Hämatom (Band)

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Hämatom
Hämatom auf dem Hexentanz Festival 2015
Hämatom auf dem Hexentanz Festival 2015
Allgemeine Informationen
Herkunft Bayern, DeutschlandDeutschland Deutschland
Genre(s) Groove Metal, NDH, Thrash Metal, Deutschmetal
Gründung 2004
Website www.haematom.de
Gründungsmitglieder
„Nord“
„Ost“
„West“
„Süd“
„Äquator“

Hämatom (dt. Bluterguss) ist eine deutsche Thrash-Metal- bzw. NDH-Band aus Franken. Viele ihrer ersten Texte, die allesamt in deutscher Sprache verfasst wurden, entstammen europäischen Märchen, wie zum Beispiel dem Bi-ba-butzemann und Hänsel & Gretel. Ihre zweite Veröffentlichung hingegen setzte auf selbstverfasste Lieder, die nur noch mit viel Fantasie an altbekannte Märchen erinnern. Auf den neueren Alben befinden sich zunehmend gesellschafts- und sozialkritische Songs.

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang 2004 spielten Hämatom in ihrer oberfränkischen Heimatumgebung die ersten Konzerte. Im April 2005 ging die Band mit J.B.O. auf Tour, bei der sie ihre erste, in Eigenregie produzierte Single Butzemann verkaufte. Die nächste Single Häschen war ein Vorgeschmack auf der im September 2005 unter Kickass Records erschienenen EP Nein.

Im September 2006 begleiteten Hämatom Die Apokalyptischen Reiter auf ihrer Deutschland-Tour. Auf dieser Tour verkaufte die Band eine spezielle Tour-Single mit den Liedern Leck mich!, Schmerz und Mit dem Kopf durch die Wand, die ebenfalls auf dem für Beginn 2008 geplanten Debütalbum Wut erschienen. Im Frühjahr 2007 begleitete Hämatom nochmals J.B.O. auf ihrer Rock Muzik-Tour durch Österreich, Deutschland und die Schweiz. Das Album Wut erschien am 25. Januar 2008 bei dem zu J.B.O. gehörigen Label Megapress.

Am 15. Januar 2010 veröffentlichten Hämatom ihr zweites Album, das den Titel Stay Kränk trägt. 2011 spielten sie auf dem Wacken Open Air und auf der Walpurgis-Schlacht beim Hexentanz Festival.

Am 30. September 2011 wurde das dritte Album Wenn man vom Teufel spricht auf dem Label Rookies & Kings veröffentlicht, und Hämatom traten bei on3-südwild auf. Das Album stieg auf Platz 60 der Media Control Charts ein.

Ab Oktober 2012 spielten sie als Vorgruppe der "NDH"-Band Eisbrecher auf deren "Höllentour II", und im Dezember 2012 traten sie im Vorprogramm von Frei.Wild auf deren "Feinde deiner Feinde XMas Tour" auf. Im Juli 2013 supporten sie Rammstein am Sofia-Rocks-Festival in Bulgarien[1].

Am 22. September 2013 erschien das vierte Album "Keinzeitmensch". Die Single "Alte Liebe rostet nicht" wurde vorab veröffentlicht.

Ab Juli 2014 begannen in Zusammenarbeit mit Produzent Kristian Kohlmannslehner in dessen Kohlekeller Studios die Arbeiten am Nachfolgealbum "X".[2] Dieses wurde am 31. Oktober 2014 veröffentlicht. Das Jubiläumskonzert zum 10 jährigen Bestehen der Band fand am 26. Dezember 2014 im Musikcenter in Trockau statt. An der bereits vorher ausverkauften Veranstaltung spielten neben Hämatom auch Eisregen, Knorkator und Stepfather Fred. Johanna von der Vögelweide von der Band Feuerschwanz hatte mit ihrer Geige einen Gastauftritt bei Hämatom.

Im Januar 2016 veröffentlichten Hämatom die Singleauskopplung „Fick das System!“, am 25. März 2016 erschien das Album „Wir sind Gott“ mit den sie Platz 5 der Media Control Charts erreichten.

Texte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten Texte der Band beziehen sich auf europäische Märchen wie zum Beispiel dem Bi-ba-butzemann, Hänsel & Gretel und Heissa Kathreinerle. Die Texte sind allesamt auf deutsch verfasst. Spätere Texte weisen nur noch ab und an einen direkten Märchenbezug auf. Das Lied Eva basiert auf der biblischen Vorlage und greift das Motiv des Sündenfalls auf humoristische Weise auf ("Ich war schon immer ein Fan von dir|Im Garten Eden Sündenleben"). Apokalypse und Seelenpiraten weisen ebenfalls einen deutlichen religiösen Bezug auf. Die Songtitel Es ist nicht alles Gold was glänzt und Alte Liebe rostet nicht existieren im deutschen als weit verbreitete Redewendungen. Der Song Bester Freund, bester Feind besteht zum größten Teil aus Zitaten aus Goethes Der Zauberlehrling.

Auf den neueren Alben werden zunehmend gesellschafts- und sozialkritische Songs veröffentlicht. Beispielsweise handelt Ahoi von der Überfahrt von Flüchtlingen ins vermeintlich gelobte Land welche in einer Schifffahrtskatastrophe endet. Die Säulen des Wahnsinns beschreiben die zunehmende soziale Schieflage ("Die Reichen spielen Monopoly|Die Armen Schwarzer Peter|Auf der einen Seite Chaostage|Auf der anderen Erntedank|Kaviar auf dem Tisch|Oder Molotows im Schrank"). Die vierte Macht setzt sich kritisch mit der Medienlandschaft auseinander ("Was du siehst, was hörst, was du liest|Stammt aus der Feder meiner Fantasie"). Wer hat Angst thematisiert die Fälle von Kindesmissbrauch der katholischen Kirche aus Tätersicht. Mit dem Titel Fremd stellt sich die Band gegen Fremdenfeindlichkeit und mit dem Titel I have a dream unmissverständlich gegen jede Form des Nationalsozialismus.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[3]
Wenn man vom Teufel spricht
  DE 60 17.10.2011 (2 Wo.)
KEINZEITMENSCH
  DE 21 07.10.2013 (1 Wo.)
X
  DE 16 31.10.2014 (1 Wo.)
Wir sind Gott
  DE 5 01.04.2016 (4 Wo.)
  AT 24 08.04.2016 (1 Wo.)
  CH 69 03.04.2016 (1 Wo.)

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005: Nein! (Eigenproduktion)
  • 2008: Wut (Re-Release 2012; Megapress)
  • 2010: Stay Kränk (Megapress)
  • 2011: Wenn man vom Teufel spricht (Rookies & Kings)
  • 2013: Keinzeitmensch (Rookies & Kings)
  • 2016: Wir sind Gott (Rookies & Kings)

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014: X (Doppel-CD; Rookies & Kings/SPV)

Sonstige Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005: Butzemann (Single; Eigenproduktion)
  • 2005: Häschen (Single; Eigenproduktion)
  • 2006: Tour Single (exklusiv erhältlich auf damaliger Tour mit den Apokalyptischen Reitern)
  • 2012: Schutt und Asche (Live-DVD; Rookies & Kings)
  • 2013: Alte Liebe rostet nicht (Single; Rookies & Kings)
  • 2016: Fick das System! (EP; Rookies & Kings)
  • 2016: Wir sind Gott - Tour Edition (CD+DVD; Rookies & Kings)

Musikvideos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Besonderheit gilt, dass die Band sich selbst für die Regie ihrer Musikvideos verantwortlich zeigt.

  • 2009: Schau sie spielen Krieg
  • 2010: Eva
  • 2011: Sturm
  • 2011: Totgesagt doch Neugeboren - Teil 2 (feat. Philipp Burger (Frei.Wild) & Pat (Fiddlers Green))
  • 2011: Neandertal (Erste Allgemeine Verunsicherung Cover)
  • 2012: Spieglein (Live) (feat. Mitch (Eisregen))
  • 2013: Alte Liebe rostet nicht
  • 2013: Ahoi
  • 2014: Säulen des Wahnsinns
  • 2014: Seelenpiraten
  • 2014: Teufelsweib
  • 2014: Kids (2 Finger an den Kopf) (Marteria Cover)
  • 2014: Bilder im Kopf (Sido Cover)
  • 2014: Leichen pflastern unsern' Weg
  • 2015: Remmidemmi (Yippie Yippie Yeah) (Deichkind Cover)
  • 2015: Schwarz zu blau (Peter Fox Cover)
  • 2016: Fick das System
  • 2016: Wir sind Gott
  • 2016: All you need is love
  • 2016: Offline (feat. Compressorhead)
  • 2016: Made in Germany
  • 2016: Mein Fleisch und Blut
  • 2016: Wenn der Hammer fällt (feat. Basstard)
  • 2016: Feuerwasser
  • 2017: Made in USA

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hämatom (Band) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hämatom Biografie
  2. http://www.rookiesandkings.com/index.php/haematom/news/163-haematom-x-album-tour2014
  3. Chartquellen: DE - AT - CH