hMailServer

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hMailServer
Hmailserver admin.PNG
Screenshot von hMailServer Administrator, der graphischen Oberfläche zur Verwaltung des Mailservers.
Basisdaten
Entwickler Martin Knafve
Erscheinungsjahr 2003 [1][2]
Aktuelle Version 5.6.7 Build 2425 [3]
(24. Dezember 2017)
Betriebssystem Microsoft Windows
Programmiersprache C++, C#
Kategorie Mailserver
Lizenz AGPLv3,[4]
ältere Versionen GPL
deutschsprachig Ja
www.hmailserver.com

hMailServer ist ein Mailserver für Windows.

hMailServer versucht alle wesentlichen Funktionen eines Mailservers in einem einfach zu installierenden und konfigurierenden Programm zusammenzufassen. Das Programm wurde komplett in C++ programmiert und befindet sich in ständiger aktiver Weiterentwicklung. Bis Version 4 ist der hMailServer unter der GPL lizenziert und ab Version 5.4 wieder Open Source.[5]

hMailServer benutzt zur Speicherung sämtlicher Konfigurationen eine Datenbank, wahlweise kann entweder MySQL, MSSQL oder PostgreSQL benutzt werden. Für den Fall, dass man keine eigene Datenbankinstallation auf dem Mailserver vorgenommen hat, bietet hMailServer die Möglichkeit, eine MSSQL-Minimalinstallation durchzuführen. Die Installation erfolgt über einen Windows-Installer, die Konfiguration über eine grafische Benutzeroberfläche. Dadurch ist hMailServer sehr benutzerfreundlich und ohne besondere Systemvoraussetzungen zu installieren und zu warten. Da sämtliche Konfigurationsparameter in einer Datenbank verwaltet werden, ist eine Administration über eine Webschnittstelle ebenfalls möglich.

Funktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Verwaltung mehrerer Domains
  • optionale Active Directory-Anbindung für E-Mail-Konten
  • Unterstützung von POP3, IMAP und SMTP
  • gewisse Anti-Spam-Funktionen, Integration von SpamAssassin
  • Einbindung von Virenscannern, insbesondere ClamWin
  • Zugriffssteuerung abhängig vom IP-Adressbereich
  • Mehrsprachigkeit
  • einfache und übersichtliche Konfigurationen über eine grafische Benutzeroberfläche
  • Abruf von externen POP3-Postfächern möglich

Zur Zeit konzentriert sich die Entwicklung auf das Bereitstellen einer Schnittstelle zum Einbinden von VB-Scripten, besserer Filtermöglichkeiten und unterschiedlicher Konfigurationsoptionen für Administratoren und Benutzer.

Der Entwickler empfiehlt als Webmailsystem SquirrelMail und Roundcube, wofür es für ersteres auch eine extra modifizierte und an hMailServer angepasste Version gibt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joachim Busch: Internet- und Mail-Server für Windows-Systeme – Installationsleitfaden für Einsteiger. Internet-Server Apache, Datenbank-Server MySQL, Mail-Server hMailServer, WebMail-Server Squirrelmail, Virenschutz. Engelsdorfer Verlag, 2006, ISBN 3-939404-55-1 (207 S.).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Project: hMailServer. In: SourceForge. Archiviert vom Original am 31. Oktober 2003.: „Development Status: 4 - Beta“
  2. Project: hMailServer. In: SourceForge. Archiviert vom Original am 30. Dezember 2003.: „Development Status: 5 - Production/Stable“
  3. hMailServer changelog. In: www.hmailserver.com. Abgerufen am 1. März 2018.
  4. Welcome. In: www.hmailserver.com. Archiviert vom Original am 22. November 2014.: „Licensed under AGPLv3“
  5. hmailserver.com: Functionality. Abgerufen am 5. März 2012: „hMailServer 4 and earlier versions are licensed as open source under the GPL license. Later versions of hMailServer (version 5 and later) are still free of charge but closed source.“ Martin Knafve: A few different reasons. [why version 5 is closed source]. Hmailserver-Forum. 2. August 2007. Abgerufen am 5. März 2012. hMailServer changelog. 21. August 2011. Abgerufen am 11. Januar 2014: „Version 5.4 - Build 1931: hMailServer is now open source.“