HBL All-Star Game

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Beim All-Star-Game der deutschen Handball-Bundesliga (HBL) trifft seit dem Jahr 2005 eine internationale HBL-Auswahl auf die deutsche Handball-Nationalmannschaft.

Die Idee zu einem Handball-All-Star-Game entstand nach amerikanischem Vorbild Anfang 2000, wobei zunächst zwei ligainterne Auswahlteams (Nordost gegen Südwest) gegeneinander antraten. Seit 2000 fanden die ersten drei Auflagen im westfälischen Münster statt und erhielten so große Resonanz, dass man in die Volkswagen-Halle nach Braunschweig umzog. In den Jahren 2006 bis 2010 wurde das All-Star-Game in der Max-Schmeling-Halle in Berlin ausgetragen, um dort den Handball bekannter zu machen. Im Jahr 2011 gab es zwei Neuerungen: Das Event wurde vom Ende der Saison auf die Zeit nach der WM bzw. EM verlegt und es fand nun in der Arena Leipzig statt.

Am Rande der Veranstaltung wurden der „Spieler der Saison“, der beste Nachwuchsspieler als „Rookie der Saison“, der „Trainer der Saison“, das „Schiedsrichter-Gespann der Saison“ sowie zwei Persönlichkeiten für ihr „Lebenswerk/Karriereleistung Handball“ ausgezeichnet. Aktuell gibt es nur noch die Auszeichnungen für den Spieler und den Trainer der Saison, die aber nach der Vorverlegung nicht mehr im Rahmen des Spieles verliehen werden.

All-Star Games[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Ort Halle Zuschauer HBL - DHB
2017 Leipzig Arena Leipzig 7.063 40 : 36 (17 : 19)
2016 Nürnberg Arena Nürnberger Versicherung 7.622 36 : 36 (17 : 16)
2015 Nürnberg Arena Nürnberger Versicherung 7.622 35 : 38 (20 : 17)
2014 Leipzig Arena Leipzig 7.063 31 : 38 (17 : 15)
2013 Leipzig Arena Leipzig 7.532 35 : 37 (18 : 19)
2012 Leipzig Arena Leipzig 7.532 32 : 36 (18 : 18)
2011 Leipzig Arena Leipzig 7.532 36 : 39 (16 : 21)
2010 Berlin Max-Schmeling-Halle 6.577 32 : 36 (13 : 18)
2009 Berlin Max-Schmeling-Halle 7.614 38 : 35 (19 : 17)
2008 Berlin Max-Schmeling-Halle 7.400 43 : 42 (21 : 20)
2007 Berlin Max-Schmeling-Halle 8.521 36 : 31 (18 : 17)
2006 Berlin Max-Schmeling-Halle 5.750 36 : 37 (18 : 17)
2005 Braunschweig Volkswagen-Halle 7.000 37 : 39 (22 : 19)
Jahr Ort Halle Zuschauer Nord/Ost - Süd/West
2004 Braunschweig Volkswagen-Halle 7.000 42 : 42 (23 : 24)
2003 Braunschweig Volkswagen-Halle 3.600 44 : 46 (25 : 19)
2002 Münster Halle Münsterland 3.500 40 : 38 (20 : 16)
2001 Münster Halle Münsterland 3.500 33 : 35 (19 : 14)
2000 Münster Halle Münsterland 3.500 33 : 31 (17 : 16)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spieler der Saison (MVP)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andy Schmid, viermal Spieler der Saison 2014–2017
Uwe Gensheimer als Spieler der Saison 2011
Jahr Nat. Alter Spieler Verein
2017 SchweizSchweiz 33 Andy Schmid Rhein-Neckar Löwen
2016 SchweizSchweiz 32 Andy Schmid[1] Rhein-Neckar Löwen
2015 SchweizSchweiz 31 Andy Schmid Rhein-Neckar Löwen
2014 SchweizSchweiz 30 Andy Schmid[2] Rhein-Neckar Löwen
2013 KroatienKroatien 24 Domagoj Duvnjak[3] HSV Hamburg
2012 SchwedenSchweden 29 Kim Andersson[4] THW Kiel
2011 DeutschlandDeutschland 24 Uwe Gensheimer Rhein-Neckar Löwen
2010 TschechienTschechien 28 Filip Jícha THW Kiel
2009 FrankreichFrankreich 32 Thierry Omeyer THW Kiel
2008 FrankreichFrankreich 24 Nikola Karabatić THW Kiel
2007 FrankreichFrankreich 23 Nikola Karabatić THW Kiel
2006 IslandIsland 26 Guðjón Valur Sigurðsson VfL Gummersbach
2005 DeutschlandDeutschland 30 Henning Fritz THW Kiel
2004 DanemarkDänemark 25 Lars Krogh Jeppesen SG Flensburg-Handewitt
2003 DeutschlandDeutschland 33 Christian Schwarzer TBV Lemgo
2002 IslandIsland 28 Ólafur Stefánsson SC Magdeburg
2001 IslandIsland 27 Ólafur Stefánsson SC Magdeburg
2000 Auszeichnung wurde nicht vergeben

Trainer der Saison[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kai Wandschneider, Gewinner der Auszeichnung 2013 u. 2017
Alfreð Gíslason wurde Trainer der Saison 2002, 2009 u. 2015
Trainer der Saison 2004 wurde Kent-Harry Andersson

Zum Ende jeder Saison wird der Trainer der Saison von der Handball-Bundesliga geehrt. Von 2006 bis 2008 wurde der Preis drei Mal an Zvonimir Serdarušić vergeben, der in diesen drei Jahren drei Meistertitel, zwei DHB-Pokalsiege und einmal die Champions League gewinnen konnte. 2009 konnte sich Alfreð Gíslason als erster Trainer mit einer zweiten Mannschaft den Titel holen.

Jahr Nat. Trainer Verein
2017 DeutschlandDeutschland Kai Wandschneider[5] HSG Wetzlar
2016 DeutschlandDeutschland Christian Prokop[6] SC DHfK Leipzig
2015 IslandIsland Alfreð Gíslason THW Kiel
2014 IslandIsland Guðmundur Guðmundsson[2] Rhein-Neckar Löwen
2013 DeutschlandDeutschland Kai Wandschneider[7] HSG Wetzlar
2012 IslandIsland Alfreð Gíslason[4] THW Kiel
2011 IslandIsland Dagur Sigurðsson Füchse Berlin
2010 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Sead Hasanefendić VfL Gummersbach
2009 IslandIsland Alfreð Gíslason THW Kiel
2008 DeutschlandDeutschland Zvonimir Serdarušić THW Kiel
2007 DeutschlandDeutschland Zvonimir Serdarušić THW Kiel
2006 DeutschlandDeutschland Zvonimir Serdarušić THW Kiel
2005 DeutschlandDeutschland Velimir Petković Frisch Auf Göppingen
2004 SchwedenSchweden Kent-Harry Andersson SG Flensburg-Handewitt
2003 DeutschlandDeutschland Volker Mudrow TBV Lemgo
2002 IslandIsland Alfreð Gíslason SC Magdeburg
2001 Auszeichnung wurde nicht vergeben
2000 Auszeichnung wurde nicht vergeben

Rookie der Saison[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aron Pálmarsson als Rookie der Saison 2010
Silvio Heinevetter wurde 2007 zum Rookie des Jahres

Zum ersten Mal wurde die Auszeichnung für den besten „Rookie“ 2006 an Uwe Gensheimer vergeben. Silvio Heinevetter war 2007 der einzige Torhüter. Im Jahr 2010 konnte mit dem Isländer Aron Pálmarsson der erste Ausländer die Trophäe holen. Im folgenden Jahr gewann der Gummersbacher Patrick Wiencek die Auszeichnung als erster Kreisläufer.

Jahr Nat. Alter Spieler Verein
2011 DeutschlandDeutschland 22 Patrick Wiencek VfL Gummersbach
2010 IslandIsland 19 Aron Pálmarsson THW Kiel
2009 DeutschlandDeutschland 19 Patrick Groetzki Rhein-Neckar Löwen
2008 DeutschlandDeutschland 22 Martin Strobel HBW Balingen-Weilstetten
2007 DeutschlandDeutschland 22 Silvio Heinevetter SC Magdeburg
2006 DeutschlandDeutschland 19 Uwe Gensheimer Rhein-Neckar Löwen
2005 Auszeichnung wurde nicht vergeben
2004 Auszeichnung wurde nicht vergeben
2003 Auszeichnung wurde nicht vergeben
2002 Auszeichnung wurde nicht vergeben
2001 Auszeichnung wurde nicht vergeben
2000 Auszeichnung wurde nicht vergeben

Lebenswerk/Karriereleistung Handball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Nat. Spieler Verein(e)
2010 DanemarkDänemark/SchwedenSchweden Lars Christiansen / Peter Gentzel SG Flensburg-Handewitt / HSG Nordhorn, THW Kiel
2009 DeutschlandDeutschland/SchwedenSchweden Steffen Stiebler / Ljubomir Vranjes SC Magdeburg / HSG Nordhorn, SG Flensburg-Handewitt
2008 DeutschlandDeutschland/Korea SudSüdkorea Daniel Stephan / Yoon Kyung-shin OSC 04 Rheinhausen, TBV Lemgo / HSG Nordhorn, HSV Hamburg
2007 DeutschlandDeutschland/DeutschlandDeutschland Jan Holpert / Stefan Kretzschmar TSV Milbertshofen, SG Flensburg-Handewitt / BW Spandau, VfL Gummersbach, SC Magdeburg
2006 DeutschlandDeutschland Volker Zerbe TBV Lemgo
2005 DeutschlandDeutschland Klaus-Dieter Petersen GWD Minden, VfL Gummersbach, THW Kiel
2004 DeutschlandDeutschland Heinz Jacobsen THW Kiel
2003 DeutschlandDeutschland Stefan Hecker TUSEM Essen, VfL Gummersbach
2002 SchwedenSchweden Magnus Wislander THW Kiel
2001 DeutschlandDeutschland Jochen Fraatz TUSEM Essen, HSG Nordhorn, TBV Lemgo
2000 DeutschlandDeutschland Andreas Thiel VfL Gummersbach, TSV Bayer Dormagen, SG Flensburg-Handewitt

Schiedsrichter der Saison[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gebrüder Methe als beste Schiedsrichter 2009 bis 2011
Frank Lemme & Bernd Ullrich als beste Schiedsrichter 2002 bis 2008

Zum Ende jeder Saison werden die besten Schiedsrichter von der Handball-Bundesliga ausgezeichnet. Frank Lemme und Bernd Ullrich konnten ihre erste Auszeichnung 2002 entgegennehmen. Sie waren das beste Schiedsrichterpaar bis zum Jahre 2008. Danach konnten sich die beiden Brüder Bernd und Reiner Methe über die Auszeichnung freuen. Sie haben die Auszeichnung bis zu ihrem Tod im Jahr 2011 drei Mal erhalten.

Jahr Nat. Gespann Ort
2012 DeutschlandDeutschland Lars Geipel & Marcus Helbig[4]
2011 DeutschlandDeutschland Bernd Methe & Reiner Methe Vellmar
2010 DeutschlandDeutschland Bernd Methe & Reiner Methe Vellmar
2009 DeutschlandDeutschland Bernd Methe & Reiner Methe Vellmar
2008 DeutschlandDeutschland Frank Lemme & Bernd Ullrich Magdeburg
2007 DeutschlandDeutschland Frank Lemme & Bernd Ullrich Magdeburg
2006 DeutschlandDeutschland Frank Lemme & Bernd Ullrich Magdeburg
2005 DeutschlandDeutschland Frank Lemme & Bernd Ullrich Magdeburg
2004 DeutschlandDeutschland Frank Lemme & Bernd Ullrich Magdeburg
2003 DeutschlandDeutschland Frank Lemme & Bernd Ullrich Magdeburg
2002 DeutschlandDeutschland Frank Lemme & Bernd Ullrich Magdeburg
2001 Auszeichnung wurde nicht vergeben
2000 Auszeichnung wurde nicht vergeben

Rekorde & Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: All-Star Game 2010
In allen Statistiken sind nur die Spieler eingerechnet, die auch im Spiel gespielt haben, also keine Verletzten oder nicht angetretenen Spieler.

  • MVP (Spieler der Saison): 4x SchweizSchweiz Andy Schmid (2014–2017)
  • Trainer der Saison: 3x DeutschlandDeutschland Zvonimir Serdarušić (2006–2008)
  • Schiedsrichter der Saison: 7x Frank Lemme & Bernd Ullrich (2002–2008)
  • Meiste Tore eines Spielers in einem Spiel: 9 Tore SerbienSerbien Nenad Peruničić (2001)
  • Meiste Tore in einem Spiel: 90 Tore Nord/Ost - Süd/West 44:46 (25:19) (2003)
  • Bilanz I: Nord/Ost - Süd/West 2 - 1 - 2, 192:192 Tore
  • Bilanz II: HBL - DHB 3 - 0 - 3, 222:220 Tore
  • meiste All-Star-Game-Teilnahmen: je 7x DeutschlandDeutschland Jan Holpert (2000–2003, 2005–2007), DeutschlandDeutschland Dragoș Oprea (2003–2006, 2008–2010), DeutschlandDeutschland Florian Kehrmann (2001,2002, 2004–2006, 2008,2010)
  • All-Star-Nominierungen: 8x DanemarkDänemark Lars Christiansen (2002–2003, 2005–2010), DeutschlandDeutschland Florian Kehrmann (2001–2006, 2008,2010)
  • meiste Teilnahmen unter verschiedenen Vereinen: je 3 Vereine NiederlandeNiederlande Mark Schmetz, DeutschlandDeutschland Christian Ramota, DeutschlandDeutschland Michael Haaß, DeutschlandDeutschland Volker Michel, DeutschlandDeutschland Lars Kaufmann
  • DHB-Nominierungen: 6x Dominik Klein (2005–2010)
  • Nationalitäten: 150 Spieler aus 23 Ländern; 76x DeutschlandDeutschland, 12x SchwedenSchweden, 7x DanemarkDänemark, 7x SerbienSerbien, 6x FrankreichFrankreich, 6x KroatienKroatien, 6x PolenPolen, 4x IslandIsland, 4x RusslandRussland, 3x SlowenienSlowenien, 3x TschechienTschechien, 2x NorwegenNorwegen, 2x OsterreichÖsterreich, 2x SpanienSpanien, 2x WeissrusslandWeißrussland, 1x BrasilienBrasilien, 1x FinnlandFinnland, 1x GriechenlandGriechenland, 1x NiederlandeNiederlande, 1x IsraelIsrael, 1x LitauenLitauen, 1x Korea SudSüdkorea, 1x UkraineUkraine
  • meiste All-Stars eines Vereins: THW Kiel, insgesamt 18 verschiedene Spieler
  • meiste All-Star-Game-Teilnahmen (Verein): je 11x (2000–2010) THW Kiel, TBV Lemgo, SC Magdeburg
  • meiste Nominierungen Trainer: 6x DeutschlandDeutschland Heiner Brand (2005–2010) als Nationaltrainer, 5x DeutschlandDeutschland Martin Schwalb (2000–2003, 2007) als Vereinstrainer
  • meiste Nominierungen Trainer (Verein): 4x SG Wallau/Massenheim (2000–2003)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schmid erneut zum MVP gewählt Sport1.de, 3. Juni 2016.
  2. a b Die Besten der Saison 2013/14 - Drei Trostpflaster für die Löwen DKB Handball-Bundesliga, 26. Mai 2014, abgerufen am 10. September 2014.
  3. Duvnjak ist „Spieler der Saison“ kicker.de, 4. Juni 2013, abgerufen am 13. Juni 2017.
  4. a b c cie: Titel der Saison: Andersson, Gislason und Geipel/Helbig werden von HBL ausgezeichnet. Bei: handball-world.com vom 1. Juni 2012
  5. Wetzlar-Coach Wandschneider „Trainer der Saison“. In: Süddeutsche.de. 7. Juni 2017, abgerufen am 16. Juni 2017.
  6. Christian Prokop ist Trainer der Saison in der DKB Handball-Bundesliga. In: www.dkb-handball-bundesliga.de. 29. Mai 2016, abgerufen am 22. September 2016.
  7. Wandschneider zum Trainer der Saison gewählt spox.com, 7. Juni 2013, abgerufen am 7. Juni 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]