HK MG5

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HK121
HK MG5
Allgemeine Information
Zivile Bezeichnung: HK121
Militärische Bezeichnung: MG5
Entwickler/Hersteller: Heckler & Koch
Herstellerland: Deutschland
Waffenkategorie: Maschinengewehr
Ausstattung
Gesamtlänge: 1112 mm
Technische Daten
Kaliber: 7,62 × 51 mm NATO
Munitionszufuhr: Munitionsgurt
Kadenz: ca. 640/720/800 Schuss/min
Feuerarten: Feuerstoß, Dauerfeuer
Drall: rechts
Visier: Diopter
Montagesystem: NATO-Schiene
Verschluss: Drehkopfverschluss
Ladeprinzip: Gasdrucklader
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Das HK MG5, oder ursprünglich auch HK121, ist ein Universalmaschinengewehr des schwäbischen Handwaffenherstellers Heckler & Koch.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Arbeiten am MG5 begannen, noch unter der Bezeichnung HK121, bereits kurz nach der Entwicklung des leichten Maschinengewehrs MG4, das Heckler & Koch erstmals als HK MG 43 auf der Fachmesse MILIPOL 2001 in Paris vorstellte. Einen Prototyp des HK121 präsentierte der Oberndorfer Waffenhersteller erstmals auf dem 14. Tag der Infanterie im Juli 2010 in Hammelburg einer größeren Öffentlichkeit.

Etwa 4.400 MG5 wurden bislang an die Bundeswehr ausgeliefert, in den Varianten Standard- und Infanteriewaffe. Damit ist inzwischen mehr als die Hälfte der als Mindestausstattung veranschlagten 7.114 Maschinengewehre dieses Typs in der Truppe angekommen, allerdings bislang nicht in der Einbauvariante für Fahrzeuge. Langfristig sollen die Streitkräfte bis zu 12.733 neue Maschinengewehre dieses Typs bekommen, um so das MG3 in der Rolle als Infanteriewaffe abzulösen.[1]

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das MG5 ist ein Gasdrucklader im Kaliber 7,62 × 51 mm NATO. Die ca. 11 kg schwere Waffe zeichnet sich durch eine zum MG4 weitgehend identische Bedienung aus. Sicherungs- und Feuerwahlhebel sind beidseitig bedienbar. Je nach Version ist die Schulterstütze abklappbar und längenverstellbar und besitzt eine höhenverstellbare Wangenauflage. Zahlreiche NATO-Schienen erlauben das Anbringen optischer Visierungen und weiterer Zusatzgeräte. Der Lauf verfügt über ein Hitzeschutzblech und ist mit einem Trage- und Rohrwechselgriff versehen, wodurch es sich ohne Hitzeschutzhandschuh austauschen lässt. Die mechanische Visierung besteht aus einem abklappbaren Korn auf dem Lauf und einem höhen- und seitenverstellbaren Diopter. Der Spannhebel befindet sich auf der rechten Seite der Waffe. 50-Schuss-Gurttrommeln oder 120-Schuss-Gurtkästen können auf der linken Gehäuseseite angebracht werden. Die Waffe lässt sich teilweise unter Verwendung von zusätzlichen Adaptern auf die eingeführten MG3-Lafetten setzen. Das Zweibein ist dreifach höhenverstellbar. Für die Verwendung von Übungsmunition wurde ein spezieller Übungsverschluss eingeführt, für dessen Entwicklung die Bundesregierung Haushaltsmittel in Höhe von 7,3 Millionen Euro bereitgestellt hat.[2]

Modellvarianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Variante Gesamtlänge[A 1]
mm
Rohrlänge
mm
Höhe
mm
Breite
mm
Gewicht[A 2]
kg
MG5 (Universal) 1202 (960) 550 241 120 11,60 (3,00)
MG5 A2 (Infanterie) 1112 (870) 460 11,20 (2,50)
MG5 A1 (Einbauwaffe) 942[A 3] 550 195 10,10 (3,00)
MG5 S (Spezialkräfte) 1012[A 3] 239 171 12,10 (3,00)
  1. Gesamtlänge: Schulterstütze ausgeklappt (Schulterstütze eingeklappt)
  2. Gewicht: Waffe (Rohr)
  3. a b Feste Schulterstütze

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jan-Phillipp Weisswange u. a.: Handwaffen, Kampfmittel und Ausrüstung für den infanteristischen Einsatz. In: Wehrtechnischer Report. Nr. 4. Report, Bonn / Sulzbach November 2010.
  • VISIER-Special 67 Infanterie heute und morgen. 1. Auflage. VS Medien, ISBN 978-3-9813948-9-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neues Maschinengewehr MG5: 4.400 Stück an die Truppe ausgeliefert : Augen geradeaus. Abgerufen am 21. Januar 2019.
  2. Deutscher Bundestag Drucksache 18/6491 (Memento vom 20. März 2018 im Internet Archive), Beschaffung der Gewehre MG5 und G27, (online-PDF 829 KB) abgerufen am 20. März 2018
  3. Karin Zeger: Heckler & Koch: Großauftrag für Bundeswehr. In: Schwarzwälder Bote. 15. Juli 2013, archiviert vom Original; abgerufen am 15. Juli 2013., abgerufen am 20. März 2018
  4. Deutscher Bundestag Drucksache 19/8109 (Memento vom 20. März 2018 im Internet Archive), Berichte über Materialmangel bei der Bundespolizei, (online-PDF 829 KB) abgerufen am 9. März 2019