Höfen (Monschau)

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Koordinaten: 50° 32′ 26″ N, 6° 15′ 9″ O

Höfen
Stadt Monschau
Wappen von Höfen
Höhe: 549 m
Fläche: 30,48 km²
Einwohner: 2054 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Typische Buchenhecke in Höfen

Höfen ist ein südöstlicher Stadtteil von Monschau in der Städteregion Aachen und gehörte bis 1972 als eigenständige Gemeinde zum ebenfalls aufgelösten Kreis Monschau und dieser zum ebenfalls aufgelösten Regierungsbezirk Aachen (siehe Aachen-Gesetz).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name wird zum ersten Mal 1361 erwähnt. Er geht zurück auf einige Einzelhöfe "auf den Hoven". Ortsteile sind Heidgen und Alzen.

Am 1. Januar 1972 wurde Höfen in die Stadt Monschau eingegliedert.[1]

Wissenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt am Rand des Nationalpark Eifel, im Ort befindet sich eines der fünf Nationalpark-Tore. Charakteristisch für Höfen sind die haushohen Rotbuchenhecken; der Ort ist ein gutes Dokumentationsbeispiel für das Monschauer Heckenland. Höfen liegt eifeltypisch auf der Höhe. Die bis zu 10 m hohen Hecken schützen vor den heftigen Winden und verhindern so im Winter das Auskühlen des dahinter liegenden Hauses. Buchenhecken verlieren ihr welkes Laub erst im Frühjahr, mit dem Neuaustrieb.

Bis 2009 betrieb der Bundesnachrichtendienst bei Höfen, Heidgen, eine Abhöranlage mit bis zu 100 Bediensteten. Als Tarnung wurde die Bezeichnung Bundesstelle für Fernmeldestatistik verwendet. 2009 wurde damit begonnen die Sendemasten abzubauen.[2][3]

Liste der Baudenkmäler in Monschau

Sehenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reiner Jakobs in seiner Landschaftskrippe

In jedem Jahr zieht vom Beginn der Adventszeit bis Anfang des Folgejahres die Höfener Landschaftskrippe unzählige Besucher aus dem Rheinland und den benachbarten Benelux-Staaten an.

In der Höfener Pfarrkirche St. Michael wird seit den 1980er Jahren eine imposante Landschaftskrippe mit echten Bäumen und hunderten von Tierpräparaten (u.a. ausgestopfte Rehen, Füchsen, Mardern und Greifvögeln) aufgebaut. Hier erlebt man die Vielfalt der Eifeler Landschafts- und Tierwelt. Die Krippe ist 30 m breit und zwischen 6-8 m hoch. Von dem singenden Hirten, dem Initiator der Krippe, Reiner Jakobs werden täglich Weihnachts- und Volkslieder gesungen. Mit seinen Darbietungen sammelt er Spenden, mit denen er notleidende krebskranke Kinder seit Jahren tatkräftig unterstützt.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen des Wettbewerbes Unser Dorf hat Zukunft erhielt Höfen 1987 und 2001 eine Bundesgoldmedaille.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 309.
  2. Eifeler Nachrichten (2009) Seite 17 Nummer 246
  3. Aachener Nachrichten: Höfen: Geheimdienst löst seinen Horchposten auf, 21. Oktober 2009

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Höfen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien