HMS Hereward (H93)

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Hereward
Das Schwesterboot HMS Hero

Das Schwesterboot HMS Hero

p1
Schiffsdaten
Flagge Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich (Seekriegsflagge) Vereinigtes Königreich
Schiffstyp Zerstörer
Bauwerft Vickers-Armstrong, Newcastle-on-Tyne
Kiellegung 28. Februar 1935
Stapellauf 10. März 1936
Indienststellung 9. Dezember 1936
Verbleib 29. Mai 1941 versenkt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
98,45 m (Lüa)
Breite 10,05 m
Tiefgang max. 3,78 m
Verdrängung 1340 ts Standard
1859 ts maximal
 
Besatzung 145 Mann
Maschine
Maschine 3 Admirality-Dreitrommel-Kessel
2 Parsons-Turbinen mit Einfachgetriebe
Maschinen-
leistung
34.000 PS (25.007 kW)
Geschwindigkeit max. 36 kn (67 km/h)
Bewaffnung

HMS Hereward (H93) war ein Zerstörer der H-Klasse der britischen Royal Navy im Zweiten Weltkrieg, benannt nach den angelsächsischer Widerstandskämpfer Hereward.

Das Schiff lief in Wallsend-on-Tyne am 10. März 1936 als Teil einer Klasse von acht Zerstörern bei Vickers-Armstrongs, Ltd. vom Stapel. Die Antriebsanlage wurde von der benachbarten Parsons Marine Steam Turbine Co. eingebaut. In Dienst gestellt wurde es am 9. Dezember 1936.

Der Zerstörer wurde zunächst gemeinsam mit der Mehrzahl seiner Schwesterschiffe in der 2. Zerstörerflottille im Mittelmeer eingesetzt. Nach Kriegsbeginn wurde er im Zuge der Jagd auf deutsche Panzerschiffe zunächst in den mittleren Atlantik, wo es ihm gelang, einen deutschen Frachter aufzubringen, und später in den Südatlantik verlegt. Anfang 1940 wurde die Flottille in die Gewässer um die Britischen Inseln zurückbefohlen.

Nach Beginn des deutschen Westoffensive evakuierte HMS Hereward im Mai 1940 die niederländische Königin Wilhelmina nach Großbritannien. Noch im selben Monat wurden alle einsatzfähigen Schiffe der Flottille ins Mittelmeer verlegt, wo sie in Alexandria stationiert wurden. HMS Hereward wurde zur Eskorte von Konvois eingesetzt und nahm im Juli an der Seeschlacht bei Punta Stilo als Geleiter für die Schlachtschiffe teil.

Im November wurde der Zerstörer zu einem weiteren Malta-Geleit herangezogen. Nach Ende der Geleitaufgabe griff die deckende Flotte einschließlich HMS Hereward den süditalienischen Flottenstützpunkt Tarent mittels Torpedobombern vom Flugzeugträger HMS Ark Royal an. Auch an der Seeschlacht bei Kap Teulada nahm das Schiff in diesem Monat noch teil.

Zusammen mit dem Schwesterschiff HMS Hyperion gelang es dem Zerstörer am 14. Dezember 1940, vor Bardia das italienische U-Boot Naiade zu versenken. Beim nächsten Malta-Geleitzug im Januar 1941 konnte die HMS Hereward das angreifende italienische Torpedoboot Vega versenken.

Bei der Evakuierung der alliierten Truppen vom griechischen Festland im April 1941 (Operation Demon) war das Schiff im Dauereinsatz. Es schloss sich dann wiederum ein Geleitzug nach Malta an. Während der Luftlandeschlacht um Kreta sollte der Zerstörer ebenfalls alliierte Truppen von der Insel evakuieren. Am 29. Mai 1941 wurde der ablaufende Evakuierungsverband nördlich der Insel von deutschen Bomberverbänden angegriffen. Dabei wurde HMS Hereward von Ju-87-Sturzkampfbombern getroffen und versenkt.

Literatur[Bearbeiten]

  • M. J. Whitley: Destroyers of World War Two, Arms and Armour Press, London 1988 ISBN 0-85368-910-5

Weblinks[Bearbeiten]