HMS Duke of Wellington (1852)

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HMS Duke of Wellington
HMS Duke of Wellington
Übersicht
Bauwerft

Pembroke Dock

Bestellung 1841
Kiellegung Mai 1849
Stapellauf 14. September 1852
Namensgeber Arthur Wellesley, 1. Duke of Wellington
1. Dienstzeit Flagge
Indienststellung 4. Februar 1853
Außerdienststellung 1900
Verbleib 1904 in Charlton abgewrackt
Technische Daten
Verdrängung

5551 ts voll ausgerüstet[1]

Länge

73,1 m

Breite

18,3 m

Tiefgang

7,6 – 8,2 m

Besatzung

970 – 1100

Antrieb

Segel, 780-PS-Dampfmaschine

Geschwindigkeit

10,15 Knoten max. (unter Dampf)

Bewaffnung

16 203-mm-Geschütze, 113 32-Pfünder und ein 68-Pfünder

Die HMS Duke of Wellington war ein als Vollschiff getakeltes Linienschiff erster Klasse der Royal Navy, das nur kurze Zeit im aktiven Marinedienst eingesetzt war.

Konstruktion und Baugeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das hölzerne Linienschiff sollte ursprünglich „Windsor Castle“ heißen, wurde jedoch am Todestag des 1. Duke of Wellington ihm zu Ehren umbenannt. Die Entscheidung für die Verwendung eines Propellers fiel nachträglich, da Schaufelräder zu viel Raum beansprucht hätten, der eigentlich für Geschütze vorgesehen war. Eine gebrauchte Dampfmaschine von Robert Napier & Sons und der Propeller wurden nachträglich eingebaut, während des Schiff noch auf den Helgen lag. Dafür wurde das Schiff in zwei Teile zerschnitten und verlängert.

Während ihrer Bauzeit war die Duke of Wellington das größte Schiff der Welt, doch war ihr Design bereits damals veraltet. Es entsprach weitgehend dem der Linienschiffe zur Zeit der Napoleonischen Kriege; lediglich die Dimensionen des Schiffes waren im Vergleich zu denen der Vorgänger um 1800 stark vergrößert. Wegen der schon wenig später erreichten Steigerung der Zielgenauigkeit erwies sich die Vielzahl mitgeführter schwerer Geschütze außerdem als obsolet.

Einsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihr erster Kriegseinsatz erfolgte 1854 im Krimkrieg als Flaggschiff der Ostseeflotte unter Kommando von Vizeadmiral Sir Charles John Napier, später unter Konteradmiral Richard Saunders Dundas. Sie nahm an der Beschießung von Sveaborg in Russisch-Finnland statt. Aufgrund struktureller Schwächen und Schäden an der gebrauchten Maschine wurde sie schon 1856 aus dem aktiven Dienst ausgeschieden und diente von 1860 bis 1863 als Wachschiff der Reserveflotte in Devonport, seit 1863 als Protokollschiff in Portsmouth und von 1869 bis 1891 als Flaggschiff des Hafenadmirals der Marinebasis in Portsmouth, wo sie die HMS Victory ersetzte. 1900 wurde sie außer Dienst gestellt, nahm aber noch 1902 an der Flottenschau teil. 1904 wurde sie zum Abwracken verkauft.

HMS Duke of Wellington feuert Salut im Hafen von Portsmouth

Schwesterschiffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihre drei Schwesterschiffe HMS Marlborough (1855), HMS Prince of Wales (1860) und HMS Royal Sovereign (1857) erhielten von Anfang an stärkere Antriebe, doch schieden sie bereits um 1870 aus dem aktiven Dienst aus; die Royal Sovereign wurde schon 1864 zu einem Turmschiff umgebaut.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nach anderen Angaben 5892 oder 6071 ts. Gewicht der Schiffshülle allein: 3771 ts.[1]