Höhlenbrüter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kohlmeise verlässt die Bruthöhle mit Kotpaket eines Nestlings

Höhlenbrüter sind Vögel, die ihre Nester in Höhlungen bauen. Je nach Art werden dafür entweder bereits vorhandene Höhlungen in hohlen Bäumen, Felsspalten, Mauerlöchern und Erdhöhlen genutzt (diese Arten werden dann sekundäre Höhlenbrüter genannt, wie beispielsweise Kohlmeise oder Kleiber) oder es werden eigens Höhlen angelegt. Dennoch handelt es sich bei Höhlenbrüter nicht um einen im engeren, wissenschaftlichen Sinne ornithologisch systematisierenden Begriff.

Stehen natürliche Höhlungen nicht oder nur in nicht ausreichender Zahl zur Verfügung, kann man einigen Höhlenbrüter-Arten durch das Aufhängen von Nistkästen eine geeignete Nistmöglichkeit bieten. Zu diesen Vogelarten gehören neben vielen anderen fast alle Meisenarten, beispielsweise Kohlmeise und Blaumeise, der Kleiber, der Star, Haus- und Feldsperling, Trauer- und Halsbandschnäpper und der Gartenrotschwanz, der aber auch als sogenannter Nischenbrüter anzutreffen ist. Der Wendehals ist der einzige Specht, der seine Bruthöhle nicht selbst in Baumstämme meißelt.

Weitere in Eurasien vorkommende Höhlenbrüter sind Gänsesäger, Schellente, Spatelente, Brandgans, Rostgans, Hohltaube, Wiedehopf, Blauracke, Bienenfresser, Eisvogel, Mauersegler, Uferschwalbe sowie einige Eulenarten, etwa Waldkauz, Steinkauz, Raufußkauz und Sperlingskauz.

Ähnlich wie bei den Vögeln wird auch bei einigen staatenbildenden Insekten der Ordnung Hautflügler von Höhlenbrütern, sogenannten „Dunkelhöhlennistern“ gesprochen. Dies sind beispielsweise Westliche Honigbiene, Östliche Honigbiene, Hummeln, Hornissen, Deutsche Wespe und Gemeine Wespe.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]