Höchst an der Nidder

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Höchst an der Nidder
Gemeinde Altenstadt
Wappen von Höchst an der Nidder
Koordinaten: 50° 16′ 13″ N, 8° 55′ 39″ O
Höhe: 134 m ü. NHN
Fläche: 3,76 km²[1]
Einwohner: 1229 (31. Dez. 2015)[2]
Bevölkerungsdichte: 327 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Oktober 1971
Postleitzahl: 63674
Vorwahl: 06047

Höchst an der Nidder ist ein Ortsteil der Gemeinde Altenstadt im Wetteraukreis in Hessen (Deutschland).

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Höchst liegt im Süden des Wetteraukreises (naturräumliche Teileinheit Heldenbergener Wetterau) nahe der Grenze zum Main-Kinzig-Kreis. Direkt an der Nidder und an der Bundesstraße 521 gelegen, ist Höchst ca. 25 km von Frankfurt am Main entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Höchst wurde im Mai 1268 erstmals urkundlich erwähnt[3] und entstand um die einstige Wasserburg Hoesten. Im Deutschen Reich gehörte das Dorf zum Freigericht Kaichen. Im Ort existierte eine Jüdische Gemeinde, die 1830 bereits 30 Mitglieder hatte, und sich in den 1930er-Jahren auflöste. Die ehemalige Synagoge befindet sich im Gäßchen. Das Fachwerkhaus wurde vermutlich schon Anfang des 19. Jahrhunderts erbaut.[4]

Am 1. Oktober 1971 wurde Höchst a. d. Nidder in die Gemeinde Altenstadt eingegliedert.[5]

Verkehr und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Höchst ist ein Haltepunkt der Niddertalbahn, der in den Hauptverkehrszeiten halbstündlich bzw. außerhalb der Hauptverkehrszeiten und am Wochenende stündlich angefahren wird. Drei Bushaltestellen ermöglichen Verbindungen u.a. nach Büdingen und Nidderau.

Höchst hat eine Grundschule, einen Kindergarten, einen Tante-Emma-Laden, eine Gymnastikhalle sowie zwei Kirchen (gehörig zur SELK bzw. EKD).

Sehenswürdigkeiten und Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Höchst steht das Barockschloss der Freiherren von Günderrode aus den Jahren 1718 bis 1720. Das Schloss wurde in den vergangenen Jahren als Hotel benutzt, steht aber aktuell (2011) leer. Der Vulkanradweg beginnt in Höchst und führt über Altenstadt, Lindheim und Enzheim weiter über die ehemalige Bahnstrecke von Stockheim nach Lauterbach (Hessen). Heute ist der Vulkanradweg Teil des BahnRadweg Hessen, der auf ehemaligen Bahntrassen ca. 250 km durch den Vogelsberg und die Rhön führt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Höchst a. d. Nidder, Wetteraukreis, Wetteraukreis“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). (Stand: 8. Juli 2015)
  2. Gemeindeverwaltung Altenstadt – Einwohner nach Ortsteilen, abgerufen im April 2016.
  3. Regest: Battenberg, Solmser Urk. 1, S. 6 Nr. 15.
  4. Thea Altaras: Synagogen in Hessen – Was geschah seit 1945? Verlag Karl Robert Langewiesche, Königstein im Taunus 1988, ISBN 978-3-7845-7790-6, S. 188.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 352.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]