Häggenschwil

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Häggenschwil
Wappen von Häggenschwil
Staat: Schweiz
Kanton: Kanton St. Gallen (SG)
Wahlkreis: St. Gallenw
BFS-Nr.: 3201i1f3f4
Postleitzahl: 9312
Koordinaten: 743521 / 262094Koordinaten: 47° 29′ 38″ N, 9° 20′ 36″ O; CH1903: 743521 / 262094
Höhe: 565 m ü. M.
Fläche: 9,10 km²
Einwohner: 1310 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 144 Einw. pro km²
Website: www.haeggenschwil.ch
Häggenschwil

Häggenschwil

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Häggenschwil ist eine politische Gemeinde im Kanton St. Gallen. Sie befindet sich im Wahlkreis St. Gallen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Häggenschwil liegt an der Sitter zwischen St. Gallen und Amriswil. Die Gemeinde verfügt über eine Exklave in der Gemarkung der Gemeinde Egnach im Kanton Thurgau. Es ist der Hof Raach, der gleichzeitig mit 463 m ü. M. auch der tiefste Punkt der Gemeinde bildet.[2] Der Hof Ruggisberg an der Gemeindegrenze zu Roggwil TG bildet ebenfalls eine Exklave, welche durch eine Exklave der Gemeinde Wittenbach SG von Häggenschwil getrennt ist. Zur Gemeinde gehören nebst dem Dorf Häggenschwil die Siedlungen Lömmenschwil, Agen und Chollerberg.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1850 850
1900 926
1950 908
1980 787
2000 1143
2010 1187
2015 1264
Religion
Jahr Katholiken Protestanten Andere/Konfessionslose
1976 695 132 22
1987 742 141 18
2016 783 290 224

Politisch zugehörig ist die Ortschaft Lömmenschwil (Postleitzahl: 9308).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Lömmenschwil zweigt die Hauptstrasse 451 nach Neukirch-Egnach von der Hauptstrasse 471 St. Gallen–AmriswilScherzingen TG (–Kreuzlingen) ab. Der Autobahnzubringer A1.1 Meggenhus–Arbon West entlastet Lömmenschwil vom Durchgangsverkehr.

Die Gemeinde Häggenschwil leistete bereits 1887 einen Beitrag für die Projektstudien einer Strasseneisenbahn von St. Gallen nach Amriswil. Dieses Projekt wurde allerdings nie realisiert. 1897 übernahm die Gemeinde Häggenschwil einen Anteil am Aktienkapital der Bodensee-Toggenburg-Bahn (BT). Wegen des Namens und dem Standort des zukünftigen Bahnhofs kam es zum Streit zwischen der Gemeinde Häggenschwil und Egnach. Schliesslich wurde der Bahnhof etwa 25 Gehminuten von Häggenschwil auf Egnacher Gebiet gebaut, dafür mit dem Namen Häggenschwil-Winden.[3] Am 3. Oktober 1910 wurde die Bodensee-Toggenburg-Bahn (BT) mit dem Bahnhof Häggenschwil-Winden eröffnet. Die Bahnlinie gehört seit 2001 der Südostbahn (SOB) und ist Teil der S-Bahn St. Gallen. Seit dem 15. September 1952 sorgt die Postautolinie Häggenschwil-Winden–Lömmenschwil–Häggenschwil–Wittenbach für die Feinverteilung im öffentlichen Verkehr.

1963 bis 1975 wurde beim Bahnhof, aber bereits auf Häggenschwiler Gemeindegebiet, ein Heizöl- und Benzinlager mit 300 Millionen Litern Lagerkapazität errichtet.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindewappen ist eine Neuschöpfung und wurde durch Gemeinderatsbeschluss vom 25. Januar 1937 auf Vorschlag der kantonalen Wappenkommission erkoren.[8] Es stellt zwei herschauende, rotbewehrte und rotgezungte golden gekrönte Leoparden auf gelb dar. Dies ist abgeleitet vom Wappen des Rittergeschlechts der Herren von Ramschwag.[9]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1839: Josef Gallus Popp, Pfarrer in Häggenschwil
  • 1955: Josef Staub-Bieger, in Würdigung seiner 25-jährigen Tätigkeit als Gemeindevorstehen von Häggenschwil
  • 1968: Edwin Hugentobler-Hauser, Sekundarlehrer, langjährige treue Lehrtätigkeit an der Schule Häggenschwil
  • 1968: Josef Gerig-Eicher, Primarlehrer, langjährige treue Lehrtätigkeit an der Schule Häggenschwil
  • 1968: Johann Räschle-Angehrn, Primarlehrer, langjährige treue Lehrtätigkeit an der Schule Häggenschwil[12]

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • o. V.: Geschichte der Gemeinde Häggenschwil. Eigenverlag der Darlehenskasse Häggenschwil, Häggenschwil 1972.
  • Sales Huber et al.: Häggenschwil. Hrsg.: Politische Gemeinde Häggenschwil. Ostschweiz Druck+Verlag, St. Gallen 1989.
  • Ernst Scheffold (Hrsg.): Geschichte der Pfarrei Häggenschwil zum 200jährigen Jubiläum. 1728–1929. Katholisches Pfarramt Häggenschwil, Häggenschwil 1929.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Häggenschwil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017, abgerufen am 20. September 2017.
  2. Prospekt der Gemeinde Häggenschwil, Ortsbezogene Daten (PDF; 207 kB)
  3. Sales Huber ... [et al.]: Häggenschwil. Hrsg.: Politische Gemeinde Häggenschwil. Ostschweiz Druck+Verlag, St. Gallen 1989, S. 19.
  4. Erich Trösch: Winden. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  5. Kapelle Ruggisberg
  6. Landwirtschaftsmuseum Ruggisberg
  7. Ortsmuseum Häggenschwil
  8. Geschichte der Gemeinde Häggenschwil. Eigenverlag der Darlehenskasse Häggenschwil, Häggenschwil 1972, S. 138.
  9. Photos schöner alter Wappen
  10. Marcel Mayer: Hauser, Johann. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  11. Hugo Hungerbühler: Hackhofer, Karl. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  12. Geschichte der Gemeinde Häggenschwil. Eigenverlag der Darlehenskasse Häggenschwil, Häggenschwil 1972, S. 137.