HC Olomouc

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HC Olomouc
HC Olomouc
Größte Erfolge

Tschechischer Meister 1994

Vereinsinformationen
Geschichte Spartak Moravia Olomouc (1955–1965)
TJ Moravia DS Olomouc (1965–1979)
TJ DS Olomouc (1979–1992)
HC Olomouc (seit 1992)
Standort Olomouc, Tschechien
Vereinsfarben rot, weiß
Liga Tipsport Extraliga
Spielstätte Zimní Stadion Olomouc
Kapazität 5.300 Plätze (davon 3.900 Sitzplätze)
Geschäftsführer Erik Fürst
Cheftrainer Jan Tomajko und Zdeněk Moták
Saison 2018/19 Platz 6 (Hauptrunde)
Platz 6 (Viertelfinale)

HC Olomouc ist ein tschechischer Eishockeyklub aus Olomouc, der seit 2014 wieder an der tschechischen Extraliga teilnimmt.

Vereinsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1955 wurde der Verein Spartak Moravia Olomouc gegründet, der nach nur einer Saison in die 2. Liga aufsteigen konnte. Ab 1965 trat der Verein unter der neuen Bezeichnung TJ Moravia DS Olomouc an. 1974 stieg der Verein aus der zweithöchsten Spielklasse ab und umgehend wieder in selbige auf. 1983 gewann Olomouc die tschechische Gruppe (I. ČNL) der 2. Liga, unterlag aber im Endspiel um den Aufstieg in die erste Liga dem slowakischen Vertreter HC Dukla Trenčín deutlich. In den nächsten Jahren gehörte die Mannschaft immer zur Spitze der 2. Liga, ohne sie gewinnen zu können. Das gelang Olomouc 1988/89, aber just in diesem Spieljahr war eine Relegation mit sechs teilnehmenden Mannschaften eingeführt worden, von denen die beiden erstplatzierten Aufsteiger in die 1. Liga waren. Olomouc landete einen Punkt hinter Poldi Kladno auf dem dritten Platz. Kurioserweise passierte das gleiche in der nächsten Saison 1989/90, mit dem Unterschied, das HC Slovan Bratislava diesmal einen Punkt besser war. Allerdings reichte in diesem Jahr auch der dritte Relegationsrang zum Aufstieg, da die 1. Liga von 12 auf 14 Teilnehmer vergrößert wurde. In den ersten drei Erstligajahren belegte Olomouc am Ende jeweils den elften Platz.

In der Gründungsspielzeit der tschechischen Extraliga sorgte der 1992 in HC Olomouc umbenannte Klub für eine Überraschung, als er den Meistertitel errang. Nach 44 Spielen lag Olomouc auf dem siebten Platz, somit ging man als Außenseiter in die Play-Offs. Nacheinander schaltete die Mannschaft um Jiří Dopita den HC České Budějovice und den HC Kladno aus. Im Finale wartete der HC Pardubice, welcher das erste Spiel noch mit 3:2 gewinnen konnte. Im zweiten Spiel drehte Olomouc den Spieß um, gewann mit 1:2 und hatte jetzt zwei Heimspiele vor sich. Das erste gewann Olomouc mit 5:2, das 2:1 im vierten Spiel bedeutete den Gewinn der Meisterschaft. Der HC Olomouc konnte den Titel nicht verteidigen und wurde in der folgenden Saison Fünfter, ein Jahr später nur noch Neunter.

Vor der 1997/98 wurde die Extraliga-Lizenz des HC Olomouc an den HC Becherovka Karlovy Vary verkauft. An Stelle dieser kaufte der HC Olomouc dem HC Slezan Opava dessen Erstligalizenz ab und gehörte damit nach sieben Jahren in der höchsten wieder der zweiten Spielklasse an. 1999 wurde auch die Erstligalizenz verkauft, so dass es in Olomouc keine Herrenmannschaft mehr gab. Zwei Jahre später erwarb der HC Olomouc die Zweitligalizenz des HC Uherské Hradiště und 2003 stieg der HC Olomouc in die 1. Liga auf. Im Jahr 2014 kehrte der Verein nach 16 Jahren wieder in die Extraliga zurück.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heimspielstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der HC Olomouc trägt seine Heimspiele im Eisstadion in Olomouc aus. Dieses wurde 1948 fertiggestellt, 1966 überdacht und 1982 renoviert. Die Gesamtkapazität beträgt 5.300 Plätze, davon sind 3.900 Sitz- und 1.400 Stehplätze. Eigentümer ist seit 2004 die Stadt Olomouc.

Saisonstatistik seit 1993[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Liga Klubs Hauptrunde Punkte Platzierung Kapitän Cheftrainer
1993/1994 Extraliga 12 7. Platz 45 1. Platz Jiří Matějů, Lubomír Fischer - Josef Augusta, Miloš Říha
1994/1995 Extraliga 12 3. Platz 48 5. Platz Josef Augusta, Lubomír Fischer, Jaromír Přecechtěl
1995/1996 Extraliga 14 7. Platz 40 9. Platz Josef Augusta, Lubomír Fischer, Jaromír Přecechtěl
1996/1997 Extraliga 14 12. Platz 43 12. Platz Jiří Látal, Miroslav Venkrbec
1997/1998 1. Liga 14 7. Platz 59 7. Platz Kamil Přecechtěl
1998/1999 1. Liga 14 6. Platz 51 6. Platz Kamil Přecechtěl; Jan Kacl
1999/2000 keine Lizenz
2000/2001 keine Lizenz
2001/2002 2. Liga - Gruppe Ost 12 8. Platz 55 8. Platz Miroslav Venkrbec, Luděk Konopčík
2002/2003 2. Liga - Gruppe Ost 12 1. Platz 99 1. Platz Richard Brančík Josef Zavadil
2003/2004 1. Liga 14 5. Platz 66 5. Platz Richard Brančík Josef Zavadil, Kamil Přecechtěl
2004/2005 1. Liga 14 11. Platz 57 11. Platz Michal Šafařík Kamil Přecechtěl, Karel Suchánek
2005/2006 1. Liga 14 8. Platz 78 8. Platz Michal Šafařík Aleš Tomášek
2006/2007 1. Liga 14 14. Platz 40 14. Platz Michal Šafařík Aleš Tomášek
2007/2008 1. Liga - Gruppe Ost 8 1. Platz 86 3. Platz Richard Brančík Petr Fiala, Petr Vlk
2008/2009 1. Liga 16 8. Platz 62 7. Platz Richard Brančík Petr Fiala, Petr Vlk
2009/2010 1. Liga 16 3. Platz 81 3. Platz Richard Brančík Petr Fiala, Petr Vlk
2010/2011 1. Liga 16 4. Platz 75 5. Platz Martin Vyrůbalík Petr Fiala, Jan Tomajko
2011/2012 1. Liga 14 3. Platz 95 3. Platz Jakub Bartoň Petr Fiala, Jan Tomajko
2012/2013 1. Liga 14 2. Platz 113 2. Platz Jakub Bartoň Petr Fiala, Jan Tomajko
2013/2014 1. Liga 14 2. Platz 107 2. Platz Jakub Bartoň Petr Fiala, Jiří Dopita
2014/2015 Extraliga 14 13. Platz 54 13. Platz Pavel Patera Petr Fiala, Jiří Dopita
2015/2016 Extraliga 14 5. Platz 85 5. Platz Martin Vyrůbalík Zdeněk Venera, Jan Tomajko
2016/2017 Extraliga 14 12. Platz 70 11. Platz Martin Vyrůbalík Zdeněk Venera, Jan Tomajko
2017/2018 Extraliga 14 8. Platz 75 8. Platz Martin Vyrůbalík Zdeněk Venera, Jan Tomajko
2018/2019 Extraliga 14 6. Platz 85 6. Platz Martin Vyrůbalík Jan Tomajko, Zdeněk Moták

Ehemalige bekannte Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meistermannschaft 1993/94[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Torhüter Pavel Cagaš, Ladislav Blažek, Zdenek Nejtek
Abwehrspieler Aleš Flašar, Jiří Kuntoš, Jan Vavrečka, Jiří Látal, Josef Řezníček, Tomáš Brejník, Cam Brown
Angriffsspieler Martin Smeták, Jiří Dopita, Michal Slavík, Igor Čikl, Michal Konečný, Pavel Nohel, Miroslav Chalánek, Zdeněk Eichenmann, Milan Navrátil, Aleš Pavlík, Michal Černý, Radek Haman
Trainer Josef Augusta und Miloš Říha

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]