Hörleinsdorf

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Koordinaten: 49° 23′ 1″ N, 10° 45′ 3″ O

Hörleinsdorf
Höhe: 331 m ü. NN
Einwohner: 20 (2016)[1]
Postleitzahl: 90599
Vorwahl: 09824
Hörleinsdorf

Hörleinsdorf

Ehemalige Gaststätte
Fachwerkscheune

Hörleinsdorf (umgangssprachlich: Hirləschdorf[2]) ist ein Ortsteil des Marktes Dietenhofen im Landkreis Ansbach in Mittelfranken.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weiler liegt am Triebendorfer Graben (auch Deichselbach genannt), einem rechten Zufluss der Haslach, die wiederum ein rechter Zufluss der Bibert ist. Im Ort kreuzen sich der Markgrafen- und der Hohenzollernweg. Im Westen liegt die Flur Kurzweil.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals namentlich erwähnt wird der Ort 1249 als Horlinstdorf in einer Urkunde, in der bezeugt wird, dass das Kloster Heilsbronn unter anderem dort vier Höfe erwarb. Die Bedeutung des Ortsnamens bleibt unklar, ein Personenname Horlin ist nicht belegt. Denkbar ist, dass er sich vom althochdeutschen hor, horwes (= Sumpf, Schmutz, Kot) ableitet, wie das beispielsweise beim Ortsnamen Hürbel der Fall ist.

Im Dreißigjährigen Krieg verödeten die Höfe.

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jh.) gehörte der Ort zur politischen Gemeinde Kehlmünz. Diese wurde am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform in den Markt Dietenhofen eingegliedert.[4]

Die Bewohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Johannis Bürglein gepfarrt.

Baudenkmal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wohnstallhaus und ehemaliges Gasthaus

Baubeschreibung: → Liste der Baudenkmäler in Dietenhofen#Hörleinsdorf

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1831[5] 1846[6] 1867[7] 1900[8] 1950[9] 1987[10] 2005[11] 2016[1]
Einwohner 50 69 63 46 58 28 28 20

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Markttriebendorf bzw. zur Kreisstraße AN 24.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Kaspar Bundschuh: Geographisches statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 2. Stettinische Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, Sp. 704.
  • Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Erlangen 1955, DNB 480570132, S. 101.
  • Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. C.H. Beck, Nördlingen 1879, DNB 940177943, S. 226.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hörleinsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b www.dietenhofen.de
  2. E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. 1955, S. 101.
  3. Bayern Atlas, Hörleinsdorf
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 535.
  5. Topo-geographisch-statistisches Lexicon vom Königreiche Bayern, Band 1, S. 781
  6. Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern, S. 148
  7. Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern, Sp. 1043
  8. Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern mit alphabetischem Ortsregister, Sp. 1159
  9. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950, München, 1952, Sp. 1027
  10. Verein für Computergenealogie e. V., Münchzell
  11. Statistik der Einwohnerzahlen in den Ortsteilen. (Memento vom 1. August 2012 im Webarchiv archive.is) auf: dietenhofen.de