HK ZSKA Moskau

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HK ZSKA Moskau
ХК ЦСКА Москва
HK ZSKA Moskau ХК ЦСКА Москва
Größte Erfolge
Vereinsinformationen
Geschichte ZDKA Moskau (1946–1950)
ZDSA Moskau (1950–1956)
ZSK MO Moskau (1956–1959)
HK ZSKA Moskau (seit 1960)
Standort Moskau, Russland
Stammverein ZSKA Moskau
Vereinsfarben rot, blau, weiß
Liga Kontinentale Hockey-Liga
Spielstätte ZSKA-Arena
Kapazität 12.100 Plätze
Geschäftsführer Almas Garifullin
Cheftrainer Igor Nikitin
Kapitän Sergei Andronow
Saison 2020/21 1. Platz (West), Playoff-Finale

Der HK ZSKA Moskau (Hockey Klub Zentraler Sportklub der Armee Moskau, russisch ХК ЦСКА Москва) ist der aus der Eishockeyabteilung des ZSKA Moskau hervorgegangene Eishockeyclub aus der russischen Hauptstadt Moskau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eishockeymannschaft von ZSKA Moskau wurde im Jahre 1946 gegründet und war die dominierende Mannschaft in der sowjetischen Eishockeyliga, in die talentierte Spieler aus der gesamten Sowjetunion „delegiert“ wurden.

Spielszene aus der Saison 2012/13 – Igor Oschiganow (links) von Amur Chabarowsk gegen Wladimir Scharkow von ZSKA

Der Club gewann die sowjetische Meisterschaft 32-mal: 1948 bis 1950, 1955, 1956, 1958 bis 1961, 1963 bis 1966, 1968, 1970 bis 1973, 1975 und 1977 bis 1989. Der Klub war zu Zeiten der Sowjetunion die Kaderschmiede für die besten Eishockeyspieler des Landes, weshalb die Nationalmannschaft häufig zum größten Teil aus Spielern von ZSKA Moskau bestand. Berühmte Spieler und Trainer (einige sind Mitglieder der Hockey Hall of Fame) waren Waleri Charlamow, Wjatscheslaw Fetissow, Wladimir Krutow, Wladislaw Tretjak, Sergei Makarow, Igor Larionow, Wjatscheslaw Bykow, Andrei Chomutow und Sergei Fjodorow.

ZSKA nahm oft am Spengler Cup teil und gewann diesen 1991 auch. Den Europapokal gewann das Team zwischen 1965 und 1996 insgesamt 20 Mal, davon 13 Mal in Folge.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion verlor der ZSKA seine dominante Stellung im russischen Eishockey. Trotz der schwierigen Zeiten bildete der Armeeklub weiterhin junge Talente aus, unter anderem Pawel Bure. Ab etwa 1992 begann das schwarze Jahrzehnt des ZSKA, welches von Geldmangel, dem Zusammenbruch des Teams, einem Konflikt zwischen Tichonow und Guschin mit dem Chef des ZSKA-Sportklubs Alexander Baranowski, der Spaltung des ZSKA in zwei Teams, sportlichem Misserfolg und mehreren Gerichtsprozessen[1] geprägt war. Die Phase endete 2002 mit dem Zusammenschluss der beiden ZSKA-Mannschaften und einer finanziellen Stabilisierung des Eishockeyklubs.

Vor Beginn der Saison 1992/93 verließen alle Führungsspieler des ZSKA den Klub. Aufgrund des Zusammenbruchs der post-sowjetischen Wirtschaft konnte das Verteidigungsministerium der Russischen Föderation das Profiteam des ZSKA nicht mehr finanzieren, so dass Ausrüstungsgegenstände und Trikots Mangelware waren. Teile der Eishockeyarena wurden an Firmen als Büros vermietet und im Keller des ZSKA-Sportpalastes wurde ein Striptease-Klub betrieben.[2] Am Ende der Saison 1992/93 belegte das Team den vorletzten Platz in der GUS-Meisterschaft.

Im Herbst 2011 wurde der Klub vom staatlichen Energiekonzern Rosneft[3] gekauft, nachdem Präsident Wladimir Putin diese Übernahme stark befürwortet hatte. Damit war der Klub erstmals in seiner Geschichte nicht mehr dem Verteidigungsministerium unterstellt.[4]

Im Sommer 2012 wurde Sergei Fjodorow General Manager des Vereins und erhielt den Auftrag, das Team neu aufzubauen. Um an alte Erfolge anknüpfen zu können, wurde im Sommer 2013 der halbe Kader ausgetauscht und Topspieler wie Alexei Morosow, Oleg Saprykin, Ilari Filppula und Nikita Saizew verpflichtet. Zudem wurde mit John Torchetti ein kanadischer Trainer verpflichtet.[5]

In der Saison 2014/15 gewann der ZSKA unter dem neuen Trainer Dmitri Kwartalnow als punktbeste Mannschaft der KHL-Hauptrunde den ersten nationalen Titel seit 1989, den Kontinental-Pokal und damit verbunden den russischen Meistertitel.[6] In der Saison darauf wurde dieser Erfolg wiederholt.

Im Jahr 2019 gewann man erstmals den Gagarin-Pokal, nachdem das Team schon die reguläre Saison für sich entschieden hatte.

Kader der Saison 2021/22[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle: cska-hockey.ru[7] Stand: 2. Februar 2022

Nr. Nat. Spieler Pos. Geburtsdatum im Team seit Geburtsort
28 RusslandRussland Iwan Fedotow G 28. November 1996 2021 Sankt Petersburg, Russland
36 SchwedenSchweden Adam Reideborn G 18. Januar 1992 2019 Stockholm, Schweden
SchwedenSchweden Fredrik Claesson D 24. November 1992 2022 Stockholm, Schweden
44 Darren Dietz D 17. Juli 1993 2021 Medicine Hat, Alberta, Kanada
82 RusslandRussland Marsel Ibragimow D 4. August 1997 2018 Kasan, Russland
Slowakei Christián Jaroš D 2. April 1996 2022 Košice, Slowakei
55 RusslandRussland Bogdan Kisselewitsch D 14. Februar 1990 2019 Tscherepowez, Russische SFSR
89 RusslandRussland Nikita Nesterow D 28. März 1993 2021 Tscheljabinsk, Russland
45 RusslandRussland Wladislaw Prowolnew D 3. April 1995 2021 Woronesch, Russland
93 RusslandRussland Artjom Sergejew D 20. Februar 1993 2020 Moskau, Russland
85 RusslandRussland Witali Abramow W 8. Mai 1998 2021 Tscheljabinsk, Russland
11 RusslandRussland Sergei Andronow – C RW 19. Juli 1989 2014 Pensa, Russische SFSR
25 RusslandRussland Michail Grigorenko C 16. Mai 1994 2021 Chabarowsk, Russland
7 RusslandRussland Matwei Guskow C 30. Januar 2001 2021 Nischnekamsk, Russland
50 RusslandRussland Danil Jurtaikin LW 1. Juli 1997 2020 Belowo, Russland
94 RusslandRussland Wladislaw Kamenew C 12. August 1996 2021 Orsk, Russland
15 RusslandRussland Pawel Karnauchow LW 15. März 1997 2016 Minsk, Belarus
63 RusslandRussland Tachir Mingatschow C 31. Juli 2001 2020 Samara, Russland
71 RusslandRussland Konstantin Okulow C 18. Februar 1995 2017 Nowosibirsk, Russland
16 RusslandRussland Sergei Plotnikow LW 3. Juni 1990 2021 Komsomolsk am Amur, Russische SFSR
22 RusslandRussland Alexander Popow LW 31. August 1980 2016 Angarsk, Russische SFSR
9 RusslandRussland Anton Slepyschew LW 13. Mai 1994 2018 Pensa, Russland
27 RusslandRussland Maxim Sorkin C 19. April 2000 2019 Moskau, Russland
87 RusslandRussland Andrei Swetlakow C 6. April 1996 2015 Moskau, Russland


Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früheres Logo
Logo in den 2010er Jahren
  • Sowjetischer Meister (32 Titel): 1948, 1949, 1950, 1955, 1956, 1958, 1959, 1960, 1961, 1963, 1964, 1965, 1966, 1968, 1970, 1971, 1972, 1973, 1975, 1977, 1978, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989
  • Russischer Meister (5 Titel): 2015, 2016, 2019, 2020, 2022
  • Gagarin-Pokal (2 Titel): 2019, 2022
  • Sowjetischer Pokalsieger (11 Titel): 1954, 1955, 1961, 1966, 1967, 1968, 1969, 1973, 1977, 1979, 1988
  • Europapokal (20 Titel): 1969, 1970, 1971, 1972, 1973, 1974, 1976, 1978, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989, 1990
  • Spengler Cup (1 Titel): 1991

Trainer seit 1946[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: HK ZSKA Moskau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gerhard Pfeil: Seele im Ausverkauf. In: Der Spiegel. 15. November 1998, abgerufen am 2. Februar 2022.
  2. „Red Penguins“, Dokumentarfilm von Gabe Polsky. In: 3sat.de. 2020, abgerufen am 2. Februar 2022.
  3. Martin Merk: KHL World Games: Das müsst ihr wissen. In: hockeyfans.ch. 25. November 2018, abgerufen am 27. November 2018 (englisch).
  4. Putin Approves Rosneft CSKA Buy. In: themoscowtimes.com. 21. November 2011, abgerufen am 27. November 2018 (englisch).
  5. khl.hr, CSKA Moscow - A hockey institution (Memento vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive)
  6. iihf.com, CSKA celebrates: After 26 years army team wins championship, 25. Februar 2015
  7. cska-hockey.ru, Состав команды, 18. Oktober 2019