Höningen

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Höningen
Ortsgemeinde Altleiningen
Koordinaten: 49° 29′ 26″ N, 8° 4′ 39″ O
Höhe: 300 m ü. NN
Einwohner: 257 (30. Jun. 2007)
Postleitzahl: 67317
Vorwahl: 06356
Höningen (Rheinland-Pfalz)
Höningen

Lage von Höningen in Rheinland-Pfalz

Jakobskirche, rechts im Hintergrund der Westgiebel der ruinösen Klosterkirche
Jakobskirche, rechts im Hintergrund der Westgiebel der ruinösen Klosterkirche
Kupferstich aus dem frühen 18. Jahrhundert

Höningen ist ein Ortsteil der Gemeinde Altleiningen im rheinland-pfälzischen Landkreis Bad Dürkheim.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Höningen liegt im nordöstlichen Pfälzerwald etwa 2 Kilometer südlich des Kernortes der Gemeinde auf ungefähr 350 Meter Höhe. Fast genau im Süden erhebt sich der 516 Meter hohe Rahnfels, zu dem eine schmale, kurvenreiche Landstraße hinaufführt. Am Ostrand der Wohnbebauung passiert den Ort in nordöstlicher Richtung der 5 Kilometer lange Höninger Bach, der seine Quelle südwestlich von Höningen an einem Bergsattel zwischen dem Rahnfels und dem Kieskautberg hat und ein rechter Zufluss des Eckbachs ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Höningen in seiner aktuellen Form entwickelte sich erst im Laufe des 19. Jahrhunderts aus einem ursprünglichen Weiler. Keimzelle war im Mittelalter das namengebende Chorherrenstift St. Peter Höningen der Augustiner. Es wurde um 1120 vom leiningischen Grafen Emich II. († vor 1138) drei Kilometer südlich seiner Stammburg Leiningen gegründet. Die örtliche Jakobskirche ist nur wenig jünger als das Kloster. Dieses wurde 1569 im Zuge der Reformation aufgegeben. Nachdem die Gebäude des Klosters kurze Zeit später bei einem Feuer fast vollständig niedergebrannt waren, ließ Graf Philipp I. von Leiningen (1527–1597) sie teilweise wieder aufbauen, um darin eine Lateinschule einzurichten. Aus dieser ging später das heutige Leininger-Gymnasium in der 10 Kilometer entfernten Kleinstadt Grünstadt hervor.

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Ruine des Klosters, der gleichfalls romanischen Jakobskirche, einer im Jahre 1900 erbauten Villa mit Fachwerkkniestock in der Straße An der Eiche sowie einem aus dem 14./15. Jahrhundert stammenden Bildstock in der Höninger Hauptstraße besitzt der Ort vier Kulturdenkmäler.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Höningen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Höningen zeigen sich erste Ansätze, über die waldreiche Umgebung vom Tourismus zu profitieren. Zwei Straßen führen nach Altleiningen und erreichen den Hauptort in dessen Süden (2 Kilometer) bzw. Nordosten (3 Kilometer). Höningen verfügt über eine Bushaltestelle an der Buslinie 454 des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar, die von Grünstadt aus bedient wird. In Wattenheim befindet sich der nächste Autobahnanschluss (A 6, SaarbrückenMannheim).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]