Höllerbach

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Höllerbach
Gemeinde Brensbach
Koordinaten: 49° 46′ 43″ N, 8° 54′ 10″ O
Höhe: 219 m ü. NHN
Fläche: 2,55 km²[1]
Einwohner: 353 (31. Dez. 2020)[2]
Bevölkerungsdichte: 138 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 1972
Postleitzahl: 64395
Vorwahl: 06161

Höllerbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Brensbach im südhessischen Odenwaldkreis.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Höllerbach liegt im Norden des Odenwalds im Tal des Hollerbachs, einem rechten nördlichen Zufluss des Brensbachs, der in der Ortslage von Brensbach der Gersprenz zufließt. Die höchste Erhebung der Gemarkung ist im Norden der Hermesberg mit 377 Meter. Im Süden liegt auf einem Bergrücken in 340 Meter Höhe inmitten einer Rodung der Schaafhof. Die Feldflur des Ortes ist von drei Seiten von waldbedeckten Höhen umgeben und öffnet sich nach Westen zur Gerspenzniederung. Höllerbach gehört geologisch zum kristallinen Vorderen Odenwald.

Höllerbach liegt in der Region Starkenburg und im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bestehen des Ortes ist unter dem Namen Holderbach seit 1408 urkundlich bezeugt. Höllerbach gehörte zum Zentgericht und zum Kirchspiel von Kirchbrombach, Teil der Herrschaft Breuberg. Im Jahr 1806 kam der Ort mit der Grafschaft Erbach an das Großherzogtum Hessen.

Nach Auflösung der alten Amtsstruktur 1822 fiel der Ort in den Zuständigkeitsbereich des Landgerichts Höchst, nach der Reichsjustizreform von 1877 ab 1879 in den des Amtsgerichts Höchst im Odenwald.

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde Höllerbach am 1. August 1972 durch Landesgesetz zugleich mit den Gemeinden Nieder-Kainsbach, Wallbach, und Wersau in die Gemeinde Brensbach eingemeindet.[3][4] Für Höllerbach sowie für die übrigen im Zuge der Gebietsreform nach Brensbach eingegliederten Gemeinden wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1730: 17 wehrfähige Männer, ein Beisasse[1]
  • 1961: 259 evangelische (= 90,56 %), 27 katholische (= 9,44 %) Einwohner[1]
Höllerbach: Einwohnerzahlen von 1829 bis 2020
Jahr  Einwohner
1829
  
185
1834
  
226
1840
  
236
1846
  
252
1852
  
230
1858
  
221
1864
  
230
1871
  
220
1875
  
238
1885
  
255
1895
  
252
1905
  
232
1910
  
239
1925
  
257
1939
  
258
1946
  
310
1950
  
326
1956
  
278
1961
  
286
1967
  
269
1970
  
322
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
354
2015
  
379
2020
  
353
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1]; nach 1970 Gemeinde Brensbach[6][2]; Zensus 2011[7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ehemalige Schulhaus von 1875 und vier weitere ortsbildprägende Anwesen in Höllerbach stehen unter Denkmalschutz.[8]

Natur und Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemarkung zählt eine Teilfläche des Natura2000-Gebietes „Grünlandbereiche östlich von Brensbach“ (FFH-Gebiet 6219-301).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von dem Kernort Brensbach aus führt die Landesstraße L 3106 in östlicher Richtung über Höllerbach und Hummetroth nach Höchst. Über den Kernort ist Höllerbach an die Bundesstraße 38 angeschlossen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Höllerbach, Odenwaldkreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. a b Zahlen & Fakten. In: Webauftritt. Gemeinde Brensbach, abgerufen im Oktober 2020.
  3. Gesetzes zur Neugliederung des Landkreises Erbach (GVBl. II 330–16) vom 11. Juli 1972. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 224, § 8 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,2 MB]).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 359.
  5. Hauptsatzung § 5. (PDF; 50 KB) Gemeinde Brensbach, abgerufen im Mai 2019.
  6. Ortsteil Höllerbach. Archiviert vom Original; abgerufen im Jahr 2016.
  7. Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,9 MB) (Nicht mehr online verfügbar.) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original am 11. Juli 2021;.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/statistik.hessen.de
  8. denkmalpflege-hessen: Lage der örtlichen Kulturdenkmäler