Gymnasium Schwertstraße Solingen

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Gymnasium Schwertstraße
Gymnasium Schwertstraße
Gymnasium Schwertstraße (November 2018)
Schulform Gymnasium
Schulnummer 165347
Gründung 1841
Adresse

Schwertstr. 19

Ort Solingen
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 10′ 7″ N, 7° 5′ 23″ OKoordinaten: 51° 10′ 7″ N, 7° 5′ 23″ O
Träger städtisch
Schüler 990
Lehrkräfte 70
Leitung Ulrich Nachtkamp
Website www.gymnasium-schwertstrasse.de

Das Gymnasium Schwertstraße Solingen ist das älteste und traditionsreichste der vier Solinger Gymnasien.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wurde am 15. Oktober 1841 als Höhere Bürgerschule gegründet. Erster Direktor war von 1841 bis 1864 Jacob Martin Philippi, der vorher als Realschullehrer in Elberfeld tätig gewesen war. Nachdem die Schule in den ersten Jahren in verschiedenen Gebäuden untergebracht war, unter anderem im Rathaus und im katholischen Pfarrhaus, zog sie 1859 in ein eigenes Gebäude. 1860 übernahm die Stadt die Schulträgerschaft.[1] 1898 bezog das Gymnasium einen Neubau an der Schwertstraße, da das vorherige Schulgebäude zu klein geworden war. Während des Krieges wurden Schüler über die Kinderlandverschickung nach Ilmenau in Thüringen verbracht. Nach schweren Bombenschäden im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude 1951/52 in den Umrissen des alten Baukörpers, aber mit schlichterer Fassade wieder aufgebaut. Bis zum Ende des Wiederaufbaus waren die Schüler in umliegenden Schulen untergebracht.

Die Schule war bis 1971 ein reines Jungengymnasium und wird seit dem mit heute mehr als 1000 Schülerinnen und Schülern (Stand 2006) koedukativ geführt. Zu ihren besonderen Angeboten gehören ein bilingualer Zweig mit englischsprachigem Fachunterricht bereits in der Sekundarstufe I sowie Schüleraustauschkontakte mit den Städten Chatham (England) (Jungenaustausch), Stratford-upon-Avon (England) (Mädchenaustausch), Chalon-sur-Saône (Frankreich) und Istanbul (Türkei).

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großer Wert wird auf die Beteiligung an Schülerwettbewerben gelegt; Schüler des Gymnasiums waren häufig erfolgreich in den Bereichen Wissenschaft (Mathematik-Olympiade, Jugend forscht), Musik (Jugend musiziert) und Wirtschaft (Planspiel Börse, Deutscher Gründerpreis, Bildungspreis Automotive).

Zusätzlich gibt es ein breites Spektrum an Begabtenförderung. So werden in Kooperation mit der Carl-Duisberg-Gesellschaft jährlich an zwei Schüler der Schule Stipendien für Sprachaufenthalte im Ausland vergeben.

Lehrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jacob Martin Philippi (1807–1903) war evangelischer Theologe, Gründer und Rektor der Höheren Bürgerschule in Solingen.
  • Heinz Rosenthal (1906–1973) war seit 1947 Lehrer am Gymnasium Schwertstraße; zuletzt ab 1970 als Studiendirektor. Er ist Verfasser der dreibändigen Stadtgeschichte Solingen. Geschichte einer Stadt. Walter Braun Verlag, jetzt: Mercator-Verlag. Duisburg 1969–1975.
  • Werner Saam (1900–1960) war ein deutscher Pianist, Chorleiter und Dirigent, der Musikunterricht am Gymnasium Schwertstraße erteilte und talentierten Gesangsnachwuchs unterstützte.
  • Horst Sassin (* 1953) ist ein Historiker, der über die Geschichte des Bergischen Landes und den Widerstand gegen den Nationalsozialismus arbeitet.

Bekannte ehemalige Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinz Rosenthal: Geschichte des Gymnasiums Schwertstrasse zu Solingen im Rahmen der Stadtgeschichte[2]. Solingen: Bund der Schüler, 1953.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ludwig Adolf Wiese: Das höhere Schulwesen in Preußen. Historisch-statistische Darstellung. Berlin 1864, S. 359. Online bei Google Books.
  2. Vgl. Chronik der Schule, 1953: Studienrat Heinz Rosenthal veröffentlicht die „Geschichte des Gymnasiums Schwertstraße zu Solingen“. Als Geschichtsschreiber hat er sich und der Schule ein bleibendes Denkmal gesetzt.