Hövels

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Hövels (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Hövels
Hövels
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Hövels hervorgehoben
Koordinaten: 50° 47′ N, 7° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Wissen
Höhe: 160 m ü. NHN
Fläche: 7,87 km2
Einwohner: 543 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 57537,
57587 (Mühlenthal)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 02742, 02741
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 054
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstraße 75
57537 Wissen
Webpräsenz: www.wissen.eu
Ortsbürgermeister: Andreas Steckenstein
Lage der Ortsgemeinde Hövels im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
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Über dieses Bild

Hövels ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wissen an.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hövels liegt sowohl auf der Höhe als auch im Siegtal an der Bundesstraße 62, die auf 13 km Länge mit der Sieg durch die Gemeinde verläuft. Die Sieg bildet auch die Grenze zu der Ortsgemeinde Mittelhof.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hövels liegt auf einem niedrigen Berg und der Name der Ortsgemeinde ist von Bergnamen herzuleiten. Von „buhil, bühel“ (niedriger Berg) ist durch Lautumstellung das Wort „hübel“ entstanden, entsprechend der niederländisch-niederdeutschen Form „heuvel, hövel“. Hövels bezeichnet ursprünglich die Bewohner des Ortes.

Ortsteil „Niederhövels“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entstehung des Ortsteils Niederhövels ist auf die EisenerzgrubeEupel“ zurückzuführen. Am 26. Januar 1652 belehnten die Herren zu Hatzfeldt-Wildenburg den Freiherrn von Sparr mit sämtlichen Bergwerken im Crottorf-Weisweilerschen Distrikt. In dieser Urkunde wird u. a. erstmals die Grube „Aepel“ (Eupel) erwähnt. 1870 bis 1873 wurde die Bergmannssiedlung gebaut, die durch Bomben im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt wurde. Diese Siedlung stellte bis Kriegsende den eigentlichen Ortskern dar. Durch die Bodenreform und Verkauf von Grundstücken durch die Hatzfeldt-Wildenburg'sche Verwaltung entwickelte sich oberhalb der B 62 der Ort Niederhövels. Bis zur Schließung der Grube Eupel im Jahre 1964 bestanden die Ortsnamen „Eupel“ und „Niederhövels“ gleichzeitig. Der Ortsname „Eupel“ wurde nach der Schließung der Grube offiziell aufgehoben. Außerdem war in Niederhövels noch die Grube Wingertshardt in Betrieb.

Weiler und Höfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die „Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinzen“ von 1830 beschreibt die Gemeinde Hövels wie folgt:[2]

„Die Gemeinde Hövels mit 349 Einwohnern besteht aus den Weilern, Höfen und Häusern: Daßberg, Alsen, Ober- und Nieder-Güdelen, Rödderstein, Staat, Wingertshardt, Zollhaus, Eipel, Ober- und Nieder-Hövels, Mühlenberg, Seifen, Vor der Harth, Gotterbach, Wisserhütte, Siegenthal, Brückhöfen und die Brück-Mühle. In dieser Gemeinde ist das Kupfer- und Blei-Bergwerk Wingershardt, das Spateisenstein, silberhaltigen Bleierz und Kupferkies bricht, einen mächtigen Brauneisensteingang hat und auch Rohstahleisen fabrizirt.“

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Hövels, die Werte von 1939 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1939 608
1950 686
1961 779
1970 707
Jahr Einwohner
1987 660
1997 690
2005 709
2015 543

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Hövels besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 7 5 12 Sitze
2009 4 4 4 12 Sitze
2004 5 7 - 12 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Mittelhof-Hövels e.V.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Gold ein stilisierter schräggekreuzter schwarzer Schlägel und Eisen.“

Bedeutung: Hammer und Schlägel sind das Symbol der Bergleute und sollen darauf hinweisen, dass in den Gruben Eupel und Wingertshardt in der Ortsgemeinde Hövels über Jahrhunderte bis 1964 Bergbau betrieben wurde. Der goldene Grund des Wappens soll die natürliche Farbe des in Hövels hauptsächlich gewonnenen Spateisensteins symbolisieren.[5]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort sind noch sechs landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe und drei Nebenerwerbsbetriebe tätig. Eine Gaststätte mit Hotel sowie mehrere kleine Handels- und Gewerbebetriebe bieten noch einige Arbeitsplätze. Am Ort besteht seit 1999 ein Bahnhof mit Park & Ride-Anlage für die Strecke Au (Sieg)Dillenburg.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Niederhövels befindet sich ein Bahnhof der Siegstrecke, welcher durch die Regionalbahnlinie RB90 (Westerwald-Sieg-Bahn) der Hessischen Landesbahn HLB, Betriebsbereich Dreiländerbahn (Limburg an der Lahn-Diez Ost-Westerburg-Hachenburg-Altenkirchen (Westerwald)-Au (Sieg)-Wissen(Sieg)-Siegen-Kreuztal) nach dem Rheinland-Pfalz-Takt täglich im Stundentakt bedient wird.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hövels verfügt über ein reiches Vereinsleben, in dem u. a. der Dorfverschönerungsverein, der Sportverein TuS 04 Germania Niederhövels, der Spielmannszug „Alte Kameraden“ Niederhövels, der evangelische Frauenchor, der Gartenbauverein und die konfessionellen Frauengemeinschaften sowie der Karnevalsverein hervorzuheben sind.

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liste der Kulturdenkmäler in Hövels

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ortsgemeinde Hövels (Hrsg.): 125 Jahre Bergmannssiedlung. Eupel – Hövels im Wandel der Zeiten. Ein Streifzug durch die Vergangenheit, Hövels 1998.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hövels – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Friedrich von Restorff: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinzen, 1830, Seite 703
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2014, Gemeinderat
  5. Wappenbeschreibung auf der Internetpräsenz der Verbandsgemeinde Wissen