HMS Juno (F46)

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Dieser Artikel behandelt den Zerstörer aus dem Zweiten Weltkrieg, für weitere Schiffe mit diesem Namen siehe HMS Juno
Juno Royal Navy
Technische Daten
Schiffstyp: Zerstörer
Verdrängung: 1690 ts Standard
1773 ts maximal
Länge: 108,6 m,
106 m (CWL),
103,4 m (zwischen den Loten)
Breite: 10,8 m
Tiefgang: 2,7 m
Antrieb:
Treibstoffvorrat: 484 t Heizöl
Geschwindigkeit: 36 kn (66,7 km/h)
Reichweite: 5500 sm bei 15 kn
Besatzung: 183
Bewaffnung:

HMS Juno (F46) war ein britischer Zerstörer der J-Klasse. Er wurde am 5. Oktober 1937 bei Fairfield Shipbuilding and Engineering Company in Govan auf Kiel gelegt, am 8. Dezember 1938 vom Stapel gelassen und am 24. August 1939 in Dienst gestellt. Nach der Indienststellung wurde sie der 7. Zerstörerflottille der Home Fleet zugeteilt.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach der Indienststellung versah sie Patrouillen- und Begleitdienste im Ärmelkanal und entlang der britischen Ostküste.

Am 7. Dezember 1939 stießen die Juno und HMS Jersey auf die deutschen Zerstörer Z 10 Hans Lody und Z 12 Erich Giese, die in der vorhergehenden Nacht eine Minenlegeaktion vor der Bucht von Cromer an der englischen Ostküste durchgeführt hatten. Die deutschen Schiffe griffen die Briten mit Torpedos an und Z 12 Erich Giese erzielte einen Treffer auf der Jersey, der Feuer und schwere Schäden verursachte. Es gelang der Juno, ihr Schwesterschiff in Schlepp zu nehmen, so dass es später repariert werden konnte.

Im Mai 1940 wurde die Juno zur Mittelmeerflotte abkommandiert und der 14. Zerstörerflottille in Alexandria zugeteilt. Im Juni war sie im östlichen Mittelmeer aktiv und erfüllte Geleitschutzaufgaben für schwerere Flotteneinheiten. Am 6. Juli beschoss sie Bardia zur Unterstützung von Landeoperationen. Am 9. Juli 1940 nahm die Juno an der Seeschlacht bei Punta Stilo teil, ehe sie am 14. Juli nach Alexandria zurückkehrte. Für den Rest des Jahres nahm sie ihre Aufgaben als Begleitschutz wieder auf, unterbrochen von zwei Einsätzen im September zur Beschießung von Sidi Barrani. Im Februar hatte sie einen kurzen Einsatz im Roten Meer, kehrte aber bald nach Alexandria zurück. Ende März 1941 war sie vor der Küste des Peloponnes in die Schlacht bei Kap Matapan verwickelt. Am 21. Mai 1941 wurde sie auf dem Weg nach Kreta von fünf italienischen CANT Z.1007-Bombern angegriffen. Sie erhielt drei Bombentreffer, die das Schiff in zwei Teile zerbrechen ließen und sank etwa 30 Seemeilen südöstlich der Insel auf der Position 34° 35′ N, 26° 34′ O34.58333333333326.566666666667. 116 Besatzungsmitglieder verloren ihr Leben, 96 Überlebende wurden von den Zerstörern HMS Kingston, HMS Kandahar und HMS Nubian aufgenommen. Fünf von diesen starben später an ihren Verletzungen.

Technische Beschreibung[Bearbeiten]

Die Bewaffnung bestand aus sechs 12-cm-Kanonen in Doppellafetten Mk XII zum Einsatz gegen See- und Luftziele (zwei Türme vor der Brücke, der hintere in überhöhter Position; eine Lafette auf einer Plattform hinten). Als Flakbewaffnung besaß der Zerstörer ein 2-Pfünder-Vierlingsgeschütz Mk VIII auf einer Plattform hinter dem Schornstein, sowie acht 0,5-inch-(12,7-mm)-Fla-MGs. Zehn Torpedorohre in zwei Sätzen von je fünf Rohren komplettierten die Bewaffnung.

Literatur[Bearbeiten]

  • M. J. Whitley: Zerstörer im Zweiten Weltkrieg. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1995, ISBN 3-613-01426-2 (engl. Original: Destroyers of World War Two. Arms & Armours Press, London), S. 114–118 (N-Klasse), 219, 215.

Weblinks[Bearbeiten]