Hôtel des Mille Collines

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Einfahrt des Hotels

Das Hôtel des Mille Collines ist ein großes Hotel in Kigali, das während des Völkermords in Ruanda 1994 mehr als tausend Menschen Zuflucht und damit die Rettung vor dem sicheren Tod bot.

Die Geschichte des Hotels und seines damaligen Managers Paul Rusesabagina wird in dem Film Hotel Ruanda erzählt. Es dient ebenfalls als Schauplatz im kanadischen Liebesfilmdrama A Sunday in Kigali (2006).

Die belgische Fluggesellschaft Sabena, der das Hotel damals gehörte, flog den europäischen Manager des Hotels aus und setzte Rusesabagina, den damaligen Manager des kleineren Hôtel des Diplomates als neuen Manager ein. Gemeinsam mit seiner Frau gelang es ihm, mittels Geld und Ausschanks von Alkohol die völkermordenden Hutu-Interahamwe-Milizen immer wieder davon abzuhalten, die Bewohner des Hotels zu ermorden. (Ungeklärt ist, ob die Tatsache, dass hochrangige Hutu ihre Tutsistämmigen Angehörigen dort versteckten, zum Schutz des Hotels beigetragen hat. So war unter Anderem der Bruder des Interahamwe-Führers Robert Kajuga im Hôtel des Milles Collines untergebracht.)[1] Außerdem gelang es ihm, die Bewohner mit Wasser – das man dem hoteleigenen Schwimmbecken entnahm, bis es leer war – und mit Lebensmitteln zu versorgen.

Das Vier-Sterne-Hotel verfügt über 112 Zimmer, eine Bar/Café, drei Konferenzräume, ein Restaurant und den berühmten Swimmingpool. Der Name kommt von einer Bezeichnung Ruandas, auf französisch „Pays des Mille Collines“ oder „Land der Tausend Hügel“ genannt.

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Koordinaten: 1° 56′ 48,12″ S, 30° 3′ 42,12″ O

  1. Jeevan Vasagar: The Hotel that saved Hundreds from Genocide. The Guardian, 16. Februar 2005, abgerufen am 23. April 2016 (englisch).