HMS Diadem (84)

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Dieser Artikel behandelt den Leichten Kreuzer; zu anderen Schiffen der Royal Navy mit demselben Namen siehe HMS Diadem.
HMS Diadem
HMS Diadem dock.jpg
Schiffsdaten
Flagge Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich (Seekriegsflagge) Vereinigtes Königreich
PakistanPakistan Pakistan
andere Schiffsnamen

Babur, Jahangir

Schiffstyp Flugabwehrkreuzer
Klasse Dido-Klasse
Untertyp Bellona
Bauwerft Hawthorn Leslie, Hebburn
Baunummer 624
Bestellung 4. September 1939
Kiellegung 15. Dezember 1939
Stapellauf 27. August 1942
Indienststellung 6. Januar 1944
Außerdienststellung 1950 Reserve,
29. Februar 1956
an Pakistan verkauft
Verbleib 1985 abgewrackt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
156,05 m (Lüa)
147,82 m (Lpp)
Breite 15,4 m
Tiefgang max. bis 5,46 m
Verdrängung 5.950 ts, 7.410 ts maximal
 
Besatzung 530-588 Mann
Maschine
Maschine 4 Admiralty-Kessel,
4 Parsons-Turbinen
Maschinen-
leistung
62.000 PSw
Höchst-
geschwindigkeit
32 kn (59 km/h)
Propeller 4
Bewaffnung

ab Frühjahr 1945 zusätzlich

  • 2 × 2 -Oerlikon-20-mm-Zwillings-MK
  • 6 – einzelne Oerlikon-20 mm-MK

1956:

Panzerung

Gürtel: 75 mm, Magazine: 50 mm
Deck und Schotten: 25 mm

Sensoren

Radarsets

HMS Diadem war ein britischer Leichter Kreuzer der auch als Bellona-Klasse bezeichneten verbesserten Dido-Klasse mit nur vier 133-mm-Doppeltürmen und einer verbesserten Flugzeug-Abwehr-Bewaffnung. Sie war der dritte bei Hawthorn Leslie gebaute Dido-Flugabwehrkreuzer und kam am 6. Januar 1944 als letzter Kreuzer dieser Klasse in den Dienst der Flotte.

Das bei der britischen Home Fleet eingesetzte Schiff war während des Zweiten Weltkriegs am letzten Gefecht größerer Überwassereinheiten der Royal Navy mit der Kriegsmarine beteiligt, als es mit der Mauritius drei deutsche Zerstörer am Marsch von Norwegen in die Ostsee zu hindern suchte. Bei diesem Gefecht vor Bergen am 28. Januar 1945 wurde Z 31 beschädigt.

Die Diadem diente bis 1950 in der Home Fleet und wurde dann der Reserve zugeteilt. 1956 wurde sie nach Pakistan verkauft. Als Babur, dann Jahangir diente sie zuletzt in der pakistanischen Marine als Schulschiff für Seekadetten. Erst 1985 wurde der Kreuzer verschrottet.

Einsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Indienststellung im Januar 1944 wurde die Diadem als Teil der Home Fleet mit dem Schutz von Nordmeergeleitzügen (z. B. Geleitzug JW 58, JW 65, RA 59, RA 60) betraut und sicherte die Flugzeugträger bei ihren Angriffen auf das deutsche Schlachtschiff Tirpitz im April 1944. Im Juni war sie Teil der Kampfgruppe G (Force G) während der alliierten Invasion der Normandie. Nach den Landeoperationen patrouillierte sie die britische Küste und versenkte am 12. August im Zusammenspiel mit mehreren Zerstörern den deutschen Sperrbrecher 7 vor La Rochelle. Im September kehrte sie in nördliche Gewässer zurück, begleitete russische Konvois und patrouillierte an der norwegischen Küste. Im Verlauf dieser Aktionen griff die Diadem zusammen mit der Mauritius drei deutsche Zerstörer an und beschädigte Z 31.

Die Diadem blieb bis zum Kriegsende Bestandteil der 10. Kreuzerflottille und diente bis 1950 in der Home Fleet. Danach wurde sie von 1950 bis 1956 der Reserve zugeteilt.

1956 wurde ihr Verkauf an Pakistan beschlossen und nach einer Überholung wurde sie am 5. Juli 1957 an die pakistanische Marine übergeben und auf den Namen Babur getauft. Sie wurde später in Jahangir umbenannt und diente ab 1961 als Schulschiff für Seekadetten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Roger Chesneau (Hrsg.): Conway’s All the World’s Fighting Ships: 1922–1946, Conway Maritime Press, London (1980), ISBN 0-85177-146-7
  • James Joseph Colledge, Ben Warlow: Ships of the Royal Navy: the complete record of all fighting ships of the Royal Navy, Chatham, London (Rev.ed.2006), ISBN 978-1-86176-281-8. OCLC 67375475.
  • Hans H. Hildebrand, Albert Röhr, Hans-Otto Steinmetz: Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien – ein Spiegel der Marinegeschichte von 1815 bis zur Gegenwart, Koehlers Verlagsgesellschaft, Herford.
  • Bernard Ireland: The Illustrated Guide to Cruisers, Hermes House, London (2008), ISBN 978-1-84681-150-0
  • Alan Raven, H.Trevor Lenton: DIDO class Cruisers, Ensign 2 Bivouac books 1973
  • Jürgen Rohwer, Gerhard Hümmelchen: Chronik des Seekrieges 1939–1945, Manfred Pawlak VerlagsGmbH, Herrsching 1968, ISBN 3-88199-009-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]