Hülsen (Dörverden)

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Hülsen
Gemeinde Dörverden
Wappen von Hülsen
Koordinaten: 52° 48′ 38″ N, 9° 20′ 2″ O
Höhe: 18 m ü. NN
Fläche: 1,59 km²
Einwohner: 1157 (15. Feb. 2002)
Bevölkerungsdichte: 726 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 27313
Vorwahl: 04239
Hülsen (Niedersachsen)
Hülsen

Lage von Hülsen in Niedersachsen

Hülsen ist ein Ortsteil der Gemeinde Dörverden im Landkreis Verden, Niedersachsen. Bis zur Gemeindereform 1972 gehörte der Ort zum Landkreis Fallingbostel.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hülsen liegt an der Aller. Es ist ein relativ kleines Dorf mit vielen Wäldern. Durch den Ort verläuft die Kreisstraße 14.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie im Hauptort Dörverden deuten auch in Hülsen Funde auf eine frühe Besiedlung hin. Der Name Hulsinge (für Hülsen) wird erstmals 1260 im Lehnsregister von Hoya erwähnt. Spätere Bezeichnungen sind Hulsinghe, Hulzingen und Hülsingen.

Von 1912 bis 1924 wurde mit 650 Beschäftigten Kali-Bergbau betrieben. Von 1905 bis in die 1990er Jahre fuhr eine Eisenbahn auf der Bahnstrecke von Verden nach Schwarmstedt, die Allertalbahn, durch den Ort. Hülsen hatte einen eigenen Bahnhof.

1965 wurden eine Mittelpunktschule und 1974 ein Kindergarten erbaut.

Mit der Gebietsreform wurde Hülsen am 1. Juli 1972 zusammen mit vier weiteren Orten zur Gemeinde Dörverden zusammengefasst.[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsvorsteher ist Gernot Heers.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen hat seinen Ursprung im Adelswappen des Geschlechtes de Hulsinge aus dem Jahre 1405, allerdings war der halbierte Adler in diesem Adelswappen auf der rechten Seite. Den preußischen Adler findet man auch im heutigen Wappen de Ortes. Die andere Hälfte des heutigen Wappens zeigt auf rotem Grund vier Blätter der Stechpalme Ilex, eines Strauches, der auch heute noch in der Feldmark um den Ort vielfach zu finden ist. Die althochdeutsche Bezeichnung dafür ist "Hulis" später Hülse.

Dennoch kommt der Ortsname sicherlich von dem Geschlecht derer von Hülsing, das im 16. Jahrhundert ausgestorben ist.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 247.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]