Hölstein

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Hölstein
Wappen von Hölstein
Staat: Schweiz
Kanton: Basel-Landschaft (BL)
Bezirk: Waldenburg
BFS-Nr.: 2886i1f3f4
Postleitzahl: 4434
UN/LOCODE: CH HSN
Koordinaten: 625014 / 252868Koordinaten: 47° 25′ 34″ N, 7° 46′ 13″ O; CH1903: 625014 / 252868
Höhe: 422 m ü. M.
Fläche: 6,02 km²
Einwohner: 2415 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 401 Einw. pro km²
Website: www.hoelstein.ch
Hölstein

Hölstein

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Hölstein (Schweizerdeutsch: Hölschte) ist eine politische Gemeinde im Kanton Basel-Landschaft und liegt zwischen dem Kantonshauptort Liestal und dem historischen Städtchen Waldenburg. Sie gehört zur Randzone des Einzugsgebietes von Basel.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Baugebiet umfasst 32 ha, das Landwirtschaftsgebiet 344 ha und 226 ha sind bewaldet.

Die Nachbargemeinden sind Ramlinsburg, Zunzgen, Tenniken, Diegten, Bennwil, Niederdorf, Lampenberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hölstein wurde 1093 erstmals urkundlich erwähnt: als „Hulestein“. Der Name bedeutete „hohler Stein“ oder „beim hohlen Fels“. Im 14. Jahrhundert war das Dorf ein Lehen der Ziefener, einem Zweig der Eptinger.

In den Jahren 1629 (15 Tote), 1830 (19 Tote), 1924 und 1926 wurde Hölstein von Hochwassern heimgesucht. Markierungen am Hölsteiner Bahnhof erinnern an die Hochwasserstände der Frenke.[2] Das Hochwasser vom 16. Juli 1830 ist auch Thema eines Gemäldes von Johannes Senn (1780–1861).[3] 1931 wird an der Gemeindeversammlung beschlossen, die Frenke wegen der immer wiederkehrenden Hochwasser zu korrigieren.[4]

Auf dem Gemeindegebiet von Hölstein liegt der Leuenberg, der als Tagungsort der reformierten Kirche genutzt wird. Dort 1973 stattgehabte zwischenkirchliche Lehrgespräche führten zur Leuenberger Konkordie als Gründungsdokument der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein silberner Adler mit goldenen Fängen, der auf rotem Grund liegt (um 90° gedreht). Das Wappen ist seit 1945 offiziell und erinnert an die Besitzer des Dorfes im 14. und 15. Jahrhundert.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hölstein liegt für den öffentlichen Personenverkehr günstig an der Waldenburgerbahn. Es lässt sich die Kantonshauptstadt innerhalb von 12 Minuten erreichen. Nach Basel sind es mit Umsteigen 25 Minuten.

Die Autobahn A2 Auffahrt Diegten ist wenige Minuten von Hölstein entfernt, hier hat man auch Anschluss Richtung Basel/Deutschland/Frankreich oder in die andere Richtung Bern/Zürich/Gotthard.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1904 gründeten Paul Cattin und Georges Christian in Hölstein die Uhrenfabrik Oris (benannt nach dem Orisbach); das Unternehmen hat auch heute noch seinen Hauptsitz in der Gemeinde.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hölstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. http://www.regionatur.ch/Themen/Wasser-Entwaessern/Hochwasser-Ueberschwemmungen
  3. http://www.geschichte.bl.ch/politik/uebergang-zur-demokratie/uebergang-zur-demokratie-galerie/nebentext/70//media/hochwasser-in-hoelstein-1830.html?tx_hfgblcircuit_pi1%5Bmedia%5D=1&cHash=e2414270d15e3bf9759056524d8a7d72
  4. «Kleine Chronologie zur Hölsteiner Geschichte», Website der Gemeinde Hölstein
  5. Unternehmensgeschichte auf der Oris Website