Hüseyin Avni Mutlu

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Hüseyin Avni Mutlu (* 1956 in Fındıklı, Türkei) ist ein türkischer Politiker. Er war von 2010 bis 2014 Gouverneur (Vali) der Provinz Istanbul.[1]

Mutlu kam als mittleres von fünf Kindern zur Welt. 1971 zog die Familie von Fındıklı nach İvrindi. Das Gymnasium besuchte Mutlu in İzmit. Anschließend arbeitete Mutlu in der Buchhaltung einer Firma. Drei Jahre später nahm Mutlu ein Jurastudium in Istanbul auf. Im Jahr 1985 trat er in den Staatsdienst ein und wurde Kaymakam-Anwärter. Er arbeitete in verschiedenen Landkreisen als stellvertretender Kaymakam. 1994 wurde Mutlu dann zum stellvertretenden Vali von Şırnak befördert. Von 2005 bis 2007 war Mutlu dann erstmals Vali in Siirt und anschließend bis 2010 Vali von Diyarbakır. Er wurde im Mai 2010 zum Vali Istanbuls ernannt.[2]

Während der Proteste in der Türkei 2013 erklärte er, die gegen die Demonstranten eingesetzten Wasserwerfer versprühten nicht mit Chemikalien, sondern mit Wirkstoffen versetztes Wasser, dem sich die Demonstranten sogar freiwillig aussetzen würden.[3]

Im September 2014 wurde Mutlu durch Vasip Şahın im Amt abgelöst und nach Ankara berufen, wo er - wie häufig der Fall - als sogenannter "Zentralgouverneur" Rang und Gehalt behielt, aber keinen aktives Amt ausübte. Im Zusammenhang mit den Untersuchungen zum Putschversuch 2016 wurde er am 19 Juli 2016 wie Tausende andere Beamte suspendiert und am 26 Juli festgenommen.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jürgen Gottschlick: 32 Verletzte in Istanbul. In: Die Tageszeitung. 31. Oktober 2010, abgerufen am 3. November 2010.
  2. Arwen: Istanbul Hüseyin Avni neuer Gouverneur Mutlu. In: delinetciler.net. 13. Mai 2010, abgerufen am 3. November 2010.
  3. Hürriyet vom 16. Juni 2013
  4. Turkey detains Istanbul governor, academics after failed coup attempt Hürriyet Daily News. 26 Juli 2016