H-Net

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das H-Net – Humanities and Social Sciences Online ist ein Netzwerk zur Fachkommunikation in den Geistes- und Sozialwissenschaften, dessen technische Infrastruktur (Listserv) an der Michigan State University angesiedelt ist und das sich auf einen weltweiten Stab von Redakteuren, Herausgebern und Beiräten stützt.

Das H-Net wurde vom amerikanischen Historiker Richard Jensen im Dezember 1992 angekündigt; im Februar 1993 wurde die erste Listenmail über H-Urban verschickt. Bis Ende des Jahres 1993 hatten sich 21 verschiedene thematische Listen etabliert. Seither ist die Zahl der von Redakteuren moderierten Mailinglisten stetig angewachsen. Alle Listen verfügen über ein Archiv, über das auch ältere Beiträge eingesehen werden können. Die Listen wenden sich überwiegend an graduierte Wissenschaftler, die sie mit Tagungsankündigung, Rezensionen wissenschaftlicher Neuerscheinungen, Calls for Papers, Stellen- und Wohnungsangeboten versorgen (disziplinäres Schwarzes Brett). Die Listen stellen ein preiswertes und vor allem extrem schnelles Forum zur Diskussion innerhalb der jeweiligen Scientific Community dar. Die meisten dieser Listen bedienen sich der englischen Sprache und sind auf den Bedarf der anglo-amerikanischen Geistes- und Sozialwissenschaften hin ausgerichtet. Mittlerweile existieren aber auch einige deutschsprachige Mailinglisten, die sich stärker am (kontinental-)europäischen Wissenschaftsbetrieb orientieren.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks zu einzelnen Listen[Bearbeiten]

H-Net (Webauftritt des H-Net)

  • ArtHist ("ArtHist ist ein internationales und nicht-kommerzielles Forum der Kunstgeschichte mit rund 14.000 Subskribenten im Verbund des H-Net (Humanities and Social Sciences Online). ArtHist steht Beiträgen aus den verschiedensten Gebieten der Kunstgeschichte, der Kultur- und Medienwissenschaften offen." – Aus der Selbstdarstellung der Liste auf ihrer Website)
  • H-Germanistik (Moderierte e-Mailliste zur Fachkommunikation graduierter Germanisten und Literaturwissenschaftler mit den Rubriken Calls for Papers, Tagungen, Stellenmarkt, Stipendien, Inhaltsverzeichnisse aktueller Fachzeitschriften, Tagungsberichte und Rezensionen)
  • H-Museum ("H-Museum ist eine moderierte Mailingliste im H-Net (Humanities and Social Sciences Online) für 'Museum Studies', die im März 2006 von mehr als 5.000 Subskribenten bezogen wird. Die Liste behandelt primär museumsspezifische Themen. Allerdings sind Museen interdisziplinär ausgerichtete Institutionen, so dass auch archäologische, historische, kulturelle und kunstwissenschaftliche Informationen Eingang in die Liste finden. Weitere wichtige Bereiche sind Gedenkstätten und Aspekte der Erinnerungskultur. H-Museum mit dem Redaktionssitz in Deutschland ist grundsätzlich mehrsprachig ausrichtet (hauptsächlich Deutsch und Englisch) und veröffentlicht auch Beiträge in französischer, spanischer, italienischer und niederländischer Sprache." – Aus der Selbstdarstellung der Liste auf ihrer Website)
  • H-Soz-Kult ("H-Soz-Kult ist Fachforum und moderierte Informations- und Kommunikationsplattform für Historikerinnen und Historiker und veröffentlicht fachwissenschaftliche Nachrichten und Publikationen im Internet. Die Betreiber der Plattform haben sich seit Gründung dem Motto 'von Wissenschaftlern – für Wissenschaftler – durch Wissenschaftler' im Sinne eines Community Networks verschrieben und sind dem Open-Access-Ansatz verpflichtet. Seit 1996 existiert das Projekt mit seiner Zentralredaktion am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Seither hat sich H-Soz-Kult zu einem bedeutsamen Anbieter und Vermittler historischer Fachinformationen im deutschsprachigen Raum entwickelt." – Aus der Selbstdarstellung der Liste auf ihrer Website)