Höven

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Dieser Artikel behandelt den Ortsteil Höven von Wardenburg.
Für den gleichnamigen Ortsteil von Rosendahl im Münsterland siehe Höven (Rosendahl).

Koordinaten: 53° 2′ 2″ N, 8° 13′ 51″ O

Höven
Ortsgemeinde Wardenburg
Höhe: 9 (9–14) m
Einwohner: 192 (20. Feb. 2009)
Postleitzahl: 26203
Vorwahl: 04407
Das Wappen des Adelsgeschlechts von Dorgelo, zugleich Wappen des Dorfs Höven

Das Dorf Höven liegt südlich von Oldenburg in der Gemeinde Wardenburg. Es befindet sich zwischen dem Fluss Hunte und Barneführer Holz im Osten und der Autobahn 29 im Westen.

Um 1390 wird ein Haus „ton Hoeven“ im Besitz der Knappen von Porsenberg bezeugt. Die erste urkundliche Erwähnung ist aus dem Jahre 1435, in der das Got Hoeven erwähnt wird.[1] Im Jahr 1579 besaß eine Familie von Rahden das Gut Höven.[2] Durch Einheirat wurde 1678 Johann Röttger von Dorgelo Besitzer des Gutes Höven.[3] Der preußische Oberst Ludwig Heinrich Freiherr von Lützow erbte nach dem Tod seines Onkels mütterlicherseits, August Wilhelm Anton von Dorgelo, im Jahr 1855 das Gut unter der Auflage, sich in Zukunft „von Dorgelo“ zu nennen. Ludwig von Lützow genannt von Dorgelo verkaufte 1864 Gut Höven. Seitdem ist das ehemalige Gut ein von Bürgerlichen betriebener Bauernhof.[4]

In der unmittelbaren Umgebung des Gutes siedelten sich Bauern an, wodurch die Bauerschaft Höven entstand, die bis heute das Wappen derer von Dorgelo als Dorfwappen führt. Im 19. Jahrhundert hatte das Dorf 150 Einwohner.[5]

Heute besitzt Höven circa 190 Einwohner und einen landwirtschaftlichen Betrieb, nachdem es in den 1970er Jahren noch 13 Bauernhöfe gegeben hatte. Weiterhin sind zwei Reithallen und eine Grundschule im Ort vorhanden sowie ein 1919 gegründeter Reiterverein.[1][6] Zu den Sehenswürdigkeiten Hövens gehört das Grabmal des Adam Levin von Dorgelo (1733–1824).[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Dietrich Fischbeck: Vom Bauernjungen zum Volksbürgermeister. Fünf Generationen Fischbeck in der Gemeinde Wardenburg. Wardenburg, 1990.
  2. Ludwig Kohli: Handbuch einer historisch-statistisch-geographischen Beschreibung des Herzogthums Oldenburg sammt der Erbherrschaft Jever und der beiden Fürstenthümer Lübeck und Birkenfeld. Bremen 1825. S. 26
  3. Carl Heinrich Nieberding: Geschichte des ehemaligen Niederstifts Münster. Zweiter Band. Vechta 1842 S. 447
  4. Jan Derk Dorgelo: The Genealogical History of the Family Dorgelo (PDF; 306 kB). 2003. S. 11f.
  5. Oldenburgischer Staats–Kalender auf das Schaltjahr Christi 1848. Schulzesche Buchhandlung, Oldenburg, 1848. S. 204.
  6. Bürgerverein Höven: Unser Dorf Höven (PDF; 5,0 MB). 2009
  7. Die Grabstätte von Dörgeloh (Memento vom 23. Juli 2012 im Webarchiv archive.is). 4K-produktion (Video) 2008

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]