Hügel der blutigen Stiefel

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Filmdaten
Deutscher Titel Hügel der blutigen Stiefel
Originaltitel La collina degli stivali
Produktionsland Italien
Originalsprache Italienisch
Erscheinungsjahr 1969
Länge 106 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Giuseppe Colizzi
Drehbuch Giuseppe Colizzi
Produktion Enzo D'Ambrosio,
Giuseppe Colizzi
Musik Carlo Rustichelli
Kamera Marcello Masciocchi
Schnitt Tatiana Casini Morigi
Besetzung

Hügel der blutigen Stiefel (Originaltitel: La collina degli stivali), auch unter Zwei hau’n auf den Putz, oder Hügel der Stiefel bekannt, ist ein Film aus dem Jahr 1969.

Handlung[Bearbeiten]

Auf der Flucht vor der Finch-Bande wird Cat Stevens verwundet. Er sucht Unterschlupf bei einem fahrenden Zirkus. Die Artisten helfen Cat, locken damit aber Finchs Männer an. Der Artist Thomas schwört Rache, nachdem die Bande seinen Partner Joe getötet hat und schließt sich Cat an. Cat treiben aber andere Motive an. Sein Freund Sharp, der in dem kleinen Goldgräberstädtchen Kingstonville wohnt, erzählte ihm von den korrupten Machenschaften des Bürgermeisters und seiner Banditen. Dieser heuerte Finch an, um die Grundstücke der Schürfer gewaltsam an sich zu bringen. Cats alter Kumpel Hutch Bessy, der Finch einst hinter Gitter brachte, kommt als Verstärkung mit. In der Stadt angekommen, klären sie den Regierungsbeamten Boone über die Lage auf. Während einer Zirkusvorstellung werden die Gangster derart provoziert, dass es zu einer ausgiebigen Schießerei kommt. Die meisten der Banditen werden dabei getötet, unter ihnen auch Finch. Der korrupte Bürgermeister wird den Goldgräbern überlassen.

Kritiken[Bearbeiten]

„Der einigermaßen unterhaltsame Italo-Western mit einigen harten Schieß- und Prügelszenen ist eine der ersten gemeinsamen Arbeiten des Duos Hill / Spencer. Der Film kam in einer neusynchronisierten Fassung unter dem Titel Zwei haun auf den Putz erneut in die Kinos, wobei gleichzeitig auch die Handlung 'umproduziert' und die komödiantischen Züge verstärkt wurden.[1]

film-dienst

„Regisseur Colizzi beginnt ein Gütezeichen im Italo-Western zu werden: sein Farb-Breitwandfilm hat wohl das mehr als bekannte Handlungsgerippe, ist aber durchsichtig klar, voller Humor, ja, Romantik und weist rühmenswerte Leistungen in Kamera, Schnitt und Musik auf. Gut anzuschauen.“

Evangelischer Filmbeobachter, Kritik Nr. 410/1970

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film ist die Fortsetzung von Gott vergibt … wir beide nie (1967) und Vier für ein Ave Maria (1968).

Es gibt verschiedene deutsche Synchronfassungen; auch die Längen der Versionen unterscheiden sich erheblich:

  • Die zum deutschen Kinostart 1970 mit dem Titel Hügel der blutigen Stiefel angefertigte Synchronisation, welche heute als verschollen gilt
  • Die Neusynchronisation von 1978 zur Wiederaufführung des umgeschnittenen Films unter dem Titel Zwei hau'n auf den Putz
  • Die Synchronisation der DEFA von 1983 zur Veröffentlichung des Films unter dem Titel Hügel der Stiefel in der DDR. Diese Fassung ist die heute im TV und auf VHS / DVD in Deutschland verbreitetste Version, allerdings enthält sie einige Szenen, die in München neu synchronisiert wurden, da sie bei der ARD-Ausstrahlung fehlten und man bei der Kirch-Gruppe nicht wusste, dass auch diese mit DEFA-Synchro vorlagen.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Christian Heger: Die rechte und die linke Hand der Parodie: Bud Spencer, Terence Hill und ihre Filme, Marburg: Schüren Verlag 2009, ISBN 978-3-89472-664-5

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hügel der blutigen Stiefel im Lexikon des internationalen Films
  2. http://www.schnittberichte.com/schnittbericht.php?ID=119086 aufgerufen am 27. Mai 2011