HSG Konstanz

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HSG Konstanz
Neues Logo der HSG Konstanz, 2016
Voller Name Handballspielgemeinschaft Konstanz
Abkürzung(en) HSG Konstanz
Gegründet 1923
Vereinsfarben gelb/blau
Halle Schänzle-Sporthalle Konstanz
Plätze 1900 gesamt,

davon 1417 Sitzplätze

Präsident Otto Eblen
Geschäftsführer Frank Meisch
Trainer Daniel Eblen
Liga 2. Bundesliga
2016/17
Rang 14. Platz
DHB-Pokal 1. Runde
Website www.hsgkonstanz.de
Heim
Auswärts
Größte Erfolge
National Regionalliga-Meister 2000,

Süddeutsche Meisterschaft sowie Zweitliga-Aufstieg 2001 und 2016

Die HSG Konstanz (Handballspielgemeinschaft Konstanz) ist die unter eigenem Namen antretende und 1923 gegründete Handballabteilung des Sportvereins TV Konstanz.

Bis zum 30. Juni 2015 war sie eine 1980 gegründete Spielgemeinschaft der Handballabteilungen der beiden Konstanzer Vereine TV und HC DJK Konstanz.[1]

Die erste Herrenmannschaft der HSG spielt seit Mitte der 1990er Jahre konstant mindestens in der dritthöchsten Spielklasse des deutschen Handballs, Anfang des 21. Jahrhunderts spielte sie drei Spielzeiten hintereinander in der damaligen Südstaffel der 2. Bundesliga. Die Jahre danach gehörte sie zu den Spitzenvereinen der Südstaffel der 3. Liga.[2] Nach dem Gewinn der Süddeutschen Meisterschaft 2015/16 stieg sie erneut in die 2. Bundesliga auf.[3]

Erste Herrenmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Herrenmannschaft der HSG wurde nach dem Zusammenschluss der beiden Vereine zunächst schnell erfolgreich: In der Saison 1982/83 gelang der Aufstieg aus der Verbandsliga in die Südbadische Oberliga, in der Folgesaison der Aufstieg in die damals dritthöchste Spielklasse, die Handball-Regionalliga. Nach mehrfachem Abstieg und Wiederaufstieg gelang es seit der Saison 1994/95, die HSG in der dritthöchsten Spielklasse fest zu etablieren.

In der Saison 2000/01 gelang mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga der bis dahin größte Erfolg der Vereinsgeschichte, nachdem die HSG Konstanz ein Jahr zuvor trotz Regionalliga-Meisterschaft noch in den Aufstiegsspielen zur zweiten Liga gescheitert war. Dort konnte sich die HSG drei Spielzeiten lang halten; seit der Saison 2004/05 spielte Konstanz wieder in der dritthöchsten Spielklasse, der Regionalliga bzw. der neuen 3. Liga Süd (seit 2010).[4] In der Saison 2015/16 wurde die HSG Meister der 3. Liga Süd und konnte sich somit zur Saison 2016/17 zum zweiten Mal den Aufstieg in die nun eingleisige 2. Bundesliga sichern. Dort gelang mit 35:41 Punkten und Platz 14 der Klassenerhalt.[5]

Trainer ist bereits seit Anfang 2004 A-Lizenzinhaber Daniel Eblen, der damit aktuell dienstältester Trainer im deutschen Profihandball ist.[6]

Spielstätte: Schänzle-Sporthalle Konstanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schänzle-Sporthalle Konstanz bei einem Heimspiel der HSG Konstanz

Spielstätte der ersten Herrenmannschaft ist die insgesamt 1900 Zuschauer (davon 1417 Sitzplätze) fassende und direkt am Seerhein liegende Schänzle-Sporthalle in Konstanz.[7] Die im Stadtteil Paradies gebaute Dreifelderhalle ist damit die größte Sporthalle der Stadt Konstanz und verfügt über eine Outdoor-Leichtathletikanlage mit zwei Rasenspielfeldern, eine Beachanlage sowie eine zusätzliche, abgetrennte Halle für Basketball und Volleyball. Ein öffentliches Restaurant bietet auf der großzügigen Terrasse einen direkten Blick auf den Seerhein.

Im Jahr 2005 und 2007 trug die deutsche Handball-Nationalmannschaft des DHB hier ein Testspiel gegen die Schweiz in jeweils ausverkaufter Halle aus.

Über die letzten Jahre stieg der Zuschauerschnitt der HSG Konstanz in der Schänzle-Sporthalle stetig an, in der Saison 2015/16 besuchten durchschnittlich mehr als 1000 Fans die Heimspiele. Dies war wie in den Jahren davor Bestwert in der 3. Liga Süd.[8] In der 2. Bundesliga konnte ein Jahr später der Zuschauerschnitt weiter deutlich auf nunmehr 1300 Fans pro Heimspiel gesteigert werden. Insgesamt 24250 Zuschauer bei den Heimspielen der HSG bedeuteten den besten Wert eines Aufsteigers und ligaweit Rang elf in der Saison 2016/17.[9]

Die Schänzle-Sporthalle ist wegen der lautstarken Fans auch unter dem Spitznamen "Schänzle-Hölle" bekannt.

Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Förderung des Spitzensports bestehen Kooperationen mit der Universität Konstanz und der Fachhochschule Konstanz (HTWG). So können Stipendien an talentierte, leistungswillige Handballer vergeben werden.[10] 23 Spieler umfasst der erweiterte Zweitliga-Kader – 22 davon studieren an den beiden Konstanzer Hochschulen.[11]

Talentförderung und Jugendarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die HSG Konstanz hat sich die Förderung junger Talente zur Aufgabe gemacht. Dafür steht neben dem sehr jungen Zweitliga-Team auch die zweite Mannschaft. Sie spielt derzeit in der Südbadenliga, nachdem im zweiten Jahr in der Oberliga Baden-Württemberg 2017 der Klassenverbleib nicht gelang.

Die HSG zeichnet sich überdies durch eine sehr erfolgreiche Jugendarbeit aus, insbesondere im männlichen Bereich. Die Mannschaften spielen durchgängig in den höchsten Spielklassen und haben eine Vielzahl an Erfolgen vorzuweisen.[12] Dazu gehören Südbadische und Süddeutsche Meisterschaften. Auch auf nationaler Ebene gelangen Erfolge, etwa die Deutsche Vizemeisterschaft 1998 mit der männlichen B-Jugend.[13] Die männliche A-Jugend qualifizierte sich 2011/12 für die erste Saison der Jugend-Bundesliga des DHB und zählt damit zu den Gründungsmitgliedern der Eliteklasse des deutschen Jugend-Handballs.[14] Mit insgesamt sechs Teilnahmen, davon zuletzt seit der Saison 2013/14 fünf in Folge, gehört die HSG Konstanz zu den erfolgreichsten Vereinen Süddeutschlands in der Jugend-Bundesliga.[15]

Bekannte ehemalige und aktuelle Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Historie. In: www.hsgkonstanz.de. Abgerufen am 22. Juni 2016.
  2. Platzierungen. In: www.hsgkonstanz.de. Abgerufen am 22. Juni 2016.
  3. HSG Konstanz ist Süddeutscher Meister und Aufsteiger in die 2. Bundesliga! In: www.hsgkonstanz.de. Abgerufen am 22. Juni 2016.
  4. Die Abschlussplatzierungen der letzten Jahre. HSG Konstanz, abgerufen am 27. April 2016.
  5. Konstanz im Glücksrausch: 200 Fans feiern HSG-Klassenerhalt in Neuhausen. (hsgkonstanz.de [abgerufen am 16. Juli 2017]).
  6. Handball-Euphorie am Bodensee: HSG Konstanz „bereichert“ die 2. Bundesliga und will eigenes Niveau „weiter anheben“. (hsgkonstanz.de [abgerufen am 16. Juli 2017]).
  7. Halle. In: www.hsgkonstanz.de. Abgerufen am 22. Juni 2016.
  8. 20414 Kilometer: HSG Konstanz einer der „Reisemeister“ der 2. Bundesliga. In: www.hsgkonstanz.de. Abgerufen am 22. Juni 2016.
  9. Handball-Euphorie am Bodensee: HSG Konstanz „bereichert“ die 2. Bundesliga und will eigenes Niveau „weiter anheben“. (hsgkonstanz.de [abgerufen am 16. Juli 2017]).
  10. Spitzensportförderung. In: www.hsgkonstanz.de. Abgerufen am 22. Juni 2016.
  11. Kader. In: www.hsgkonstanz.de. Abgerufen am 22. Juni 2016.
  12. Jugenderfolge. In: www.hsgkonstanz.de. Abgerufen am 23. Juni 2016.
  13. B-Jugend HSG Konstanz. Abgerufen am 22. Juni 2016.
  14. A-Jugend HSG Konstanz. Abgerufen am 22. Juni 2016.
  15. Viermal Bundesliga in Folge: HSG Konstanz holt sich fünftes Ticket für Liga eins. In: www.hsgkonstanz.de. Abgerufen am 22. Juni 2016.