Habichtswald (Gemeinde)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Habichtswald
Habichtswald (Gemeinde)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Habichtswald hervorgehoben
Koordinaten: 51° 21′ N, 9° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Höhe: 348 m ü. NHN
Fläche: 28,21 km2
Einwohner: 4974 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 176 Einwohner je km2
Postleitzahl: 34317
Vorwahl: 05606
Kfz-Kennzeichen: KS, HOG, WOH
Gemeindeschlüssel: 06 6 33 011
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Breiter Weg 4
34317 Habichtswald
Webpräsenz: www.habichtswald.de
Bürgermeister: Thomas Raue (SPD)
Lage der Gemeinde Habichtswald im Landkreis Kassel
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Über dieses Bild

Habichtswald ist eine Gemeinde im nordhessischen Landkreis Kassel. Die Gemeindeverwaltung befindet sich im Ortsteil Dörnberg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Habichtswald liegt im Naturpark Habichtswald etwa 10 km (Luftlinie) westlich von Kassel, nördlich des Essigbergs (ca. 597,5 m ü. NHN), südlich des Hohen Dörnbergs (578,7 m) und südöstlich des Großen Bärenbergs (600,7 m). Das westliche Gemeindegebiet wird von der Warme durchflossen und das nördliche von dessen Zufluss Lubach.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Habichtswald grenzt im Norden an die Stadt Zierenberg und die Gemeinde Ahnatal (beide Landkreis Kassel), im Osten an die kreisfreie Stadt Kassel, im Süden an die Gemeinde Schauenburg, sowie im Westen an die Städte Zierenberg und Wolfhagen (alle im Landkreis Kassel).

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile der Gemeinde Habichtswald sind – mit ungefährer Höhenlage in Meter (m) über Normalhöhennull (NHN):

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beide Ortsteile wurden im Jahre 1074 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Hasungen erstmals erwähnt.

Im Rahmen der hessischen Gebietsreform schlossen sich Dörnberg und Ehlen am 31. Dezember 1971 zur neuen Gemeinde Habichtswald zusammen.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[3] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[4][5]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
   
Von 23 Sitzen entfallen auf:
  • SPD: 15
  • CDU: 5
  • WGH: 3
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 63,9 15 73,6 17 65,1 15 67,4 21
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 19,8 5 26,4 6 34,9 8 32,6 10
WGH Wählergemeinschaft Habichtswald[6] 15,2 3
FDP Freie Demokratische Partei 1,1 0
Gesamt 100,0 23 100,0 23 100,0 23 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 53,9 53,8 50,6 61,1

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2014 wurde bei einer Wahlbeteiligung von 44,8 Prozent Thomas Raue (SPD) mit 77,5 % der Stimmen im Amt bestätigt.

Partnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Habichtswald unterhält seit 2001 partnerschaftliche Beziehungen zu Solt in Ungarn.

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinde ist am 20. Juni 1980 vom Hessischen Minister des Innern ein Wappen mit folgender Blasonierung genehmigt worden: „Das Wappen der Gemeinde Habichtswald zeigt im goldenen Schild über einem tannengeschnittenen grünen Schildfuß das schwarze Flugbild eines Habichts.“[7]

Der Gemeinde ist am 30. August 1982 vom Hessischen Minister des Innern eine Flagge mit folgender Flaggenbeschreibung genehmigt worden: „Die Flagge der Gemeinde Habichtswald zeigt auf der nach den oberen zwei Siebteln der Flaggenlänge von Grün und Gelb gevierten Flaggenbahn das Wappen der Gemeinde.“[8]

Die Sage vom Werwolfsriemen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von einem Mann wurde in Ehlen behauptet, er sei ein Werwolf. Einige Männer wollten dem nachgehen und untersuchten das Haus der Familie. Sie trafen den Werwolf nicht an, fanden aber im Keller des Hauses Fässer mit Fleisch, das er gesammelt hatte. Eins der Kinder erklärte, der Vater könne fliegen, wenn er sich einen Riemen umband. Neugierig geworden, legte sich einer der Männer den besagten Riemen um. Sofort flog er durch das Haustor hinaus und war verschwunden. Erst vier Wochen später wurde er tot im Wald gefunden.[9]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilhelm Schulz (Bergbauingenieur)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Aktuellster Bevölkerungsstand am 31.12.2015 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 411.
  3. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011, auf statistik-hessen.de
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006, auf statistik-hessen.de
  6. Wählergemeinschaft Habichtswald (offizielle Homepage)
  7. Genehmigung eines Wappens der Gemeinde Habichtswald durch den Hessischen Minister des Innern (StAnz.), S. 1204 (PDF; 2,54 MB)
  8. Genehmigung einer Flagge der Gemeinde Habichtswald durch den Hessischen Minister des Innern (StAnz.), S. 1654 (PDF; 4,91 MB)
  9. Heinz Rölleke: Das große deutsche Sagenbuch. Wien 2001.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Habichtswald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien