Hörpolding (Traunreut)

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Hörpolding
Stadt Traunreut
Koordinaten: 47° 57′ 36″ N, 12° 34′ 10″ O
Höhe: 521 m
Einwohner: 422 (2012)[1]
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 83301
Vorwahl: 08669

Hörpolding ist ein Dorf im Gemeindegebiet der Stadt Traunreut im Landkreis Traunstein in Oberbayern.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft liegt an der B304 zwischen Traunstein und Trostberg sowie an der Bahnlinie Traunstein-Mühldorf. Hörpolding gliedert sich in zwei Teile, das Oberdorf und das Unterdorf.

Während im Oberdorf ein Bauunternehmen, einige Bauernhöfe, Weiler und ein Gasthof anzutreffen sind, finden sich im unteren Teil des Dorfes Wohnhäuser neueren Types, der Bahnhof, ein holzverarbeitendes Unternehmen sowie eine Mühle.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Siedlungsraum wohl bereits in der Bronzezeit benutzt, sind archäologische Funde erst aus römisch-keltischer Zeit nachweisbar. 68 Reihengräber aus dem 7./8. Jahrhundert sind gesichert. Dennoch dürfte die Siedlung – wie wir sie seither nachweislich kennen – erst im 8. Jahrhundert entstanden sein. Die patronymische Ortsbezeichnung („ad Herioltingam“) weist auf einen keltischen Grundeigentümer namens „Heriolt“ hin. Die Ortschaft Hörpolding war Teil der Gemeinde Stein an der Traun und gehört mit dieser seit 1978 der Stadtgemeinde Traunreut an.

Bahnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Hörpolding während der Gleisarbeiten im August 2006.

Der Bahnhof entstand mit der Eröffnung des Streckenabschnitts Traunstein-Trostberg am 31. August 1891. Im Jahre 1940 wurde der Bahnhof Hörpolding erheblich vergrößert, um den Schwerverkehr, der von der Munitionsanstalt kam, schneller bewerkstelligen zu können. Der Bahnhof verfügte über 6 Gleise und eine zweite Eisenbahnbrücke. Die Brücke wurde jedoch Anfang der 1990er-Jahre zurückgebaut, die Gleise dazu bereits in den 1980er-Jahren. Die zweite Brücke leistet heute ihren Dienst in Altenmarkt an der Alz.

Seit der Wiederinbetriebnahme des Bahnhaltepunktes Traunreut dient der Bf Hörpolding als Knotenbahnhof zwischen der Traun-Alz-Bahn und der Bahnstrecke Hörpolding–Traunreut.

Im August 2006 wurde hierzu der gesamte Oberbau von Hörpolding nach Traunstein, mit Ausnahme des Streckenabschnittes zwischen Aiging und der Abzw. Traunstein-Industriegebiet, erneuert.

Ein Kuriosum: Am 29. September 1988 stürzte ein führerloser Zug, der von Traunstein kommend nach Hörpolding rollte, in die Traun.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Müllers Großes Deutsches Ortsbuch 2012. De Gruyter, 2012, S. 608.
  2. Bilder vom Unfall. Abgerufen am 26. Mai 2016.