Hünstetten

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hünstetten
Hünstetten
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hünstetten hervorgehoben
Koordinaten: 50° 15′ N, 8° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Rheingau-Taunus-Kreis
Höhe: 377 m ü. NHN
Fläche: 50,56 km²
Einwohner: 10.323 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 204 Einwohner je km²
Postleitzahl: 65510
Vorwahlen: 06126, 06128, 06438
Kfz-Kennzeichen: RÜD, SWA
Gemeindeschlüssel: 06 4 39 007
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Im Lagersboden 5
65510 Hünstetten
Webpräsenz: www.gemeinde-huenstetten.de
Bürgermeister: Jan Kraus (Hünstetter Liste)
Lage der Gemeinde Hünstetten im Rheingau-Taunus-Kreis
Lorch (Rheingau) Rüdesheim am Rhein Geisenheim Oestrich-Winkel Kiedrich Eltville am Rhein Walluf Schlangenbad Bad Schwalbach Heidenrod Aarbergen Hohenstein (Untertaunus) Taunusstein Hünstetten Idstein Niedernhausen Waldems Rheinland-Pfalz Wiesbaden Landkreis Limburg-Weilburg Main-Taunus-Kreis Hochtaunuskreis Kreis Groß-GerauKarte
Über dieses Bild

Hünstetten ist eine kreisangehörige Gemeinde im Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen. Der Sitz der Gemeindeverwaltung befindet sich im Ortsteil Wallbach.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hünstetten liegt im Taunus nördlich des Hauptkamms zwischen Limburg und der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hünstetten grenzt im Norden an die Gemeinde Hünfelden, im Nordosten an die Stadt Bad Camberg (beide Landkreis Limburg-Weilburg), im Osten an die Stadt Idstein, im Süden an die Stadt Taunusstein sowie im Westen an die Gemeinden Hohenstein und Aarbergen (alle Rheingau-Taunus-Kreis).

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hünstetten besteht aus den Ortsteilen:

Ortsteil Einwohner
Bechtheim 886
Wappen Beuerbach (Hünstetten).png Beuerbach 1.157
Wappen Görsroth (Hünstetten).png Görsroth 1.312
Kesselbach 975
Wappen Ketternschwalbach (Hünstetten).png Ketternschwalbach 468
Wappen Limbach (Hünstetten).png Limbach 729
Wappen Oberlibbach (Hünstetten).png Oberlibbach 698
Wappen Strinz-Trinitatis (Hünstetten).png Strinz-Trinitatis 977
Wappen Wallbach (Hünstetten).png Wallbach 1.065
Wappen Wallrabenstein (Hünstetten).png Wallrabenstein 2.041

Gesamt 10.308

Die Einwohnerzahlen basieren auf Daten zum 31. Dezember 2011.(Quelle ekom21)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Besiedlung im Beuerbacher Raum schon in der Steinzeit von 4400 v. Chr. bis 3500 v. Chr. gilt inzwischen als gesichert. Dies belegen Funde, die der Michelsberger Kultur zuzuordnen sind.[2]

Anlässlich der Gebietsreform in Hessen entstand die Gemeinde Hünstetten am 31. Januar 1971 durch den freiwilligen Zusammenschluss der sechs Gemeinden Beuerbach, Kesselbach, Ketternschwalbach, Limbach, Strinz-Trinitatis und Wallbach.[3] Am 1. Juli 1972 stieß Oberlibbach hinzu.[4] Am 1. Januar 1977 schließlich wurden Bechtheim, Görsroth und Wallrabenstein kraft Gesetzes[5] eingemeindet. Im zentral gelegenen Wallbach wurde für die Gemeindeverwaltung ein Neubaukomplex errichtet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[6] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[7][8]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
    
Von 31 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften  %
2016
Sitze
2016
 %
2011
Sitze
2011
 %
2006
Sitze
2006
 %
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 26,0 8 36,6 11 50,7 14 56,6 17
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 21,4 7 25,5 8 35,5 10 31,4 10
HüLi Hünstetter Liste - Bürger für Hünstetten 42,5 13 25,3 8
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 10,1 3 12,6 4 10,4 3 9,4 3
FDP Freie Demokratische Partei 36,6 11 3,4 1 2,6 1
Gesamt 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 58,4 57,2 58,1 59,8

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Huenstetten.png

Die offizielle Blasonierung des vom Staatsarchiv Darmstadt im Dezember 1979 genehmigten Wappens lautet „In Gold ein roter Balken zwischen zwei roten Flanken, begleitet oben von vier (2,2), unten von sechs (2,2,2) blauen Doppel-T-Kopfschäften.“ Das Wappen wurde nach den Vorgaben der Gemeinde durch den Bad Nauheimer Heraldiker Heinz Ritt gestaltet. Die zehn Hünengräber (Fachbegriff: Dolmen) symbolisieren die zehn ehemals selbstständigen Gemeinden und der rote Buchstabe „H“ den Anfangsbuchstabe der 1972 entstandenen Großgemeinde. Der Querbalken des Buchstaben H stellt gleichzeitig die Hühnerstraße (Bundesstraße 417) dar, die aus Richtung Wiesbaden gesehen 4 von 6 Ortsteilen trennt[9].

Partnergemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hünstetten unterhält seit 1976 partnerschaftliche Beziehungen zu Neukirchen am Großvenediger in Österreich.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hünstetten war ländlich geprägt und die Landwirtschaft spielt auch heute noch eine Rolle. Insgesamt jedoch hat sich die Gemeinde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einer Wohnsitzgemeinde gewandelt. Es gibt etwa 800 Arbeitsplätze am Ort; das bedeutet, dass die überwiegende Mehrheit der Arbeitnehmer ihren Lebensunterhalt außerhalb der Gemeinde verdient, bedingt durch die gute Straßenanbindung hauptsächlich im Rhein-Main-Gebiet.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist mit der vier Kilometer entfernten Anschlussstelle Bad Camberg und der acht Kilometer entfernten Anschlussstelle Idstein der A 3 gut an das Fernstraßennetz angebunden. Zusätzlich verläuft die Bundesstraße 417 durch die Großgemeinde. Die Entfernung nach Wiesbaden beträgt 22 km, nach Mainz 26 km und nach Frankfurt 50 km.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Scherben aus der Steinzeit In: Idsteiner Zeitung vom 2. Mai 2011
  3. Gemeinde Hünstetten, "Zur Geschichte"
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 377 und 378.
  5. Gesetz zur Neugliederung des Rheingaukreises und des Untertaunuskreises vom 26. Juni 1974, GVBl. I S. 312, § 5
  6. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  7. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  8. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  9. Gemeinde Hünstetten Wappen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hünstetten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien