HMS Northumberland (1798)

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Dieser Artikel erläutert die fünfte HMS Northumberland, zu anderen Schiffen desselben Namens siehe HMS Northumberland (Übersicht).
HMS Northumberland
HMS Northumberland battle.jpg
Schiffsdaten
Flagge Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich (Seekriegsflagge) Vereinigtes Königreich
Schiffstyp Linienschiff
Bauwerft Barnard, Deptford
Bestellung 10. Juni 1795
Kiellegung Oktober 1795
Stapellauf 2. Februar 1798
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
55 (Kanonendeck) m (Lüa)
Breite 14,821 m
Tiefgang max. 6,58 m
Bewaffnung

74 Kanonen

  • 28 × 32-Pfünder
  • 30 × 18-Pfünder
  • 34 × 16-Pfünder
  • 16 × 9-Pfünder

Die HMS Northumberland war ein Linienschiff dritter Klasse der Royal Navy mit 74 Kanonen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 1795 fand die Kiellegung der HMS Northumberland, eines von zwei Schiffen der America-Klasse statt. Der Stapellauf erfolgte am 2. Februar 1798.[1] Die Northumberland nahm an der Schlacht von San Domingo teil, wo sie beschädigt wurde und mit 21 Toten und 74 Verwundeten die größten Verluste aller englischen Schiffes während der Schlacht einstecken musste. Am 22. November 1810 brachte sie, in Begleitung der HMS Armada, das französische Kaperschiff, die Ketsch La Glaneuse auf. Im Februar 1827 kehrte sie schließlich nach Deptford zurück und wurde zu einem Hulk umfunktioniert. 1850 wurde das Schiff abgewrackt.[1]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Northumberland wurde dadurch bekannt, dass sie Napoleon Bonaparte ins Exil auf die St. Helena-Inseln brachte. Napoleon begab sich am 15. Juli 1815 auf die HMS Bellerophon von Captain Frederick Maitland und wurde nach Plymouth gebracht,[2] um von dort aus die Reise nach St. Helena anzutreten. Da es Bedenken wegen des altersmäßigen Zustandes der Bellerophon gab, wurde stattdessen die HMS Northumberland für die Reise bestimmt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • David Cordingly: The Billy Ruffian. The Bellerophon and the Downfall of Napoleon. The Biography of a Ship of the Line, 1782–1836. Bloomsbury USA, New York NY 2003, ISBN 1-58234-468-X.
  • Brian Lavery: The Ship of the Line. Band 1: The development of the battlefleet, 1650–1850. Conway Maritime Press, London 2003, ISBN 0-85177-252-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Brian Lavery: The Ship of the Line. Band 1: The development of the battlefleet, 1650–1850. 2003, S. 185.
  2. Nicholas Tracy: Who's Who in Nelson's Navy. Two Hundred Naval Heroes. Chatham u. a., London u. a. 2006, ISBN 1-86176-244-5, S. 237.