Häselgehr

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Häselgehr
Wappen Österreichkarte
Wappen von Häselgehr
Häselgehr (Österreich)
Häselgehr
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Reutte
Kfz-Kennzeichen: RE
Fläche: 50,62 km²
Koordinaten: 47° 18′ N, 10° 30′ OKoordinaten: 47° 18′ 30″ N, 10° 29′ 30″ O
Höhe: 1006 m ü. A.
Einwohner: 666 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 13 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6651
Vorwahl: 05634
Gemeindekennziffer: 7 08 13
Website: www.haeselgehr.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Harald Friedle
Gemeinderat: (Wahljahr: 2016)
(11 Mitglieder)

5 "Gemeinsam für Häselgehr" - "GFH", 6 Wir Alle sind Häselgehr - WAH

Lage von Häselgehr im Bezirk Reutte
BachBerwangBiberwierBichlbachBreitenwangEhenbichlEhrwaldElbigenalpElmenForchachGränGramaisHäselgehrHeiterwangHinterhornbachHöfenHolzgauJungholzKaisersLechaschauLermoosMusauNamlosNesselwänglePfafflarPflachPinswangReutteSchattwaldStanzachSteegVorderhornbachTannheimVilsWängleWeißenbach am LechZöblenTirolLage der Gemeinde Häselgehr im Bezirk Reutte (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Häselgehr im Lechtal
Häselgehr im Lechtal
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Häselgehr ist eine Gemeinde mit 666 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) im Bezirk Reutte in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Reutte. Seit 2010 ist die Gemeinde Mitglied im Klimabündnis Tirol.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Häselgehr liegt im oberen Lechtal und setzt sich aus mehreren lose besiedelten Weilern zusammen. Der bis zum Kamm mit Bergmähdern bewirtschaftete Heuberg bei Häselgehr war in der Vergangenheit oft Anlass zu Lawinenkatastrophen, weshalb die Gemeinde heute durch eine der größten Lawinenverbauungen Mitteleuropas geschützt ist. In Häselgehr zweigt die Straße zum sieben Kilometer entfernten Gramais, der kleinsten Gemeinde Österreichs, ab.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften (Einwohner Stand 1. Jänner 2021[1]):

  • Grießau (141)
  • Häselgehr (525)

Ortsteile von Häselgehr sind Ober- und Untergrießau, Ort, Schönau, Ober- und Unterhäselgehr, Unterhöf, Ebele, Luxnach, Alach, Rauchwand, Häternach und Gutschau, Nachbargemeinden Bach, Elbigenalp, Elmen, Gramais, Hinterhornbach, Imst und Pfafflar.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hinterhornbach Elmen Pfafflar
Elbigenalp Nachbargemeinden Imst (IM)
Bach Gramais

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist eine mittelalterliche Rodungssiedlung, die in nennenswertem Ausmaße erst durch die Bajuwaren im Mittelalter erschlossen wurde.

Die Örtlichkeit ist 1338 als Heselgehr urkundlich erstgenannt. Das Häselgehr war ursprünglich ein Flurname und hat als Ausgangswort althochdeutsch hasalin gero, also ‚mit der Hasel bewachsener Gehr‘. Ein Gehr oder Gehren ist ein altes Wort für spitz zulaufendes Landstück.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Pfarrkirche.
Kapelle in Griessau.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Häselgehr
  • Katholische Pfarrkirche Häselgehr hl. Martin
  • Kapelle hl. Maria in Au
  • Kapelle hl. Sebastian in Griessau
  • Kapelle hl. Maria in Schönau
  • Geburtshaus vom Kirchenmusiker Pater Peter Alacantara Singer (–1882) mit einem Relief von Benno Bischof um 1950.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftssektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 32 landwirtschaftlichen Betrieben wurden sechs von juristischen Personen betrieben. Diese bewirtschafteten mehr als neunzig Prozent der Flächen. Die größten Arbeitgeber im Dienstleistungssektor waren die sozialen und öffentlichen Dienste und der Handel (Stand 2011).[3][4][5]

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 32 38 17 13
Produktion 6 2 8 5
Dienstleistung 37 29 55 60

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 lebten 322 Erwerbstätige in Häselgehr. Davon arbeitete ein knappes Viertel in der Gemeinde, mehr als drei Viertel pendelten aus, blieben aber überwiegend im Bezirk Reutte.[6]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Straße: Durch die Gemeinde verläuft die Lechtalstraße B198 von Reutte nach Vorarlberg.
  • Eisenbahn: Der näheste Bahnhof befindet sich im dreißig Kilometer entfernten Reutte. Dort gibt es über die Außerfernbahn Verbindungen nach Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und München.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 11 Mitglieder. Mit den Gemeinderatswahlen in Tirol 2016 hat der Gemeinderat folgende Verteilung:

Partei 2010[7] 2016[8]
% Mandate % Mandate
Gemeinsam für Häselgehr 55,8 46,6 5
Gemeindeliste Häselgehr 44,2
Wir Alle sind Häselgehr 53,4 6

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • seit ? Harald Friedle[9]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Häselgehr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  2. Peter Anreiter, Christian Chapman, Gerhard Rampl: Die Gemeindenamen Tirols: Herkunft und Bedeutung (= Veröffentlichungen des Tiroler Landesarchives). Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 3-7030-0449-5, S. 502 ff.
  3. Ein Blick auf die Gemeinde Häselgehr, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 17. Januar 2021.
  4. Ein Blick auf die Gemeinde Häselgehr, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 17. Januar 2021.
  5. Ein Blick auf die Gemeinde Häselgehr, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 17. Januar 2021.
  6. Ein Blick auf die Gemeinde Häselgehr, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 17. Januar 2021.
  7. Land Tirol - Wahlen 2010. Abgerufen am 17. Januar 2021.
  8. Land Tirol - Wahlen 2016. Abgerufen am 17. Januar 2021.
  9. Bürgermeister. In: Gemeinde-Häselgehr. Abgerufen am 17. Januar 2021 (deutsch).