HVB Tower

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HVB Tower
Hypo-Haus, Hypo-Turm, Hypo-Hochhaus
HVB Tower
HVB Tower im Januar 2010
Liste der Hochhäuser in München
Basisdaten
Ort: München
Bauzeit: April 1975–1981
Eröffnung: 16. November 1981
Sanierung: seit 2012
Status: fertiggestellt
Architekten: Walther und Bea Betz
Nutzung/Rechtliches
Nutzung: Verwaltungsgebäude, Büro
Arbeitsplätze: > 3.000
Eigentümer: HVZ GmbH & Co. Objekt KG
Technische Daten
Höhe: 113,7[1] m
Etagen: 27
Geschossfläche: 140.000 m²
Baustoff: Beton, Aluminium
Höhenvergleich
München: 3. (Liste)
Deutschland: 47. (Liste)
Anschrift
Stadt: München
Land: Deutschland

Der denkmalgeschützte HVB Tower bzw. ehemals Hypo-Haus oder Hypo-Hochhaus ist ein Verwaltungsgebäude der HypoVereinsbank in München.

Architektur und Historie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1960 gab es erste Überlegungen, die auf zwölf Standorte verteilte Zentrale der damaligen Hypo-Bank an einem Ort zu konzentrieren. 1970 begannen dann konkrete Planungen zum Bau des Hypo-Hauses am Arabellapark, zusammen mit dem Architekturbüro Betz. Die Bauvorbereitungen begannen im September 1974 mit dem Erdaushub. Für die Flachbauten und die Säulen des Turms begannen die Baumaßnahmen im April 1975. Im November 1978 wurden die neuen Räume in den Flachbauten bezogen.[2]

Das Hochhaus wurde 1981 fertiggestellt und am 16. November 1981 offiziell eröffnet. Heute ist es Teil des Verwaltungszentrums der HypoVereinsbank am Arabellapark. Zum Ensemble gehören auch noch zwei Flachbauten (Nord und Süd) sowie das später gebaute Hypo-Haus Ost.

Das Gebäude steht an der Richard-Strauss-Straße, Ecke Denninger Straße, direkt am Mittleren Ring im Arabellapark (Stadtteil Bogenhausen, an der U-Bahn-Station Richard-Strauss-Straße der Linie U4). Es ist 113,7 Meter hoch und wurde vom Architektenpaar Walther und Bea Betz geplant. Die statischen Berechnungen waren aufgrund der ausgefallenen Architektur sehr aufwendig und umfassten 100.000 Seiten. Bauherr war die Hypo-Bank Verwaltungszentrum GmbH & Co. KG, Generalunternehmer die Held & Francke Bauaktiengesellschaft. Der HVB Tower war das erste Gebäude in München mit einer Höhe von über 110 Metern.

Der Gebäudekomplex besteht aus einem Turm mit 27 oberirdischen und vier unterirdischen Geschossen sowie zwei mit dem Turm verbundenen Flachbauten. Die Nettogeschossfläche (NGF) beträgt ca. 100.000 m², die Bruttogeschossfläche ca. 140.000 m².

Als architektonische Besonderheit gelten fünf Hängegeschosse im Gebäude (fünftes bis neuntes Obergeschoss), die vom zentralen Tragrahmen abgehängt sind.

Seit 2006 steht der HVB Tower unter Denkmalschutz.

Bis zur Fertigstellung des Uptown München im Jahr 2004 war der 27-geschossige HVB Tower Münchens höchstes Bürogebäude.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der HVB Tower ist ein zentrales Verwaltungsgebäude der HypoVereinsbank mit Büroräumen, Konferenzzone, Handelsbereich, Rechenzentrum und Betriebsrestaurant (über 3.000 Arbeitsplätze).

Im Rahmen der Sanierung wird im HVB Tower auch ein modernes Büroraumkonzept eingeführt Smart Working. Zudem wird der HVB-Tower in Zukunft der Unternehmens- und Vorstandssitz der HypoVereinsbank sein.

Energetische Sanierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2011 gab die HypoVereinsbank (Unicredit Bank AG) bekannt, dass der HVB Tower in den nächsten Jahren (bis etwa 2015) nachhaltig saniert und so zu einem „Green Building“ umgebaut werden solle. Die Bauarbeiten haben im Laufe des Jahres 2013 begonnen. Der HVB-Tower wird nach dem internationalen LEED-Standard zertifiziert.

Wichtiger Bestandteil der energetischen Sanierung ist die Erneuerung der gesamten Fassade unter Einhaltung des äußeren, denkmalgeschützten Erscheinungsbildes. Zudem werden die Gebäudetechnik erneuert, der Gebäudebrandschutz an heutige Normen angepasst sowie eine Geothermie- und Regenwassernutzung implementiert.

Erneuerung Fassade[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bestehende Zwei-Scheiben-Isolierglas-Fassade wird durch eine Kastenfenster-Fassade mit insgesamt vier Glasschichten ersetzt, die dem heutigen Stand der Technik entspricht. Festverglaste Außenscheiben (eine Glasschicht) mit definierten Lüftungsöffnungen ermöglichen den Luftaustausch mit der Außenluft durch Öffnen der innenliegenden Drei-Scheiben-Fensterflügel. Die Beschichtung der Gläser ermöglicht eine optimale Tageslichtausnutzung bei gleichzeitiger Minimierung des solaren Wärmeeintrages. Damit können Kühllasten im Sommer wie auch der Heizenergiebedarf im Winter reduziert werden. Ein computergesteuerter Sonnenschutz im Kastenfenster reagiert sowohl auf den sich ändernden Sonnenstand, als auch auf die individuellen Bedürfnisse der Nutzer; er ist in die Steuerung der haustechnischen Anlagen integriert. Entstehende Abwärme durch Sonnenbestrahlung wird im Kastenfenster über die Lüftungsöffnungen nach außen abgeführt und entlastet die Gebäudekühlung.

Erneuerung Gebäudetechnik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die veralteten und energieintensiven haustechnischen Anlagen werden ausgetauscht. Neue Heiz-Kühlsysteme erhöhen die Effizienz im Betrieb und steigern die Behaglichkeit für die Gebäudenutzer. Die neue Haustechnik ist eng mit der neuen Fassade als „Klimahaut“ abgestimmt.

Modernisierung Brandschutzkonzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstellung eines neuen Brandschutzkonzeptes sieht eine Optimierung der Entfluchtung und des Brandangriffes vor. Unter anderem wird im Tower eine Treppenhaus-Druckbelüftung und eine hocheffiziente Entrauchung der Nutzflächen realisiert.

Regenwassernutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Einbau einer Regenwasserzisterne kann der Wasserverbrauch gesenkt werden. Die Bewässerung der Außenanlagen wird aus diesem Reservoir gespeist werden.

Geothermie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Einbau einer Brunnenkühlung ermöglicht die Nutzung von Grundwasser als Energieträger und bewerkstelligt über das Wärmetausch-Prinzip eine Reduzierung der Energieverbrauches für Kühlen im Sommer und Heizen im Winter.

Die Sanierung des nördlichen Flachbaus soll 2016 beginnen.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teile des Films Kunyonga – Mord in Afrika wurden im Hypo-Haus gedreht.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hypo-Haus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hypo-Haus bei CTBUH
  2. Peter M. Bode: Das Hypo-Haus: Akzent in Münchens Silhouette. Bayerische Hypotheken- und Wechselbank AG (Hrsg.), München 1982.

Koordinaten: 48° 8′ 59″ N, 11° 37′ 2″ O