojekt in Nepal.

Schulleiter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1876–1897: Franz Xaver Frühe
  • 1897–1907: Josef Häussner
  • 1907–1910: Adolf Büchle
  • 1910–1918: Josef Neff
  • 1918–1932: Friedrich Blum
  • 1932–1934: Max Weber
  • 1934–1945: Leo Wohleb
  • 1945–1949: Albert Maichle
  • 1949–1973: Gustav Ruf
  • 1973–1993: Egon Messmer
  • 1994–2004: Reinher Gassert
  • 2004–2017: Jürgen Kempf
  • seit 2017: Timon Binder[3]

Bekannte Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jurybegründung zur Preisverleihung "musik gewinnt!" an das Gymnasium Hohenbaden. Abgerufen am 6. August 2017.
  2. Europäischer Schulmusikpreis 2014 - Sonderpreis. Abgerufen am 6. August 2017.
  3. Pressespiegel 2017/2018 Artikel Badisches Tagblatt, 19. August 2017, Abgerufen am 11. September 2017.
  4. a b Reiner Haehling von Lanzenauer: Albert Kuntzemüller, der Eisenbahnhistoriker aus Baden-Baden. in: Aquae, Baden-Baden 2005, ISSN 0175-4858, S. 67